Meiendorf wirft den vierten Oberligaclub aus dem Pokal

Amateurfußball: 1.0-Sieg in Schnelsen, Chaos in Bergedorf

Noch zweimal siegen. Blankeneses Interimstrainer Sven Piel ist mit seiner Mannschaft dem Sieg im Hamburger Oddset-Pokal wieder ein Stück näher gekommen. Im Duell der Hammonia-Landesligisten schlug seine SV Blankenese den SV Sasel mit 6:5 nach Elfmeterschießen und steht im Halbfinale. "Es war ein fürchterliches Fußballspiel. Der einzige Grund für die Zuschauer, sich das anzugucken, war die Frage, wie es ausgeht", sagte Piel nach der Partie und lobte "die kompakte Spielweise der Saseler". Im Elfmeterschießen machte Torwart Claus Hencke die 85 Fans an der Simrockstraße mit zwei gehaltenen Strafstößen glücklich.

Eine künftige psychische Doppelbelastung schloss Piel nach der Siegesfeier gleich aus. "Bei uns philosophiert keiner darüber, wie es sein könnte, den Pokal in die Luft zu stemmen. Wir konzentrieren uns jetzt voll auf die Landesliga." Das müssen die Saseler nun auch tun - in der letzten Halbserie mit Trainer Andreas Reinke. Der Verein gab bekannt, dass Reinke seinen Vertrag nach elf Jahren in Diensten des Vereins nicht verlängern wird.

Mal an die eigene Nase fassen. Als Angstgegner für die Oberliga-Konkurrenz erweist sich der Tabellen-13. Meiendorfer SV vor allem im Pokal. Nach Bergedorf (3:2), Curslack (2:1) und Condor (1:0 nach Verlängerung) schlug das Team von Matthias Stuhlmacher nun mit Germania Schnelsen bereits den vierten Oberligaclub aus dem Feld. Den 1:0-Auswärtssieg am Riekbornweg stellte Dominik Balcer (43. Minute) mit einem Distanzschuss sicher.

Während einige Schnelsener Verantwortliche nach dem Spiel den Zustand des Kunstrasenplatzes bemängelten und die Frage stellten, ob das Spiel überhaupt hätte angepfiffen werden dürfen, genoss Meiendorfs Trainer Matthias Stuhlmacher den Halbfinaleinzug - und konterte die Vorwürfe. Schnelsen selbst habe unbedingt spielen wollen und solle sich nicht beschweren, obwohl dies ja am Riekbornweg so üblich sei. "Es ist wie so oft: Wenn Schnelsen verliert, war das Tor zu klein, der Ball zu groß, oder man hat morgens was Falsches gegessen. Sich an die eigene Nase zu fassen, ist hier offenbar nicht möglich", sagte Stuhlmacher.

Verlässlich chaotisch. Oberligist Bergedorf 85 bleibt konsequent auf Zickzackkurs. Nach wochenlangem Machtkampf zwischen Trainer Alfred Gerdts und Hakan Karadiken, der nun doch keinen offiziellen Posten bei den Elstern übernimmt, trat Teammanager Sven Meyer von seinem Amt zurück. Gründe nannte er keine. Fortsetzung folgt.