Handball: Immobilienaffäre

Anlageberater Scholz weist Vorwürfe zurück

Die Benedict Life Line GmbH und ihr geschäftsführender Gesellschafter Dr. Björn Scholz haben erstmals konkret Stellung bezogen.

Hamburg. In der Immobilienaffäre um angeblich übervorteilte Handballprofis aus Bundesligavereinen und weitere Anleger (Abendblatt berichtete) haben die Hamburger Benedict Life Line GmbH und ihr geschäftsführender Gesellschafter Dr. Björn Scholz erstmals konkret zu den Vorwürfen Stellung bezogen.

Immobilien in Mönchengladbach: "Für das Objekt liegt das Gutachten eines Sachverständigen und der Niederrheinischen Industrie -und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve vor, welches den Wert des Objektes Eicken zum Kaufzeitpunkt bestätigt. Zudem habe ich im Auftrag des Bauträgers nur rund 30 Klienten für diese Anlage vermittelt. Insofern kann weder von 'Schrottimmobilien' noch 'mehreren Hundert' geschädigten Anlegern die Rede sein." Scholz streitet zudem jede Geschäftsbeziehung zur objektfinanzierenden Wiesbadener Bank ab.

Provisionen für Fynn Holpert, den ehemaligen Manager der SG Flensburg-Handewitt, heute Angestellter der Heristo AG, dem Hauptsponsor des TBV Lemgo: "Ich habe Fynn Holpert für die Vermittlung von Immobilienkäufern nie eine Provision gezahlt. Richtig ist, dass ich Fynn Holpert eine Eigenprovision von knapp 70 000 Euro für dessen Erwerb mehrerer eigenen Immobilien in Hannover gezahlt habe - ein geschäftsüblicher Vorgang."

Scholz bestreitet darüber hinaus, dass er Spielern Unterlagen vorenthalten habe: "In Einzelfällen haben wir auf Bitte eines Klienten Unterlagen treuhänderisch bei der Benedict Life Line GmbH aufbewahrt." Nach Abendblatt-Informationen haben mehrere Handballprofis trotz wiederholter Mahnung bis heute von Scholz keine Unterlagen über die von ihnen gekauften Eigentumswohnungen erhalten. Sie haben jetzt Anwälte eingeschaltet.