Olympische Spiele

Notizen aus Vancouver

Sonderbotschafter: Eine besondere Ehre ist dem russischen Eiskunstlaufstar Jewgeni Pluschenko zuteil geworden. Der Silbermedaillengewinner von Vancouver wurde vom Organisationskomitee der Winterspiele 2014 in Sotschi zum Sonderbotschafter ernannt. Gleichzeitig bekräftigte der exzentrische Springer, dass er seine Karriere bis zu den Spielen in seinem Heimatland fortsetzen wolle.

Korrekturen: Nach dem bitteren Abschneiden der deutschen Biathlonmänner, die in den Einzelrennen ohne Medaille geblieben waren, will der Deutsche Skiverband (DSV) einen Spezialtrainer für den Schießbereich einstellen. "Wir haben beim Schießen den Anschluss verloren. Da besteht dringender Handlungsbedarf", sagte DSV-Sportdirektor Thomas Pfüller.

Idol: Der niederländische Eisschnelllaufstar Sven Kramer steuert heute (20 Uhr) im Rennen über 10 000 Meter Teil zwei seines Traums vom olympischen Hattrick an. Nach Gold über 5000 Meter könnte der 23-Jährige mit einem Sieg der siebte Doppel-Olympiasieger aus den Niederlanden werden.

Curling: Durch ein 7:6 gegen Japan schafften die deutschen Frauen den dritten Sieg im siebten Spiel und können heute mit Siegen gegen die Schweiz und Schweden noch den Einzug in die Medaillenrunde perfekt machen.

Rekord: Sigi Rüttgers aus Trier ist als Fan bereits zum 29. Mal bei Olympischen Spielen live dabei. Der 80 Jahre alte frühere Zeitschriftenkaufmann ist damit Weltrekordhalter unter den Sportverrückten. Neben Olympia sah der einstige 800-Meter-Läufer auch fast alle Leichtathletik-Weltmeisterschaften, das "Wunder von Bern" und die großen Boxkämpfe von Muhammad Ali live.

Olympiahasser: Der Liechtensteiner Skirennläufer Marco Büchel wird seine Karriere nach dieser Saison beenden. Olympia wird dem 38-Jährigen, der sechsmal an Winterspielen teilnahm, nicht fehlen. "Ich mochte Olympia nie. Das ist für einen Athleten viel zu kompliziert. Wenn ich 2014 noch einmal starte, dann im Skeleton", sagte er.

Schwulenfeindlich: Der australische TV-Sender "Channel Nine" hat wegen despektierlicher Kommentare seiner Reporter Eddie McGuire und Mick Molley großen Ärger. Sie hatten derbe Witze über US-Eiskunstläufer Johnny Weir gerissen und ihm unterstellt, schwul zu sein. Als Wiedergutmachung wollen die beiden Lästermäuler Weir Blumen überreichen...

Superquote: Den zweiten Olympiasieg von Biathletin Magdalena Neuner im Massenstartrennen verfolgten am Sonntagabend im Schnitt 9,75 Millionen TV-Zuschauer (beim Zieleinlauf waren es sogar 10,89 Mio.) live in der ARD - Bestmarke der Spiele in Vancouver.