Traben: Trauer um Rolf Dautzenberg

Essen. Der Trabrennfahrer Rolf Dautzenberg ist tot. Der 60jährige starb in der Nacht zum Donnerstag in einem Essener Krankenhaus. Dautzenberg litt an einem angeborenen Gendefekt, der die Anzahl seiner Lungenbläschen ständig verringern ließ. Zuletzt wurde Dautzenberg mehrfach operiert und erhielt eine neue Lunge, die sein geschwächter Körper nach vorübergehender Besserung jedoch nicht annahm.

Mit Rolf Dautzenberg verliert der deutsche Trabrennsport einen seiner herausragenden Aktiven. Der Europameister des Jahres 1976, der 5318 Rennen gewann, erhielt den Spitznamen "Atom-Rolf" aufgrund seiner offensiven Fahrweise. "Nur vorne wird das Rennen gewonnen", lautete eines seiner markanten Zitate. Auf seinen ersten Derbysieg mußte Dautzenberg lange warten: Erst 1995 gewann er auf der Trabrennbahn in Berlin-Mariendorf die 100. Auflage mit dem Hengst Pik König und lächelte verschmitzt: "Ich habe eben gewartet, bis eine Million Preisgeld über dem Derby steht." 1996 gelang dem gebürtigen Mönchengladbacher sein zweiter Derby-Treffer mit dem Hengst General November (Gestüt Forstwald).

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