Sport am Wochenende

Bargteheide will mit Derbysieg die Play-offs anpeilen

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Arne Bachmann
Im Hinspiel siegten die Bargteheider 88:72: Hier wirft Ibrahim Jabby gegen den Bergedorfer Manasseh Amoah (Nr. 6) auf den Korb.

Im Hinspiel siegten die Bargteheider 88:72: Hier wirft Ibrahim Jabby gegen den Bergedorfer Manasseh Amoah (Nr. 6) auf den Korb.

Foto: Henrik Bagdassarian

Basketballer empfangen den Tabellenletzten TSG Bergedorf. Was außerdem am Wochenende im Stormarner Sport passiert.

Bargteheide.  Zwei der besten Basketballclubs der Region treffen aufeinander. Stormarns stärkstes Tischtennisteam hat seine Nummer eins zurück. Und die Badminton-Asse aus Trittau präsentieren sich erstmals im neuen Jahr dem eigenen Publikum. Außerdem: Die Bargteheider Handballerinnen liegen auf Titelkurs, und Fußballer sind auswärts im Einsatz. Das Stormarner Sport-Wochenende im Überblick.


Basketball: Als die TSV Bargteheide Bees im vergangenen Oktober bei den TSG Bergedorf Stargazers antraten, war es ein Duell zweier Kellerkinder in der 1. Regionalliga Nord. Mit einem Auswärtssieg (88:72) distanzierten sich die Stormarner vom bis dato größeren Nachbarn – und mittlerweile liegt in der Tabelle viel Luft zwischen beiden Mannschaften.

Während die Bees (Platz 7/18 Punkte) als Aufsteiger sogar um die Play-offs spielen, kämpfen die Bergedorfer (12./4) um den Klassenerhalt. Zuletzt feierten die Stargazers einen immens wichtigen Auswärtssieg beim Oldenburger TB. Die TSG hatte die Partie selbst als „Do or die“-Spiel bezeichnet. Auch die verbleibenden fünf Partien haben für die Hamburger wohl eine solche Bedeutung. Die Bargteheider müssen beim Versuch, noch in die Top vier vorzustoßen, aber ebenfalls nachlegen. „Wir sind größtenteils wieder gesund und haben einiges gutzumachen“, sagt Trainerin Şükran Gencay nach der deutlichen 66:95-Niederlage gegen Tabellenführer VfL Stade. Viele Spieler waren von Krankheiten geschwächt.

Trainerin der Bargteheide Bees erwartet keine Geschenke

Einen einfachen Gang erwartet die Trainerin indes nicht, auch wenn mit dem Lokalrivalen das Tabellenschlusslicht nach Bargteheide kommt: „Die Platzierung von Bergedorf spielt keine Rolle, denn es gibt keine leichten Spiele und schon gar keine Geschenke in dieser Liga.“ Die Favoritenrolle liegt trotzdem bei den Bees. Das betont auch Bergedorfs Trainer Björn Fock. Er traue Bargteheide die Play-offs zu, sagt er. Bees-Spielmacher Jeremy Ingram, der im Hinspiel verletzt gefehlt hatte, ist nach Ansicht von Fock sogar der beste Amerikaner der Liga. Das Derby wird am Sonnabend, 11. Februar, in der Halle der Dietrich-Bonhoeffer-Schule (Am Schulzentrum) ausgetragen. Beginn ist um 18 Uhr.


Badminton: Auf dem Weg zurück in die Bundesliga zählt für den TSV Trittau am Sonntag, 12. Februar, nur ein Sieg. Um 13 Uhr empfängt der Spitzenreiter der 2. Bundesliga Nord die sechstplatzierte SG EBT Berlin in der Sporthalle des Trittauer Gymnasiums (Heinrich-Hertz-Straße). Im Hinspiel in der Hauptstadt setzten sich die Stormarner mit 5:2 durch, obwohl einige Leistungsträger fehlten. Im ersten Heimspiel des Jahres wollen die Trittauer möglichst noch deutlicher siegen: Für ein 6:1 oder 7:0 gibt es nämlich einen Zusatzpunkt in der Tabelle.

Tischtennis: Für Tischtennis-Regionalligist TSV Bargteheide endet die lange Winterpause – und das noch längere Warten auf seinen besten Spieler. Leon Abich, die Nummer eins des Drittliga-Absteigers, hat die gesamte bisherige Saison verpasst. Nun kündigte der Verein für das Auswärts-Wochenende bei Eintracht Bledeln (Sonnabend, 18 Uhr) und Union Salzgitter (Sonntag, 14 Uhr) Abichs Comeback an. Ob die Kraft für beide Spiele reiche, sei noch offen.

Für den TSV Bargteheide (Platz 5/11:7 Punkte) ist es ein richtungsweisendes Wochenende. Mit zwei Siegen könnten die Stormarner direkt auf Rang zwei oder drei springen und sogar eine Restchance auf den Titel wahren. Verliert der TSV beide Spiele, wäre sogar der Klassenerhalt wieder in Gefahr.

Auch der andere Regionalligist aus dem Kreis Stormarn ist in Niedersachsen im Einsatz. Der SV Siek (6./11:9) gastiert am Sonnabend um 17 Uhr in Salzgitter. Für Tischtennisfans, die nicht so weit fahren möchten, lohnt der Blick eine Spielklasse tiefer: In der Oberliga empfängt der SSC Hagen Ahrensburg am Sonnabend (15 Uhr, Dänenweg) Bargteheides zweite Mannschaft zum Stormarnduell.


Handball: Nach einigen Wochen Pause geht es für die Handballerinnen des TSV Bargteheide nun wieder Schlag auf Schlag. In der Woche manifestierte das Team von Trainer Andreas Frank seine Tabellenführung in der Landesliga Süd durch ein 29:17 bei der SG Todesfelde/Leezen II. Am Sonntag geht es mit einer Pflichtaufgabe vor eigenem Publikum weiter. Zu Gast in der DBS-Halle ist der Tabellenvorletzte VfL Bad Schwartau. Anpfiff ist um 14.45 Uhr.


Fußball: Der Schock am vergangenen Wochenende saß tief bei den Landesligafußballern des Ahrensburger TSV – weniger wegen der 2:3-Niederlage im ersten Punktspiel des Jahres gegen den Bramfelder SV als vielmehr angesichts der schweren Schulterverletzung, die sich Mihai Bitez zuzog. Der Stürmer wird monatelang ausfallen. Nun müssen die Schlossstädter beweisen, dass sie auch ohne ihren besten Torjäger der vergangenen Jahre bestehen können. Erste Gelegenheit dazu ist das Auswärtsspiel am Sonntag beim SC Condor (11.30 Uhr, Berner Heerweg). Unter anderem geht es für den ATSV (Rang 3/34 Punkte) noch darum, bestes Stormarner Team der Staffel zu bleiben.

Der FC Voran Ohe (7/32) befindet sich in Lauerstellung. Die Reinbeker sind ebenfalls am Sonntag in Hamburg im Einsatz. Um 13 Uhr wartet die HT 16 (Legienstraße).

Auf der eigenen Anlage präsentiert sich Stormarns bestes Frauenteam erstmals seit der Winterpause den Zuschauern: Oberligist SSC Hagen Ahrensburg trifft an der Hagener Allee auf den FSC Kaltenkirchen (Sonntag, 15 Uhr).

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