Weitspringerin Nadja Käther hat in diesem Jahr schon viel Sand aufgewirbelt

Hamburg. "Ich habe in den vergangenen drei, vier Jahren förmlich auf sie gewartet", sagt Uwe Florczak. In dieser Saison ist Nadja Käther nun endlich dort gelandet, wo sie die der Weitsprung-Bundestrainer sehen will. Die 21-Jährige hat mit 6,66 Metern die Norm für die Leichtathletik-Europameisterschaften Ende Juli in Barcelona erfüllt. Von den sechs Hamburger EM-Kandidaten hat das neben ihr bisher nur Diskuswerfer Markus Münch (LG Wedel-Pinneberg) geschafft. Beide müssen ihre Leistungen noch einmal bestätigen.

Heute Abend startet Nadja Käther beim Meeting "Weltklasse hinterm Deich" in Cuxhaven, am Sonnabend beim U-23-Länderkampf in Bydgoszcz (Polen). "Sie ist groß, sprungstark und sehr schnell. Sie bringt alle Voraussetzungen für eine sehr gute Weitspringerin mit. Ihr sollte der Sprung zur EM gelingen", so Florczak. Käther gibt sich bescheiden: "Barcelona ist mein großes Saisonziel. Ich habe begriffen, dass ich dafür hart arbeiten muss. Das tue ich jetzt." Die Freundschaft zu HSV-Hürdensprinter Helge Schwarzer, 24, mag ein zusätzliches Stück Motivation sein. Beide spornen sich an. Bei Schwarzer fehlt in diesem Jahr aber noch der letzte Kick. Er rannte zuletzt der EM-Norm vergeblich hinterher. 2009 hatte er bei der WM in Berlin das Halbfinale erreicht. Damals schaute Käther nur zu - "hoffentlich das letzte Mal!"