Grüße aus Mallorca

Eine kulinarische Safari und die Kunst, ein Hotel zu vermarkten

Eine kulinarische Safari und die Kunst, ein Hotel zu vermarkten

Liebe Mallorca-Freunde, die kleine Gebirgsgemeinde Deiá am Fuße des 1064 Meter hohen Puig des Teix in der Serra de Tramuntana hat sich einen Namen als Mallorcas Künstlerdorf gemacht. Maler, Schriftsteller, Musiker und Filmschauspieler wie Peter Ustinov, Pablo Picasso, Robert Graves, Andrew Lloyd Webber und Pierce Brosnan siedelten sich hier an. Hollywoodstar Michael Douglas war von der Gegend so begeistert, dass er die Bucht von Deiá für zehn Millionen Dollar kaufen wollte. Anfang der 90er-Jahre war das Dorf Schauplatz der populären ZDF-Serie „Hotel Paradies“.

Deiá entwickelt sich zum Anziehungspunkt für kunstinteressierte, betuchte Feriengäste. Das Fünf-Sterne-Haus La Residencia im Ort trägt der neuen Entwicklung Rechnung. „Wir sind das erste Hotel, das die Kunst fördert“, sagt Ulisses Marreiros, der neue General Manager. Die schönsten Gemälde des Ortes hängen im Hotel. Eine Kunstsammlung mit etwas mehr als 700 Bildern, geschaffen von 85 Malern aus der Region. Kuratorin Cecile Sheridan bittet jeden Dienstag interessierte Hotelgäste zur künstlerischen Entdeckungstour. Die „Walk and Talk Art Tour“ führt zu vielen kleinen Galerien in den Seitengassen von Deiá. Auch das Hotel mit zwei Herrenhäusern aus dem 17. Jahrhundert und 67 Zimmern und Suiten präsentiert sich an den Hängen des Tramuntana wie ein Kunstwerk (www.hotel-laresidencia.com, Tel. 0034/971/639011).

Speisen auf höchstem Niveau – das war angesagt bei der kulinarischen Safari im St. Regis Mardavall Mallorca Resort. Ein Event der Sonderklasse, das sich 220 internationale Gäste nicht entgehen lassen wollten. Zuvor machte Sternekoch Thomas Kahl von dem hoteleigenen Restaurant Es Fum einen Bummel über Palmas Stadtmarkt El Olivar. Der Küchenchef strebte in die Fischhalle und verriet: „Mein Lieblingsfisch ist der Lubina, in Deutschland als Wolfsbarsch bekannt. Im Sommer solle man sich jedoch für einen Fisch aus dem Atlantik entscheiden. Das warme Mittelmeerwasser mindert die Qualität.“ Am Abend präsentierte Kahl seine Kochkunst: Hummer, Filet und Bries vom Kalb und Jakobsmuscheln auf Kaninchen. Der Höhepunkt waren Jakobsmuscheln. „Sie stammen aus Norwegen“, verriet der Küchenchef. „Es sind die besten.“ (www.restaurant-esfum.com/de/, Tel. 0034/971/629629).

Über zu hohe Preise an Mallorcas Stränden klagen immer mehr Urlauber. Wie das „Mallorca Magazin“ feststellt, reichen die Preise für zwei Liegen plus Sonnenschirm von acht Euro in Capdepera im Nordosten der Insel bis zu 15 Euro am Es Trenc sowie an der Playa de Palma. Die Verleiher wehren sich gegen Kritik. „Wir schaffen es nicht mehr, unsere Kosten zu decken", sagt Juan Navas, der seit 25 Jahren mehrere der insgesamt 208 mallorquinischen Badestrände gepachtet hat. Die Gebühren seien gestiegen, und die Zahl der Rettungsschwimmer habe sich erhöht. Dennoch haben jetzt erste Urlauber auf die Wucherpreise reagiert: Sie kaufen sich eigene Sonnenschirme und breiten ihre Badetücher auf dem Sand aus.

Wenn Sie Urlaub im Landesinneren machen, könnten Sie frühmorgens durch Gewehrschüsse geweckt werden. Denn seit einigen Tagen darf wieder gejagt werden. Im Juli geraten vor allem Kaninchen unter Beschuss. Ab 15. August endet die Schonzeit für Wachteln, Tauben und Hasen. Neben Schusswaffen werden auch Hunde für die Jagd eingesetzt. Auf der Insel gibt es rund 20 000 aktive Jäger. Sie dürfen 16 Tiere pro Tag schießen