Elbbrücken stoppen den HEBC

Aufsteiger kommt zu spät und verliert zum Auftakt der Landesliga Hammonia kampflos die Punkte

Hamburg. Um 19.21 Uhr gab es Szenenapplaus am Sportplatz Kiesbarg. Angeführt von Kapitän Thorsten Wolgast stürmten fünf Spieler des HEBC auf die Anlage des FC Süderelbe. Doch um 19.30 Uhr entschied Schiedsrichter Dennis Voß (TuS Dassendorf), die für 19 Uhr angesetzte Partie nicht anzupfeifen. Sie wird wahrscheinlich mit 3:0 für den FCS gewertet.

Gestoppt wurde der Aufsteiger von einem besonderen Gegner: den Elbbrücken. "Wir sind um 16.15 Uhr losgefahren und in einen Stau geraten", erklärte Manager Tilo Gesper. Später seien Ausweichstraßen und Abfahrten dicht gewesen. Sechs Kilometer vor dem Sportplatz setzten die Gäste alles auf eine Karte. Fünf Spieler schlugen sich joggend und per Anhalter zum Kiesbarg durch. Trainer Tom Woltemath, wie vier seiner Spieler per HVV gekommen, hatte mit Voß und Süderelbes Manager Matthias Nehls verhandelt, 25 Minuten Aufschub erwirkt. Es half nichts, denn die Trikots steckten noch im Stau.

So schlichen neun Eimsbütteler Kicker todtraurig in die Kabine. Woltemath war enttäuscht, "dass ich mit Süderelbes Manager um Minuten feilschen musste. Jedem kann so etwas passieren." Wolgast meinte, es handle sich "immer noch um Amateurfußball", und verstand die Welt nicht mehr. "Ich habe 15 Minuten länger gewartet, als es die Regel vorsieht. Der HEBC hatte keine komplette Spielkleidung. Ich musste so handeln", begründete Voß. Nehls stimmte zu: "Wir haben vergangene Saison in der Woche um 18 Uhr beim FC Elmshorn gespielt und waren pünktlich."