Frischgebackene deutsche Meisterinnen

Lara und Hanna - die meisterlichen Hockeyschwestern

Abpfiff. Lautes Geschrei. Grenzenloser Jubel. Wenn Lara und Hanna Granitzki von ihrem größten Erfolg erzählen, ist noch das Funkeln in ihren Augen zu erkennen.

Hamburg. Die zurückliegende Woche wird für die beiden Hockeyschwestern vom Uhlenhorster HC unvergesslich bleiben. In ihren Altersklassen sind sie jeweils deutsche Jugendmeister geworden. Die 12-jährige Hanna mit den Mädchen A und ihre Schwester Lara (17) mit der weiblichen Jugend A. Insgesamt holte der UHC vier von sechs möglichen Jugendtiteln.

Noch im Mai war Hanna in einem Interview nach ihrem größten Wunsch gefragt worden. Damals musste sie nicht lange überlegen: deutscher Jugendmeister. Schon fünf Monate später ist ihr Traum jetzt in Erfüllung gegangen. Dass die Stürmerin auch noch das wichtige erste Tor beim 2:1 im Finale gegen Charlottenburg erzielte, war das I-Tüpfelchen. Auch Lara traf - im Halbfinale per Siebenmeter - und ebnete ihrem Team den Weg ins Finale, das 4:1 gegen Lichterfelde gewonnen wurde.

Die beiden talentierten Schwestern, deren Großonkel 1956 bei den Olympischen Spielen in Melbourne mit der Hockeynationalmannschaft die Bronzemedaille gewann, gehen in Winterhude auf die Heinrich-Hertz-Schule. Dort ist Hanna in einer Hockeyklasse untergebracht. Lara belegt in der Oberstufe das Sportprofil. Die Familie Granitzki ist eigens nach Hummelsbüttel gezogen, damit ihre Töchter einen kurzen Weg zum am Wesselblek beheimateten UHC haben. Beste Voraussetzungen also, um ihre Träume zu verwirklichen.

Während Hanna in zwei Jahren zur Hamburger Auswahl gehören möchte, ist es Laras Ziel, neben dem Abitur in die Bundesliga-Mannschaft der Damen vorzurücken und vielleicht auch mal mit den Älteren eine Meisterschaft zu holen. Dass sie schon feiern können wie die Großen, bewiesen die Schwestern im Zug auf der Rückfahrt von Mönchengladbach nach Hamburg. Im "UHC-Abteil" fielen sich Lara und Hanna, die sich aufgrund der unterschiedlichen Spielorte während der Finaltage nicht sehen konnten, in die Arme. Und dann gab es da noch einen uralten Brauch: Hanna aß den Bommel vom Siegerwimpel. Für den Erfolg tut eine wie sie eben (fast) alles.