Vier-Sterne-Resort direkt am Wasser

Kleine Fluchten: Die Van der Valk Ferienanlage in Drewitz liegt an der Mecklenburgischen Seenplatte in Alleinlage mitten im Wald

In völliger Ruhe, an der Mecklenburgischen Seenplatte, liegt das Van der Valk Naturresort Drewitz. Hier hat das holländische Familienunternehmen, gemeinsam mit der TUI, deutschlandweit das erste „Viverde“ Hotelkonzept verwirklicht. Die junge Marke steht für Nachhaltigkeit und Naturnähe abseits des Massentourismus. Dabei werden hohe Qualitäts- und Umweltstandards gesetzt. Neben Individualität und regionalem Flair ist das auch ein solider Vier-Sterne-Komfort. Natürliche Erholung soll in einer Zeit voller Stress entschleunigen. Mindestens vier aktive Naturerlebnisse pro Woche gehören dazu wie geführte Fahrradtouren, Nordic Walking, Kräuterlehrgänge, Geocaching, Fotoexkursionen oder Wanderungen mit dem Förster.

Die Ferienanlage mit einem Haupthaus, 26 Ferienhäusern und 22 Apartments steht mitten im Wald, im Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide und ist das einzige Anwesen direkt am Drewitzer See, der zu den zehn klarsten in Deutschland gehört. Damit das auch so bleibt, sind Motorboote grundsätzlich verboten, allein drei Ruderboote dürfen gleichzeitig auf den immerhin 4,6 Kilometer langen See. Eine Bahn- oder Busverbindung nach Drewitz gibt es nicht, das Anwesen liegt abseits jeder Zivilisation. Wer möchte, kann sich vom Flugplatz Rostock-Laage, Linstow oder dem nächsten Bahnhof in Malchow abholen lassen. Jedoch führt der Europaradweg Berlin-Kopenhagen fast am Hotel vorbei. Wer auf dem Zweirad vorbeikommt, kann hier eine Pause machen, denn soviel gesunde Ruhe gibt es andernorts kaum noch.

Drewitz ist ein geschichtsträchtiger Ort. 1982 ließ es der DDR-Stasichef Mielke zum 70. Geburtstag von Erich Honecker als Jagdresidenz errichten, die gesamte Nossentiner Heide war danach Staatsjagdgebiet. 1989 stürmten aufgebrachte Bürger das Anwesen und wunderten sich über den eher piefigen Luxus. Danach kaufte ein Bremer Unternehmer das Anwesen und baute Ferienhäuser in den Wald. 2012 kaufte es die Van der Valk-Gruppe. Allein die Naturnähe reicht heute einem anspruchsvollen Gast nicht mehr.

Die Ferienhäuser sind modern und umweltfreundlich eingerichtet, mit Vollholzmöbeln, Naturmaterialien wie Baumwolle, Mülltrennung und Energiedämmung, alle mit Kamin. Die fünf Suiten im Haupthaus hat man weitgehend authentisch gelassen. Großer Beliebtheit erfreut sich vor allem die 100 Quadratmeter große Heidesuite, die ehemalige Honeckersuite mit gestreifter Tapete, plüschiger Sitzecke und Erichbild überm Ehebett. Es gibt viele Fans des Vintage-Stils, die extra deshalb nach Drewitz kommen.

Im Gegensatz dazu ist das neue Restaurant topmodern, und 2014 wurde auch das schöne Bootshaus, direkt am Ufer, saniert. Alle gastronomischen Einrichtungen haben eine Terrasse mit Wasserblick. Gekocht wird regional, leicht und frisch. Es gibt einen eigenen Kräutergarten mit Hochbeeten. Marmeladen, Gelees oder Chutneys stammen aus eigener Herstellung. Der Fisch kommt frisch von den Müritzfischern, das Gemüse von Ökobauern aus der Umgebung und das Wild natürlich aus der Nossentiner Heide.

Im Sommer lockt der See mit einem eigenen Badestrand. Für die kälteren Jahreszeiten stehen Hallenschwimmbad und Sauna zur Verfügung, außerdem gibt es einen Fitnessraum, Aqua Fitness, Lachyoga oder Pilates, dazu eine Reihe von Wellnessanwendungen wie ayurvedische und hawaiianische Massagen, die amerikanischen Raindrop oder Hot Chocolate Massagen.

Die idyllische Inselstadt Malchow ist zwölf Kilometer entfernt, von hier aus fahren die Dampfer nach Waren/Müritz oder Plau am See. Zehn Kilometer weiter südlich liegt der Sparower Teerofen. Er zeigt ein altes Handwerk, wie es einmal typisch war für die Gegend.

Nördlich von Drewitz geht es lange durch den Wald bis ins nächste Van der Valk Resort Linstow und zum Golfplatz Serrahn, dahinter in siebzehn Kilometer Entfernung liegt Krakow am See. Dort gibt es das berühmte Sternerestaurant von Michael Laumen „Ich weiß ein Haus am See“, und wer rechtzeitig reserviert, kann sich hier einen ganz besonderen Abend gönnen, natürlich mit Blick auf den Krakower See.