Peinliche Rekord-Niederlage

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Deutsches Eishockey-Team verliert bei der WM 4:12 gegen Norwegen und verspielt alle Chancen

Stockholm/Helsinki. Das deutsche Eishockey-Team hat bei der Weltmeisterschaft in Stockholm mit einem historischen Debakel alle Chancen auf den Einzug ins Viertelfinale verspielt. Nach einer blamablen 4:12 (0:3, 1:6, 3:3)-Niederlage im vorletzten Gruppenspiel gegen Norwegen ist die Mannschaft von Bundestrainer Jakob Koelliker bereits in der Vorrunde kläglich gescheitert und muss nun mehr denn je um die Olympia-Qualifikation bangen. Es war die höchste Niederlage gegen Norwegen. "Es gibt keine Erklärung, keine Entschuldigung", sagte Koelliker, während der Hamburger Verteidiger Christoph Schubert feststellte: "Das war eines der schlechtesten Spiele in der Geschichte des deutschen Eishockeys." Zweistellig verloren hatte Deutschland bei einer WM zuletzt 2008 mit 1:10 gegen Kanada.

Im letzten Duell am Dienstag (16.15 Uhr/Sport1) gegen den zwölfmaligen Weltmeister Tschechien geht es für die DEB-Auswahl nur noch um die direkte Olympia-Qualifikation. Dafür muss im WM-Endklassement entweder die Schweiz oder die Slowakei hinter sich gelassen werden. Ein Sieg ist Pflicht.

Einen Tag nach dem 2:1 gegen Dänemark verschlief Deutschland erneut den Start. Es waren gerade einmal 88 Sekunden gespielt, da hatte Patrick Thoresen die Norweger bereits dank eines Doppelpacks (1. und 2.) mit 2:0 in Führung gebracht. Martin Roymark erhöhte in der 6. Minute auf 3:0.

Danach nahm Bundestrainer Koelliker den unglücklich agierenden Dennis Endras für Dimitrij Kotschnew aus dem Tor. Doch auch der künftige Hamburger musste nach Gegentoren von Lars Erik Spets (24.), Juha Kaunismaki (25.) und Jonas Holos (28.), Thorensen (33.), Per-Age Skröder (34.) und Mats Tryyg (35.) quasi im Minutentakt hinter sich greifen. Im dritten Drittel war dann wieder Endras gegen Skröder (41.), Mads Hansen (44.) und Trygg (53.) chancenlos. Die deutschen Treffer von Patrick Reimers (39.), Justin Krueger (42.), Marcus Kink (47.) und Christopher Fischer (58.) wurden von den angereisten deutschen Fans mit ironischen Gesängen wie "Oh, wie ist das schön" und "Finale, oho" bedacht.

Für das deutsche Eishockey bedeutete der Vorrunden-K.-o. einen schweren Rückschlag, nachdem das DEB-Team in den vergangenen zwei Jahren jeweils mindestens unter die besten acht gekommen und bei der rauschenden Heim-WM 2010 nur knapp an einer Medaille gescheitert war.

Beim 2:1 gegen Dänemark nach Toren von Greilinger (38) und Gogulla (49.) hatte Koelliker Torwart Endras noch "eine Weltklasse-Leistung" attestiert.

( (sid) )