Universum-Chef Kohl klagt an: Linker Umgang mit Ruslan Chagaev

Hamburg. Klaus-Peter Kohl, Chef des Hamburger Profiboxstalls Universum, wehrt sich gegen eine Äußerung aus dem Berliner Konkurrenzstall Sauerland. Laut dieser könne die Pflichtverteidigung von WBA-Schwergewichts-Weltmeister David Haye (England) gegen Universums Usbeken Ruslan Chagaev nicht in England stattfinden, da Chagaev dort als Träger von Hepatitis-B-Antigenen keine Lizenz erhalten würde. "Hier wird erneut versucht, Ruslan auf linke Art und Weise aus dem Weg zu gehen. Das werden wir nicht tolerieren, denn Ruslan ist nicht krank", sagte Kohl.

Sollten sich beide Parteien nicht über die Modalitäten einigen, geht der Kampf in die Versteigerung und könne dann auch in Deutschland oder Russland stattfinden, sagte Kohl, der angab, derzeit mit "starken Partnern ein finanzkräftiges Paket zu schnüren". Chagaev hatte im Mai 2009 zum in Helsinki geplanten Rematch mit Sauerlands Russen Nikolai Valuev nicht antreten dürfen, weil er vom finnischen Verband keine Lizenz erhalten hatte, was zum Streit zwischen Sauerland und Universum führte. Kurz darauf hatte Chagaev unbeanstandet in Deutschland gegen IBF/WBO-Champion Wladimir Klitschko gekämpft.