Einsame Fincas, eine bedeutende Orgel und der lebenswerteste Ort der Welt

Liebe Mallorca-Freunde, Palma wurde jetzt als „lebenswertester Ort der Welt“ ausgezeichnet. Die britische Tageszeitung „The Times“ hat der Balearen-Hauptstadt diesen Titel verliehen. Damit setzte sie sich beim jährlichen Ranking unter 50 Städten weltweit durch und schaffte es 2015 auf Platz eins. Gelobt wurden von den Reiseredakteuren des Blattes vor allem die Gastronomie, die Infrastruktur und die Strände.
Wenn Sie Palma entdecken wollen, Insider-Tipps brauchen oder Informationen über Strände, Restaurants oder Museen benötigen – kein Problem mehr. Vor ein paar Tagen schaltete die Inselhauptstadt im Internet ihre neue Website www.visitpalma.com. Das Portal richtet sich an alle Urlauber und präsentiert das gesamte touristische Angebot der Stadt. Die Website ist in vier Sprachen verfasst, auch in Deutsch. Künftig wird es zusätzlich eine Version für Handys und Tablets geben. Zusätzlich wurde das kostenlose WLAN-Netz rund um die stadtnahen Strände ausgebaut.

Aufregende Premiere im Hafen von Palma: Am 25. Mai geht das größte Kreuzfahrtschiff der Welt vor Anker. Die 360 Meter lange „Allure of the ­Seas“ macht an der neuen Mole fest. Mehr als 6000 Passagiere finden auf dem riesigen Schiff Platz. Restaurants, Bars und Sehenswürdigkeiten sind auf den Ansturm vorbereitet. Das Spektakel wird sich künftig wöchentlich wiederholen. Denn die „Allure“ wird ab sofort Palma regelmäßig ansteuern.Die Baleareninsel ist mittlerweile zu einem Hauptziel für Kreuzfahrer geworden. Mehr als eine Million Feriengäste besuchen jedes Jahr Mallorca per Schiff.

Der Trend, Ferien abseits der turbulenten Tourismuszentren zu machen, nimmt zu. „Einsame Fincas irgendwo im Inselinneren sind gefragter denn je, aber auch exotische Orte wie Klöster und Fischerhütten“, berichtet Beate Keller von der Online-Plattform Rusticbooking. Zwei Tipps: Casetes de Pescador, kleine einfache Fischerhütten im Süden der Insel, und die renovierte Herberge des Klosters Santuari de Cura bei Algaida. Die Häuser der Casetes de Pescador gehören zu einer alten Fischer-Siedlung. Sie liegen unmittelbar am Meer, nahe des Es-Trenc-Strandes. Die Zimmer der romantischen Kloster-Herberge wurden aufwendig modernisiert. Die Cura, wie das Kloster genannt wird, liegt auf dem Gipfel des Berges von Randa in einem der schönsten Naturgebiete Mallorcas (www.rusticbooking.com). Ein großes Angebot an Fincas gibt es auch unter www.fincas4you.com.

Für Santanyí ist es eine kleine Sensation. Denn seit ein paar Tagen darf sich die Gemeinde im Südosten der Insel rühmen, in ihrer Kirche Sant Andreu am Plaza Mayor die bedeutendste Orgel Spaniens zu haben. Als neunte Stadt ist sie in den erlauchten Kreis der Vereinigung European Cities of Historical Organs (ECHO) aufgenommen worden. Das Musikinstrument gehört zu den besterhaltenen Werken des mallorquinischen Orgelbauers Jordi Bosch. Die Orgel ist echte Handarbeit, sie entstand 1762. Beeindruckend sind ihre einzigartige Fassade und ihre Klangqualität.

Die Tage der 28 beliebten Pferdedroschken in Palma sind offenbar gezählt. Die Tierschutzorganisation Assaib fordert die Abschaffung dieser Touristenattraktion. Der Grund: Tierquälerei. Sie hat bereits 80 000 Unterschriften gesammelt. Vor ein paar Tagen hatte ein an der Kathedrale stehendes Kutschpferd einen Hitzeschlag erlitten. Gegen den Besitzer wurde Anzeige erstattet. Angeblich hatte das Pferd nicht den vorgeschriebenen Medizin-Check erhalten. Die Tierschützer empfehlen, Oldtimer statt Pferdekuschen einzusetzen.Das Dorf Selva am Fuße der Serra de Tramuntana führt einen Freitagsmarkt ein, auf dem ausschließlich Bergprodukte der Region angeboten werden. Es handelt sich um Handwerks- und Agrarerzeugnisse wie Weine, Olivenöle, Mandeln, Seifen, Keramiken und Textilien, wie sie im Tramuntana-Gebirge Tradition haben. Der Markt findet bis Ende Oktober an jedem Freitag von 16 bis 20 Uhr statt.

Wenn zu kurz, hier noch eine Meldung

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