Olympiasiegerin Britta Steffen springt ins Becken zurück

Beim Weltcup in Berlin schwimmt sie nach 15 Monaten Pause

Berlin. Deutschlands Schwimm-Traumpaar Britta Steffen und Paul Biedermann versteckte sich nicht. Als Sitznachbarn auf dem Podium blieben sie gelassen beim Klicken der Kameraobjektive, die jede Geste, jeden Blick und natürlich einen Kuss festhielten. Bei der Präsentation am Tag vor dem Kurzbahn-Weltcup in Berlin (25-m-Bahn), dem ersten gemeinsamen Wettkampf als Paar, gestatteten beide unterschiedlich tiefe Blicke in ihre Gefühlswelt. "Ich bin ziemlich nervös. Ich weiß nicht, wie ich meine Leistung einschätzen kann", sagte Olympiasiegerin Steffen.

Nach 15 Monaten Pause wegen diverser Krankheiten und Schulterproblemen krault die 26-Jährige an diesem Sonnabend erstmals wieder gegen internationale Konkurrenz und stellt sich auf die erste Niederlage seit dreieinhalb Jahren ein: "Mein Trainer Norbert Warnatzsch hat zu mir gesagt, du musst auch einmal verlieren lernen."

Biedermann geht den Heim-Weltcup nach außen hin gelassen an. "Die wirklich wichtigen Wettkämpfe sind die EM und WM", sagte er. Vor einem Jahr hatte der 24-Jährige im Hightech-Anzug einen Fabel-Weltrekord in der Halle an der Landsberger Allee geschwommen. Nun steht für Biedermann mehr das Duell Mann gegen Mann im Mittelpunkt. Zwar ist der Berliner Weltcup nicht so stark besetzt wie 2009, doch auch ohne Lieblingskonkurrent Michael Phelps (USA) freut sich Biedermann auf die Kurzbahn-WM (15.-19. Dezember) in Dubai. Steffens Ziel: die Kurzbahn-EM in Eindhoven (25.-28. November). "Die EM-Norm zu erfüllen wird schwer", sagt sie.