Sebastian Vettel ist in Budapest eine Klasse für sich

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Formel-1-Training in Ungarn: Schumacher und Mercedes kommen nicht in Fahrt

Budapest. Vizeweltmeister Sebastian Vettel fuhr der Konkurrenz im freien Training zum Formel-1-Rennen in Budapest davon. "Alles in allem ist es schon ganz gut gelaufen, aber es wird noch enger werden", sagte Vettel anschließend. Der Heppenheimer war in beiden Einheiten der dominante Fahrer und verwies mit einer Tagesbestzeit von 1:20,087 Minuten Ferrari-Pilot Fernando Alonso (Spanien/1:20,584) mit fast einer halben Sekunde Rückstand auf den zweiten Platz. Damit hat Vettel, aktuell WM-Vierter, beim Qualifying an diesem Sonnabend seine siebte Poleposition im zwölften Rennen fest im Blick. Sein Teamkollege Mark Webber (Australien/1:20,597) belegte zumindest im Training den letzten freien Podiumsplatz. Vierter wurde der zweite Ferrari-Pilot Felipe Massa (Brasilien/1:20,986).

Für die Silberpfeile lief das Training einmal mehr enttäuschend. Rekordweltmeister Michael Schumacher war als Zehnter 1,686 Sekunden langsamer. Sein Wiesbadener Stallkollege Nico Rosberg landete gar nur auf Rang 13 und fuhr der Spitze ebenfalls deutlich hinterher. Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug wollte danach auch nichts schönreden: "Kein toller Tag für uns, aber wir hoffen, bis morgen noch einen Schritt zu machen." Der Emmericher Nico Hülkenberg zeigte, dass er in seinem ersten Formel-1-Jahr durchaus mithalten kann und überzeugte im Williams mit Rang acht. Adrian Sutil aus Gräfelfing erreichte im Force India Platz 16 vor dem Wersauer Timo Glock, der im weiterhin überforderten Virgin nicht über den 20. Platz hinauskam.

Die WM-Wertung wird vor dem Rennen am Sonntag (14 Uhr, RTL und Sky) von den beiden McLaren-Piloten Lewis Hamilton (157 Punkte) und Jenson Button (143) angeführt, die am Freitag die Plätze sechs und neun belegten. Dahinter folgen mit 136 Punkten gleichauf Vettel und Webber. Mercedes liegt vor dem Großen Preis von Ungarn weit hinter den eigenen Erwartungen zurück, und das weiß auch Norbert Haug: "So schwierig wie in diesem Jahr war es noch nie." Zumindest am Kuchenbuffet konnte Altmeister Schumacher, 41, noch einmal alle hinter sich lassen und durfte nach dem Training die Riesentorte zur Feier des 25. Grand Prix in Ungarn anschneiden.

( (dpa) )