Viel Kampf, viel Herz - aber erneut keine Belohnung

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Die Harvestehuder Hockey-Damen verlieren gegen Neuss deutlich

Hamburg. Sie wollten ein Zeichen setzen. Mit einem Auswärtssieg etwas Selbstvertrauen aufbauen. Doch im Gastspiel bei Aufsteiger SW Neuss wurden den Bundesliga-Hockeydamen des Harvestehuder THC ihre Grenzen aufgezeigt. Und das in aller Deutlichkeit.

Mit 2:6 verlor der Tabellenletzte in einem umkämpften, körperbetonten Spiel. Den frühen Führungstreffer der Gastgeber konnte Rike Sager (9. Minute) noch ausgleichen. Dann geriet der HTHC allerdings unter Druck - und mit 1:4 ins Hintertreffen. Die Hamburgerinnen reagierten nach der Pause. Sie drängten nach vorn - und ermöglichten damit Neuss zahlreiche Kontermöglichkeiten. Das 2:6 durch Annika Voigt drei Minuten vor Spielschluss war nur Ergebniskosmetik. "Das war effektiv, was die gespielt haben. Und nicht besonders gut, was wir gemacht haben", fasste es HTHC-Spielerin Alina Fischer zusammen. Gegen Klipper am nächsten Sonnabend (16 Uhr, Voßberg) erwarte sie mehr: "In einem Derby gelten andere Voraussetzungen." Zumal es dann zum ersten Wiedersehen mit dem ehemaligen Trainer Peter Krüger kommt.

Der hatte, ganz im Gegensatz zu seinem Nachfolger Stephan Platz, allen Grund zur Freude. Mit einem 8:1 Kantersieg gaben seine Damen dem Düsseldorfer HC "eine Lehrstunde der besonderen Art", wie es Gästecoach Sebastian Gunst ausdrückte. Die Düsseldorfer trafen in der zweiten Minute zum 0:1, nach dem Ausgleichstreffer durch Franziska Hering (13.) klappte bei Klipper jedoch so gut wie alles.

Im Vergleich zu den torreichen Partien der Lokalrivalen wirkte das 2:2 des Clubs an der Alster gegen den deutschen Meister Berliner HC fast etwas bieder. "Die zweite Halbzeit war verkrampft", sagte Alster-Trainer Jens George. "Keines der beiden Teams wollte hier heute verlieren." Sein Team bleibt trotzdem auf dem zehnten Tabellenplatz - und muss in der kommenden Woche beim letzten Spiel vor der Winterpause ebenfalls zum Derby beim diesmal spielfreien UHC antreten.

Während die Damen noch einmal ranmüssen, können sich die Herren bereits auf die am 20. November startende Hallensaison vorbereiten. Als letztes Hamburger Team schloss der UHC das Feldjahr 2010 gestern mit einem 11:0 im Nachholspiel gegen den Rüsselsheimer RK ab. Moritz Fürste war mit drei Treffern bester Torschütze beim entfesselt aufspielenden Vizemeister.

( (cru) )