Berlin/München (dpa/tmn). Grundsätzlich dürfte die Lage auf den Autobahnen am kommenden entspannt werden. Allerdings gibt es moderaten Rückreiseverkehr, und die angekündigte Protestwoche der Bauern hat begonnen.

Am zweiten Wochenende des Jahres (12. bis 14. Januar) dürfte es eigentlich relativ wenig Reiseverkehr auf den Autobahnen geben. Der ADAC erwartet, dass es dort „vielerorts ruhig“ zugeht.

Was den Verkehr bremsen kann, ist etwas Rückreiseverkehr, den das Ferienende in Hessen nach sich zieht und die deutschlandweite Protestwoche der Bauern.

Diese hat am 8. Januar begonnen und könnte den Verkehr zeitweise „erheblich beeinträchtigen“, so der ADAC, der zum Thema eine eigene Infoseite eingerichtet hat.

Ansonsten dürfte sich die Lage auch laut Auto Club Europa (ACE) grundsätzlich normalisieren. Neben dem üblichen Berufs- und Pendelstaus am Freitagnachmittag und dem moderaten Reiseverkehr am Samstag in Richtung der Wintersportgebiete dürfte daher mit nur wenigen Störungen zu rechnen sein.

Am ehesten droht Staugefahr laut ACE am Samstag auf der Autobahn A 8 in Richtung München und auf der A 7 in Richtung Füssen. Als klassische Winterstaurouten in Richtung der Berge nennt der ADAC die A8 (München – Salzburg), die A93 (Innsbruck – Kufstein), die A95 (München – Garmisch-Partenkirchen) und die A99 (München-Umfahrung). Dort dürfte samstags und sonntags vor allem in den Vormittags- und Abendstunden etwas mehr los sein.

Am Sonntag macht sich sonst noch der Rückreiseverkehr ab Mittag bis in den Abend bemerkbar. Dazu gesellen sich Tagesausflügler.

Der ACE rechnet mit erhöhtem Verkehrsaufkommen in den Großräumen München, Stuttgart und Rhein-Main sowie auf den folgenden Routen (oft in beiden Richtungen):

A 1Köln - Dortmund - Bremen - Hamburg - Lübeck
A 3Frankfurt/Main - Würzburg - Nürnberg - Passau
A 5Basel - Karlsruhe - Frankfurt/Main
A 6Mannheim - Heilbronn - Nürnberg
A 7Hamburg - Hannover - Würzburg - Ulm - Füssen/Reutte
A 8Salzburg - München - Stuttgart - Karlsruhe
A 9München - Nürnberg - Berlin
A 10 Berliner Ring
A 61Ludwigshafen - Koblenz - Mönchengladbach
A 81Würzburg - Heilbronn - Stuttgart - Singen
A 93Rosenheim - Kiefersfelden
A 95München - Garmisch-Partenkirchen
A 99Umfahrung München

In Österreich und in der Schweiz sind vor allem die Zu- und Abfahrten der Wintersportgebiete anfällig für Staus. Auch die Transitrouten können sich füllen. Generell sind in Österreich vor allem die Tauern-, Inntal- und Brennerautobahn, die Fernpass-Route sowie die Tiroler, Salzburger und Vorarlberger Bundesstraßen betroffen.

Zudem werden auf der Tauernautobahn zwischen Golling und Pfarrwerfen der Ofenauer und der Hiefler Tunnel sowie die Tunnelkette Werfen saniert. Hier ist mit deutlich längeren Fahrzeiten zu rechnen.

In der Schweiz rechnet der ADAC speziell auf der Gotthard-Route, den Zufahrtsstraßen der Skigebiete Graubündens, des Berner Oberlands, des Wallis und der Zentralschweiz mit größeren Verzögerungen.

Wartezeiten an der Grenze sind möglich

Bei der Einreise von Österreich nach Deutschland werden kurze Wartezeiten erwartet. Wie lange man an den Übergängen Walserberg (Salzburg - Bad Reichenhall), Kiefersfelden (Kufstein Süd - Kiefersfelden) und Suben (Ort i. Innkreis - Pocking) warten muss, sieht man online bei der österreichischen Infrastrukturgesellschaft Asfinag.