Hannawald fliegt auch im Rennwagen an allen vorbei

Köln. Sven Hannawald war einer der erfolgreichsten Skispringer der Welt, jetzt will der Team-Olympiasieger und ehemalige Sportler des Jahres auch im Motorsport Titel holen: Am kommenden Wochenende kann der 35-Jährige zusammen mit dem ehemaligen DTM-Piloten Thomas Jäger (München) auf dem Nürburgring beim ADAC-GT-Masters die Fahrerwertung für den besten Amateur gewinnen. Statt auf Skiern fliegt Hannawald jetzt in einer 500 PS starken Corvette ZO6-GT3 über die Piste und an den Gegnern vorbei, vier Siege konnte er in dieser Saison in der Amateurwertung einfahren.

Seine Rennfahrer-Karriere begann Hannawald 2005 im Rahmen des DTM-Finales in Hockenheim, als er im Seat-Cup am Start war. Ab 2008 versuchte er sich im ADAC-GT-Masters, zunächst in einem Porsche 911 GT3, jetzt in der Corvette. Für Hannawald ist mit dem Rennsport ein Kindheitstraum in Erfüllung gegangen: "Jeder kleine Junge möchte große, schnelle Autos fahren. Auf der Rennstrecke darf man das und es gibt keine Ampeln und Kreuzungen. Man kann sich halt austoben."

Das Unfall- und Verletzungsrisiko schätzt Hannawald nicht so hoch ein wie im Skispringen. Trotzdem habe er ein komisches Gefühl, wenn er ins Auto steige, gibt Hannawald zu. Nach seinem Burn-out-Syndrom wieder auf die Sprungschanze zurückzukehren war allerdings nie ein Thema: "Ich wäre ganz sicher nicht vorwärtsgekommen", sagt Hannawald. Im Rennwagen gelingt ihm das umso besser.