Thomas Seeliger: „Nur hinten drin stehen ist nicht unser Spiel“

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Norderstedt. Beim 2:2 gegen den BV Cloppenburg holte Aufsteiger Eintracht Norderstedt mit einer fußballerisch starken Vorstellung seinen ersten Punkt in der Regionalliga Nord. Trainer Thomas Seeliger über die Trainingsarbeit von Doppeltorschütze Jan Lüneburg, den robusten Sechser Jürgen Tunjic und den großen Offensivgeist seiner Mannschaft.

Hamburger Abendblatt:

Ein munterer Schlagabtausch endet 2:2. Sind Sie zufrieden mit der Leistung?

Thomas Seeliger:

Ein Trainer ist doch nie zufrieden. Wir haben uns viele Chancen erarbeitet. Im Defensivspiel waren wir aber viel zu nachlässig und lagen daher auch zweimal hinten.

Jan Lüneburg kam erst nach nach 22 Minuten für den verletzten Ghazaryan. Wieso spielte er nicht von Beginn an?

Seeliger:

Jan war in der Trainingsarbeit noch nicht da, wo er sein sollte. Jürgen Tunjic hatte den besseren Eindruck gemacht und begann deshalb als unser Angreifer. Die zwei Tore zeigen, dass Jan nun auf einem guten Weg ist.

Als Stürmer Lüneburg kam, zogen Sie den 38-jährigen Tunjic neben Steffen Heinemann zurück auf die Sechs. Wieso?

Seeliger:

Ich wollte unser 4-2-3-1 nicht aufgeben. Jürgen hat bei mir früher sogar Innenverteidiger gespielt. Er hat das prima gemacht. (lacht) Und wir haben nun einen Sechser mehr.

Wie lange wird Ihr Team für die Umstellung auf die Regionalliga brauchen?

Seeliger:

Das weiß ich nicht. In der Regionalliga wird mehr Fußball gespielt. Mehr Tempo, mehr Aggressivität, bessere Schiedsrichter. Daran müssen sich die Jungs gewöhnen.

Sie haben 90 Minuten nach vorne gespielt. Wollten Sie nie den Punkt sichern?

Seeliger:

Nur hinten drin stehen ist nicht unser Spiel. Wir wollen frech auftreten und nach vorne spielen.

Auch bei Titelfavorit Wolfsburg II?

Ja. Und wenn wir weniger Fehler machen, ist da was drin.

( (misch) )

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