Bülent Imanci: „Ich wusste nicht, was ich sonst machen sollte“

Hamburg. Mit einem wundervollen Treffer ebnete Joker Bülent Imanci Barmbek-Uhlenhorst den Weg zum 3:1 im Oberligaspiel gegen Blankenese. Der trickreiche Offensivspieler über sein Tor, freundliche Worte des Trainers und eine feine Eckballvariante.

Hamburger Abendblatt:

Geht der Sieg insgesamt in Ordnung?

Bülent Imanci:

Auf jeden Fall. Wir haben das Spiel nur in der zweiten Halbzeit kurz aus der Hand gegeben. Mit den Einwechslungen konnten wir es verdient für uns entscheiden.

Sie schlenzten den Ball nach einer Ecke aus 16 Metern aus dem Stand ins Netz. Viele andere Spieler hätten abgezogen…

Imanci:

Ich war nach meiner Einwechslung noch nicht lange im Spiel. Als der Ball auf mich zukam, wusste ich nicht, was ich sonst machen sollte.

War das heute die Wiedergutmachung für das 2:4 im Pokal in Osdorf?

Imanci:

Wir führten dort zweimal. Dann sahen wir schlecht aus. Aber wir hatten das vorher schon abgehakt.

Von Ihrem Trainer Frank Pieper erhielten Sie nach dem Spiel ein Sonderlob. Was hat er Ihnen gesagt?

Imanci:

Er sagte mir, dass ich in die Stammelf gehöre. Das sagte er mir im Training auch schon. Er hält viel von mir. Seine Worte tun mir gut. Ich habe heute nur nicht von Anfang an gespielt, weil ich aus persönlichen Gründen zuletzt nicht so viel trainieren konnte.

Trainiert Ihr solche Eckballvarianten wie vor dem 3:1 eigentlich extra?

Imanci

(lacht): Nein. Eigentlich trainieren wir Standards auf den ersten Pfosten. Neulich haben wir bei einem Sieg einfach nur die Zeit an der Eckfahne runtergespielt. Heute taten wir nur so, spielten plötzlich weiter und machten dann ein schönes Tor.

Barmbek ist jetzt Dritter. Wohin führt der Weg der Mannschaft?

Imanci:

Wir können unter die ersten fünf Teams kommen. Das Potenzial dazu haben wir auf alle Fälle.