Leichtathletik

Schwarzer und Münch können für Berlin planen

Claudia Tonn hat eigentlich keinen Grund, mit der Gegenwart zu hadern. Die Weitspringerin von der LAV Hamburg-Nord hat in diesem Jahr den zweitweitesten Sprung ihrer Karriere gelandet und gestern ihren viertbesten Wettkampf absolviert.

Ulm. Das Ärgerliche daran ist, dass jene 6,54 m bei den deutschen Meisterschaften gerade mal zu Platz sechs reichten. "In den Vorjahren hätte sie damit gewonnen", weiß ihr Trainer Uwe Florczak. So aber ging der Titel an Sophie Krauel (6,70).

Die Jenaerin ist damit Favoritin aufs dritte deutsche WM-Ticket, Tonn bleiben zwei Chancen - am 24. in Dillingen, am 31. in Leverkusen -, um die A-Norm von 6,72 m nachzureichen. Anika Leipold (Athletik-Team Hamburg) wurde mit 6,22 m Zwölfte, Nadja Käther (Ahrensburger TSV) brachte keinen gültigen Versuch zustande.

Zwei Hamburger können fest mit der Nominierung für Berlin rechnen: Helge Schwarzer (HSV) stürmte als Zweiter über 110 m Hürden zu persönlicher Bestzeit von 13,39 Sekunden - und auf Platz vier in Europa (s. "Menschlich gesehen"). Nur Matthias Bühler (Offenburg, 13,36) war gestern schneller. Diskuswerfer Markus Münch (LG Wedel-Pinneberg) festigte mit 62,09 m seinen Status als deutsche Nummer zwei hinter Robert Harting (Berlin, 67,69). Bundestrainer Uwe Florczak ist sich sicher: "Diese Leistungen werden der Leichtathletik in Hamburg einen Kick geben."