Grüße aus Mallorca

Biermesse und Opernball sollen mehr Gäste auf die Insel locken

Liebe Mallorca-Freunde, der Februar steht im Zeichen der Mandelblüte, ihr Anblick verzaubert immer wieder die Insel. Ein Blütenmeer, so weit das Auge reicht. Eine Million Besucher kommen jährlich, um den "Schnee von Mallorca" zu bewundern. Wir sind mit einer Wandergruppe an der Küste im Norden unterwegs. "Die Mandelblüte startet Mitte Januar gleichzeitig hier oben im Norden und im Südosten zwischen den Dörfern Ca's Concos und Alqueria Blanca", sagt Wanderführer Masio Vicenc. Jeden Tag breitet sie sich ein Stück weiter westwärts aus, Anfang März entfalten die Bäume am Fuße des Tramuntana-Gebirges als letzte ihre zarte Pracht. Es gibt noch etwa fünf Millionen Mandelbäume auf der Insel. Die Zahl hat sich in den vergangenen 20 Jahren deutlich verringert. Die Pflege der Plantagen ist den Bauern zu aufwendig. Die Inselregierung versucht, den Bestand zu erhalten.

Ein neues Hotel macht auf sich aufmerksam. Gleich zu Beginn der Saison, am 10. März, empfängt das Alcudia Petit Hotel im Norden der Insel seine ersten Gäste. Es ist das sechste Haus der kleinen mallorquinischen, familiengeführten Hotelgruppe Can Calco Hotels, die mit dem Can Calco in Moscari am Fuße der Serra de Tramuntana begann. Das Petit Hotel hat zwölf modern eingerichtete Zimmer. Es befindet sich in einem historischen Gebäude an der Stadtmauer von Alcudia. Ein idealer Ausgangspunkt für Urlauber, die mit Auto oder Fahrrad die Insel erkunden wollen (www.alcudiapetithotel.com, Telefon: 0034/971/51 52 60).

Historische Gebäude auf der Insel werden neuerdings immer öfter zu Hotels umgebaut. Aus dem heruntergekommenen Altstadtpalast Can Fàbregues im Zentrum von Palma soll jetzt ein Fünf-Sterne-Hotel werden. Käufer der Immobilie ist der Unternehmer Miguel Conde Moragues. Er erwarb das Haus für 1,1 Millionen Euro bei einer Versteigerung der Balearen-Regierung. Der Hotelier ist auf den Umbau alter Häuser spezialisiert. In Palma gehören ihm bereits zwei in Hotels verwandelte Altstadtpaläste: die Luxusherberge Can Cera, die 2011 den Betrieb aufnahm, und Calatrava, das in wenigen Monaten seine Türen öffnen wird.

Palmas legendäres Fischrestaurant Rififi im Stadtteil Porto Pi ist schon seit 50 Jahren allererste Wahl. Nach kurzer Winterpause eröffnet es am 13. Februar wieder. Empfehlenswert ist das täglich wechselnde dreigängige Mittagsmenü für 20 Euro. Sehr gut ist auch der Gamba-Cocktail für zehn Euro oder die Fischsuppe für zwölf Euro. Alle Fischgerichte werden nach Wunsch zubereitet. Wie kam das Rififi eigentlich zu seinem Namen? Der Großvater des heutigen Wirtes hatte in Frankreich gelernt und war ein Kinofan. Der spannende französische Kriminalfilm aus dem Jahr 1955 hatte ihn nachhaltig beeindruckt. Und so nannte er schon sein erstes Lokal, eine Snackbar, nach dem Thriller. Den Namen übernahm er dann für sein Fischrestaurant, das er 1963 in Palma eröffnete. Heute wird das Lokal von seinen Enkeln Tomeu und Jesús betrieben. Das Rififi gilt als Klassiker unter den Fischrestaurants (Telefon: 0034/971/402 035, www.restauranterififi.com).

Auf der Insel ist künftig Busfahren angesagt. Die Regierung will den Busverkehr besonders auch den Urlaubern schmackhaft machen. Vor allem in den touristischen Zentren Mallorcas wie beispielsweise in Palmanova, Magaluf, Santa Ponsa, Paguera und Puerto d'Andratx sollen ganz spezielle Busrouten erarbeitet werden. Mit Ticketrabatten für Hotelbesucher und einer Informationskampagne im Internet sowie in den Geschäften soll die Nutzung des öffentlichen Bussystems attraktiver und zugänglicher gestaltet werden.

Eine Biermesse und ein Opernball sollen während der Nebensaison mehr Gäste und Touristen nach Mallorca locken. Die beiden Events sind Teil eines Projekts, das jetzt von Palmas neuer Tourismusstiftung Fundación Turismo 365 verabschiedet wurde. Insgesamt sind 33 Veranstaltungen geplant. Bereits im April soll eine mehrtägige Messe rund um den Gerstensaft realisiert werden. Und schon im Mai gibt es für die Freunde des Schlagers und der Popmusik ein Fan-Treffen des Eurovision Song Contests. Als Austragungsort des SemperOpernballs im Frühjahr nächsten Jahres ist das Teatre Principal im Gespräch. Weitere geplante Highlights: die Verleihung der europäischen Filmpreise und die Kunstnacht "Nit de l'Art".