Curslacks rabenschwarze Wochen

Ex-Titelkandidat nach 0:3 in Dassendorf weit von Oberliga-Spitze weg. Trainer Henke: „Es ist brutal“

Hamburg. Vermutlich ahnte Curslacks Trainer Torsten Henke schon am Sonnabendmorgen: Das wird wieder ein frustrierender Spieltag. Liga-Obfrau Marion Bartels hatte Henke vier Stunden vor dem Spielbeginn in Dassendorf angerufen. Torwart Frederic Böse und Abwehrchef Martin Sobczyk, nach ihren Roten Karten eigentlich wieder spielberechtigt, waren auf der Internetseite für den Online-Spielbericht noch gesperrt. Die nächste Hiobsbotschaft für Henke, denn der in der Woche verpflichtete Ersatztorwart Sebastian Maack war beruflich verhindert. Doch Bartels konnte die Sache rechtzeitig mit dem Verband klären.

Böse und Sobczyk durften ran – und konnten das 0:3 nicht verhindern. Fast eine Halbzeit lang war Curslack besser. Mit dem unberechtigten Platzverweis für Stürmer Kristof Kurczynski (42., Gelb-Rot) änderte sich das. Dassendorf nutzte in Hälfte zwei seine Überzahl und kam durch die Treffer von Dennis Tornieporth (51., 68.) und Beytullah Atug (62.) zum sicheren Dreier.

„Ich weiß nicht, woran es liegt. Ob ich das zweite Tor halten kann, ist mir scheißegal“, sagte Böse. Inkonstanz und fehlende Widerstandskraft nach dem ersten Gegentor machte Sobczyk als Gründe für die Niederlage aus.

„Es ist brutal“, fasste Henke das Gesehene zusammen. Nach einem Traumstart mit zehn Punkten und 18:2 Toren aus vier Spielen rutschte sein Team ab. Fünf der letzten sechs Partien gingen verloren. Trotz namhafter Verstärkungen wie Sobczyk oder Sa Borges Dju. „Bei uns saßen nur noch drei Stürmer auf der Bank“, sagte Henke. Der dünne Kader rächt sich nun. Dazu kommen jede Woche andere Probleme. Mal sind es Feldverweise, dann ist die Chancenverwertung schlecht, oder es passieren fahrlässige Abwehrfehler. Findet Henke keine Lösung, steht Curslack vor einer enttäuschenden Saison.