Mit Technik, Taktik und Tempo zum Titel segeln

Deutsche Meisterschaft im Laser wird auf der Alster ausgetragen

Hamburg. Es war erst das Aufwärmprogramm, allerdings gleich eins mit Höchstgeschwindigkeiten. Auf der Außenalster duellierten sich in den vergangenen beiden Tagen beim "Laser Match Race" Boot gegen Boot. Einige der besten deutschen Segler konnten sich im direkten Vergleich miteinander messen - bevor heute die Deutsche Meisterschaft der olympischen Bootsklasse Laser offiziell eröffnet wird.

Der Hamburger Starboot-Europameister Johannes Polgar gibt den Startschuss für den Wettbewerb, zu dem sich rund 60 Segler angemeldet haben. Bis Sonntag kämpfen sie in der Einhand-Jolle, die ein hohes Maß an Technik und Taktik erfordert, um den Titel. Ausgerichtet wird die Meisterschaft vom Norddeutschen Regatta Verein (NRV).

Beim "Laser Match Race" konnten die Segler sich bereits auf das Binnengewässer - und die ungemütlichen Witterungsbedingungen in der Hansestadt - einstellen. Im Finale trat der Berliner Malte Kamrath gegen Tobias Schadewaldt vom NRV an. Mit nur einer Bootslänge Vorsprung gewann Kamrath das Rennen. Er sicherte sich damit ein Preisgeld in Höhe von 1500 Euro. Den dritten Platz belegte Simon Grotelüschen aus Lübeck.

"Ich freue mich über den Sieg und bin heiß auf die Meisterschaft am Wochenende", sagte Kamrath nach einem auch für die Zuschauer spannenden Wettkampf. Sein Finalgegner Tobias Schadewaldt wird jedoch nicht dabei sein. Er segelt mit seinem Partner Hannes Baumann bei der Deutschen Meisterschaft in seiner Paradedisziplin, der 49er-Klasse. Vereinskollege Florian Haufe verzichtet ebenso auf eine Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften in seiner Heimatstadt. Der 16-Jährige, der als eines der größten Talente im Segelsport gilt, will sich von den vergangenen Wochen erholen - und fährt in den Urlaub. Im August gewann er bei den Olympischen Jugendspielen in Singapur die Silbermedaille.

Ganz aussetzen wollte aber auch Haufe nicht. Durch eine Wildcard konnte er sich für das "Laser Match Race" qualifizieren, zu dem ansonsten nur die ersten zehn Segler der deutschen Laser-Rangliste zugelassen sind. Dabei schlug er sich gut, fuhr auf den fünften Platz. Es war für den NRV also ein erfolgreiches Aufwärmprogramm. Und es macht Lust auf mehr.