"Büdi" Blunck bringt den HTHC wieder auf Kurs

Lesedauer: 2 Minuten

Harvestehudes Hockey-Herren müssen Platz vier gegen Köln und Mülheim behaupten

Hamburg. Der Blick auf die Tabelle macht Christian Blunck in diesen Tagen Angst. "Das wird ein ganz harter Gang für uns", sagt der 43-Jährige. Blunck sagt "uns", wenn er über die Bundesliga-Fußballer des HSV redet, weil er sich dem Verein so sehr verbunden fühlt, dass er das Schicksal der abstiegsbedrohten Kicker auch als sein persönliches empfindet.

Der berufliche Blick auf die Tabelle macht Hamburgs Hockeyidol mehr Freude. Die von ihm trainierten Bundesligaherren des Harvestehuder THC stehen auf Rang vier, auf dem letzten Platz, der zur Teilnahme an der Endrunde um die deutsche Feldmeisterschaft Anfang Juni in Berlin berechtigt. Mit Siegen gegen die Spitzenteams von Rot-Weiß Köln (Sa, 12 Uhr) und Uhlenhorst Mülheim (So, 12 Uhr, jeweils Barmbeker Straße) könnte das Team nicht nur seine Position festigen, sondern auch ein Zeichen setzen, dass in dieser Saison tatsächlich zu rechnen ist mit den Schwarz-Gelben vom Voßberg.

Blunck trainiert die Mannschaft seit Sommer 2009, als sie in die Zweite Liga abgestiegen war. Ein Jahr später führte er sie als Aufsteiger in die Play-offs, wo im Viertelfinale gegen den Uhlenhorster HC das Aus kam. In dieser Saison hatte sich Blunck vorgenommen, eine Weiterentwicklung nachzuweisen. Kämpferisch konnten seine Jungs mit den Klassenbesten mithalten, es fehlte jedoch an taktischer Cleverness und teils an spielerischer Klasse. Nach Abschluss der Hinrunde wäre Bluncks Zwischenfazit eindeutig gewesen, da seine Mannschaft als bester Hamburger Klub dastand. Doch weil es am vergangenen Wochenende zum Rückrundenstart bei den Abstiegskandidaten aus Düsseldorf und Neuss nur zu einem Zähler reichte, ist die Selbstsicherheit ein wenig verflogen.

"Wir vergeben zu viele Torchancen und machen zu viele Fehler", sagt der Cheftrainer, "gegen Köln und Mülheim hat die Mannschaft aber die Chance zu beweisen, dass sie Fortschritte gemacht hat." Blunck ist Realist geblieben, er weiß, dass die Topteams vom Berliner HC, aus Köln und Mülheim einen Schritt voraus sind. "Aber mit Mannheim, Krefeld und dem UHC kämpfen wir um Platz vier, und wenn man die Endrunde erreicht, ist alles möglich."

Ein zweites Standbein neben dem Trainerberuf hat sich der dreifache Vater inzwischen aufgebaut. Für den Pay-TV-Sender Sportdigital kommentiert er internationale Fußballspiele, für Eurosport Hockeyturniere. Zudem hofft er, während der Olympischen Spiele in London als Experte von ARD oder ZDF gebucht zu werden.

( (bj) )