Spuckaffäre: GSK-Trainer Durak für 18 Monate gesperrt

Hartes Urteil: Durak Demir, Trainer des Landesligaklubs GSK Bergedorf, wurde im Zuge der „Spuckaffäre“ vom Sportgericht wegen grob unsportlichen Verhaltens für anderthalb Jahre gesperrt.

Er soll Barsbüttels Berater Werner Gorski am Rande eines Spiels angespuckt haben. "Wir überlegen, gegen das Urteil Berufung einzulegen", erklärte GSK-Manager Seweryn Malyk . Sollte das Urteil rechtskräftig werden, müssen sich die Bergedorfer nach einem anderen Trainer umschauen. "Das werden wir in aller Ruhe angehen", so Malyk weiter.

Hartes Urteil: Durak Demir, Trainer des Landesligaklubs GSK Bergedorf, wurde im Zuge der "Spuckaffäre" vom Sportgericht wegen grob unsportlichen Verhaltens für anderthalb Jahre gesperrt. Er soll Barsbüttels Berater Werner Gorski am Rande eines Spiels angespuckt haben. "Wir überlegen, gegen das Urteil Berufung einzulegen", erklärte GSK-Manager Seweryn Malyk . Sollte das Urteil rechtskräftig werden, müssen sich die Bergedorfer nach einem anderen Trainer umschauen. "Das werden wir in aller Ruhe angehen", so Malyk weiter.


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Bergedorf 85 empfängt am Sonntag (15 Uhr) den VfL Wolfsburg II, unangefochtener Tabellenführer der Oberliga Nord. Doch die "Elstern" sind einer von nur drei Klubs, die die "Wölfe" bereits besiegen konnten: Das Hinspiel gewannen sie mit 2:1. Auswärts sind die Wolfsburger jedoch noch ohne Niederlage. "Gegen den VfL werden wir automatisch defensiver agieren, weil sie uns hinten rein drücken werden", weiß Trainer Rüdiger Schwarz . Doch wie schon am vergangenen Wochenende könnten gleich fünf (!) Defensivkräfte ausfallen: Benjamin Kruse , Paul Deron, und Andre Feddern stehen nicht zur Verfügung, auch der Einsatz von Angelo Herrendörfer und Kay Göttsch ist fraglich.


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Wedels Manager Detlef Kebbe wurde unlängst mit dem Oberligaklub Altona 93 in Verbindung gebracht. Die Position des sportlichen Leiters stand zur Disposition - bei einem Gespräch mit den Verantwortlichen am Dienstag konnte jedoch keine Einigung erzielt werden. "Wir hatten in einigen Punkten unterschiedliche Auffassungen, so dass eine Zusammenarbeit nicht zu Stande kommt", sagte Kebbe. Auch sein Verbleib in Wedel nach der Saison steht noch in den Sternen - unabhängig davon, ob der TSV die Klasse hält oder nicht. Dafür hat Altona zwei Zusagen von aktuellen Oberligaspielern für die kommende Serie - die Unterschriften sollen am Wochenende erfolgen. Nach Informationen des Abendblatts soll einer von ihnen Abwehrspieler Kay Göttsch vom Konkurrenten aus Bergedorf sein.


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Victorias Linksfuß Stephan Rahn , vielleicht der beste Spieler der Hamburg-Liga in dieser Saison, hat auch für die kommende Saison an der Hoheluft zugesagt. Doch die Zusage kam denkbar knapp zustande: "Zwei Stunden, nachdem ich meinen Vertrag unterschrieben hatte, klingelte Altona 93 bei mir durch", erzählt "Rahner". "Da mich die Oberliga sportlich reizt und ich aus Altona komme, hätte ich mir das gut vorstellen können. Doch ich habe Verständnis dafür, dass mich Victoria nicht zu einem Konkurrenten aus dem Vertrag lässt, zudem ich mich hier auch wohl fühle. Sollte sich jedoch noch mal etwas höherklassiges ergeben, würde mir der Klub wohl keine Steine in den Weg legen." Hansa Rostock ließ Rahn mehrfach beobachten, über die Oberligamannschaft könnte er sich dort für den Profibereich empfehlen, wo auch sein Bruder Christian aktiv ist. Schon vor zwei Jahren spielte der 24-Jährige bei einem Profiklub in Norwegen vor und überzeugte - der Wechsel scheiterte nur an den Ablöseforderungen seines damaligen Vereins SC Concordia.


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Der SC Europa muss bis zum Saisonende auf seinen Neuzugang Köksal Arslan verzichten. Grund: Er war im Winter beim VfL 93 im Gespräch, absolvierte dort zwei Freundschaftspiele. Es lag jedoch keine Gastspielgenehmigung vor. Nun wurde er auf die Intervention vom Barsbütteler SV vom Hamburger-Fussball-Verband gesperrt. Die Barsbütteler wollten eigentlich eine Spielumwertung erreichen, da sie die Partie gegen den SC Europa (mit Arslan) mit 3:4 verloren hatten. Die Punkte bleiben jedoch bei Europa, der erst 19-jährige Spieler muss nun allerdings zuschauen. "Das ist ein absolutes Unding von den Barsbüttelern", sagt Europas Trainer Bülent Tinas-Topal . "Da wird jemand bestraft, der eigentlich gar nichts dafür kann."


