Eishockey

3:5 - Frankfurt bleibt der Angstgegner der Freezers

Hamburg. Angst kann einen Sportler lähmen, sie kann dafür sorgen, dass er elementarste Dinge vergisst und nicht mehr er selbst ist. Insofern musste man sich um die Hamburg Freezers vor deren Freitag-Heimspiel in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) Sorgen machen, schließlich gastierte mit den Frankfurt Lions der Angstgegner des Teams von Paul Gardner in der Color-Li ne-Arena. Drei Saisonspiele, drei Niederlagen - so lautete die Saisonbilanz gegen die Hessen. Dass es durch die 3:5 (1:3, 1:1, 1:1)-Pleite nicht gelang, diese aufzubessern, war allerdings kein Resultat mangelnden Mutes, sondern fehlender Qualität.

Zum wiederholten Mal zeigte sich, dass die "Eisschränke" gegen ein spielerisch und taktisch überlegenes Team wie Frankfurt keine Siegchance besitzen, wenn sie nicht die Anzahl ihrer Fehler minimieren. Genau das gelang vor 6961 Zuschauern jedoch nicht. Beim ersten Gegentreffer schlief die durch die Ausfälle von Paul Manning (Knöchelbruch) und Jere Karalahti (gesperrt) dezimierte Defensive kollektiv. Beim zweiten und vierten Gegentor machte Torhüter Robert Go epfert, der das Team später mit mehreren starken Paraden im Spiel hielt, eine unglückliche Figur, und vor dem dritten Löwen-Treffer verlor Stephan Retzer als letzter Mann den Puck in Schuljungenmanier an Jamie Wright, der anschließend allein auf Goepfert zustürmte.

Immerhin gab es auch Dinge, die im wieder ein Stück aussichtsloser gewordenen Kampf um die Teilnahme an den Pre-Play-offs Mut machten. Kapitän Alexander Barta schaffte mit dem 1:1, seinem ersten Tor seit 8. Januar, einen ersten Schritt aus seiner persönlichen Krise und spielte auch sonst deutlich auffälliger als zuletzt. Und der seit Oktober verletzt ausgefallene Nationalstürmer Richard Mueller bewies bei seinem Comeback, dass er mit seiner Schnelligkeit für die oft vermissten Überraschungsmomente sorgen kann.

Weil die positiven Überraschungen aber ansonsten ausblieben, stehen Gardners Mannen mit dem Auswärtsspiel beim deutschen Meister Eisbären Berlin (So., 14.30 Uhr) vor einer unüberwindbar scheinenden Hürde. Das nächste Heimspiel findet wegen der Olympischen Winterspiele erst am 27. Februar gegen die Kassel Huskies statt, was auch sein Gutes hat. So können die Fans schon einmal für die lange Sommerpause üben.

Tore: 0:1 (6:23) Oppenheimer (Wright, Periard), 1:1 (9:43) Barta (Pielmeier, Walter), 1:2 (10:42) Ulmer, 1:3 (19:28) Wright, 1:4 (29:21) Gawlik (Hahn, Ulmer) 5-4, 2:4 (30:03) Fortier (Aab), 3:4 (54:25) Fortier (Wilm, Ratchuk) 5-4, 3:5 (59:43) Schneider (Wright) empty net. Strafminuten: 10/12. Schiedsrichter: Piechaczek (Finning). Zu schauer: 6961.