Oliver Dittberner: „Die Emotionen unserer Fans verstehe ich“

Hamburg. Dem bitteren 1:3 nach Verlängerung im Oddset-Pokal bei Hansa-Landesligist FC Türkiye ließ Altona 93 ein 6:1 zum Oberliga-Auftakt gegen Aufsteiger Buxtehuder SV folgen. Trainer Oliver Dittberner, 45, stellte sich den Fragen des Abendblatts.

Hamburger Abendblatt:

Ein rundum gelungener Saisonstart, oder?

Oliver Dittberner:

Wir haben gut gespielt. Eine schöne Premiere. 6:1 habe ich im ersten Spiel noch nie gewonnen.

Somit ist Ihr Team Erster ...

Dittberner:

Eine Momentaufnahme. Mich interessiert die ganze Saison.

Der Pokal gehört dazu. Die Fans waren enttäuscht vom Ausscheiden bei Türkiye!

Dittberner:

Trainerteam und Mannschaft auch. Keiner findet Niederlagen klasse. Nur ist der Pokal voller Unwägbarkeiten. Die Teamleistung lässt sich über eine Saison besser beurteilen.

Manche Fans werfen Ihnen vor, der Pokal interessiere Sie nicht. Einer beschimpfte Sie nach dem Aus bei Türkiye lautstark auf dem Platz. Trifft Sie das?

Dittberner:

Noch mal: Der Pokal interessiert uns alle sehr wohl. Aber soll ich mich nach einer Niederlage daheim einschließen? Ich schaue nach vorn. Die Emotionen der Fans verstehe ich. Das gehört zum Fußball dazu. Nicht jedes Wort ist so gemeint. Außerdem möchte ich eine Lanze für unsere Fans brechen.

Bitte sehr.

Dittberner:

Wir hatten heute 800 Zuschauer. Altona 93 ist ein besonderer Club. Auch wegen dieser tollen Atmosphäre arbeite ich sehr gerne hier.

Und holen dieses Jahr den Titel?

Dittberner:

Das werden wir sehen. Ich bin zu 1000 Prozent überzeugt, dass wir eine sehr starke Mannschaft haben.

Den offensiven Spielstil mit viel Ballbesitz behalten Sie bei?

Dittberner:

Wir spielen offensiv – und haben für jedes Spiel eine eigene Strategie. Klappt sie, kann das so gut aussehen wie das Spiel heute.