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Persönlich sehr enttäuscht äußerte sich Jörn Großkopf nach seiner Entlassung beim Niendorfer TSV. "Ich kann das nicht verstehen. Vor wenigen Wochen hat man noch mit mir verlängert und nun ist das Vertrauen nicht mehr da. Ein oder zwei Chancen hätte ich mir noch gewünscht oder zumindest ein Gespräch mit den Verantwortlichen, wo man sich um andere Lösungsmöglichkeiten bemüht", so ein geknickter Coach. "Ich habe mir in der Sache nichts vorzuwerfen, aber es ist mir eben nicht gelungen, das Potenzial der Mannschaft über einen längeren Zeitraum herauszukitzeln, denn nach dem schwachen Start in der Hinrunde hat die Mannschaft ja gezeigt, was in ihr steckt." Bis zum Saisonende wird nun Andreas Laas , Onkel des HSV-Profis Alexander Laas das Training übernehmen. Wer in der neuen Saison an der Seitenlinie stehen wird, ist noch nicht klar. Manager Manfred Tholen beginnt in dieser Woche mit seinen Nachfolgern Marcus Scholz und Carsten Wittiber mit den Gesprächen.


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Im Nachholspiel der Hamburg-Liga konnte sich der SC Concordia gegen den BSV Buxtehude mit 2:0 durchsetzen und rückte in der Tabelle auf den dritten Rang vor. "Wir haben die Partie hochverdient gewonnen und wollen einmal sehen, was nun noch möglich ist", hat Andreas Klobedanz den Titel noch nicht ganz abgeschrieben, weiß aber auch, dass es sehr schwer werden wird, das Führungsduo vom Meiendorfer SV und dem SC Victoria noch einzuholen. "Beide sind in ihren Leistungen sehr stabil. Im Moment sieht alles nach einem Zweikampf aus", so Klobedanz. Die Treffer in einer einseitigen Begegnung erzielten nach torloser erster Hälfte Gerrit Jakobs und Mathias Pornhagen . Die Elf von Wolfgang Nitschke muss ihre Punkte gegen den Abstieg nun an anderer Stelle holen. Vielleicht ja schon am Sonntag, wenn es zum nächsten Top-Team, dem SC Condor, geht (10.45 Uhr).


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Am kommenden Sonnabend, dem 31. März, ist Meldeschluss für die Oberliga. Der Stand der Vereine der Hamburg-Liga, die in Frage kommen, sieht folgendermaßen aus: Der SC Victoria und der SC Condor verzichten definitiv auf eine Meldung. Auch beim Meiendorfer SV sind die Chancen auf ein Minimum zusammengeschrumpft. Kurzzeitige Gerüchte, Eintracht Norderstedt könnte schon in diesem Jahr den Aufstieg anpeilen und melden, verwies der neue Trainer Marco Krausz in das Reich der Märchen. Bleiben der SC Concordia und der SV Lurup, die für die Abschiedssaison der Oberliga Nord gemeldet haben. Die unmittelbare sportliche Verknüpfung scheint bei beiden Vereinen nicht notwendig zu sein. Lurups Oliver Dittberner sieht die Meisterschaft nicht als unbedingte Voraussetzung für einen Aufstieg an. Auch im Marienthal bröckelt die Aussage von Manager Rollo Stein : "Wir steigen nur auf, wenn wir Meister werden." Cordis Trainer Andreas Klobedanz sagt dazu: "Wenn wir Meister werden, steigen wir ganz sicher auf. Wenn Vereine, die vor uns stehen, aber nicht wollen und wir der nächste Kandidat sind, werden wir uns noch einmal zusammensetzen und beraten, ob es sinnvoll ist."


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Horst Lehmann befindet sich derzeit auf seiner Abschiedstournee durch die Stadien der Hamburg-Liga. Der ehemalige Kotrainer und derzeitiger Pressesprecher des BSV Buxtehude kann dieses Amt in der kommenden Saison nicht mehr wahrnehmen. "Es tut mir sehr leid, weil ich sehr an der Mannschaft hänge und diesen Job sehr gerne gemacht haben, aber meine berufliche Situation lässt es einfach nicht mehr zu, regelmäßig bei den Spielen dabei zu sein", so ein trauriger Lehmann.


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Vor zwei Wochen hatte Oliver Zapel seinen Abschied als Spielertrainer bei TuS Hamburg (Landesliga Hansa) verkündet. "Ich möchte perspektivisch arbeiten. Am liebsten in der Hamburg-Liga", sagte er zur Begründung. Mittlerweile laufen seinen Planungen. "Es sieht ganz gut aus, aber spruchreif ist noch nichts", so Zapel, der die unverhoffte Trainersuche beim Niendorfer TSV als "interessant" bezeichnete. Auch NTSV-Manager Manfred Tholen wollte sich den Namen Zapel auf seiner Liste notieren.