Torsten Henke: „Ich habe gedacht, ich bin im falschen Film“

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Hamburg. Mit 5:0 überrollt der SV Curslack-Neuengamme Buchholz 08 und springt in der Oberligatabelle auf Rang drei. Erfolgstrainer Torsten Henke über ungewohnte Gefühle an der Seitenlinie, die Gier seines neuen Stürmers Ivan Sa Borges Dju und den Lerneffekt aus Spielen des Hamburger SV.

Hamburger Abendblatt:

Herr Henke, nach dem Spiel sollte Sie jemand kneifen…

Torsten Henke:

Das hat mittlerweile tatsächlich jemand getan. Wir haben tatsächlich 5:0 gegen Buchholz gewonnen. Das ist ein unglaubliches Ergebnis.

Ihr Team hat doch Klasse!

Henke:

Ja, aber die Duelle mit Buchholz waren immer eng. Nach dem 3:0 dachte ich an der Seitenlinie, ich bin im falschen Film. Man stellt sich auf enge 90 Minuten ein – und erlebt plötzlich entspannt einen hochverdienten Sieg. Solche Tage sind eine schöne Ausnahme.

Ihr Neuzugang Ivan Sa Borges Dju schaffte einen Hattrick in 13 Minuten. Kriegt er ein Sonderlob?

Henke:

Er ist ein Strafraumspieler mit sehr starker körperlicher Präsenz. Und von unserem neuen, offensiven 4-2-3-1 profitiert er als zentraler Stürmer besonders, wenn er so gut bedient wird.

Gewöhnen Sie ihm seine Diskussionsbereitschaft mit Schiedsrichtern ab?

Henke:

Wir sprachen darüber. Das ist verschwendete Energie. Heute stand er vor dem 4:0 nach einem Foul wieder auf und traf. Das zeigt seine Gier auf Tore.

Wie macht sich Victorias Neuzugang Sobczyk in Ihren Augen?

Henke:

Sehr gut. Ein gestandener Spieler, mit 26 Jahren vom ersten Tag an Führungsperson und Abwehrchef.

Könnte Ihr Team jetzt abheben?

Henke:

Wir werden uns nicht blenden lassen und konzentriert zu Werke gehen. Nach dem 3:3 letzte Woche auf Schalke dachten alle, der HSV startet durch. Das war auch nicht der Fall.

Bleibt das Saisonziel unverändert?

Henke:

Ich rede nicht vom Titel. Wir wollen unter die ersten Fünf.

( (misch) )

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