Reinfelds Trainer hat nach 6:3 viel zu kritisieren

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Trainer Pascal Lorenz war trotz des klaren Sieges nicht zufrieden.

Trainer Pascal Lorenz war trotz des klaren Sieges nicht zufrieden.

Foto: Henrik Bagdassaian / HA

Landesligafußballer laden nach starken 30 Minuten den Gegner zu Toren ein

Reinfeld/Steinburg.  Selbst rhetorische Fragen fördern mitunter überraschende Antworten zutage. Ob er mit dem Auftritt seiner Landesligafußballer zufrieden sei, wollte das Abendblatt nach dem deutlichen 6:3 (5:2) des SV Preußen Reinfeld beim Büchen-Siebeneichener SV von Pascal Lorenz wissen. Nach kurzer Bedenkzeit sagte der Reinfelder Coach: „Nee.“

Bevor die Stunde kam, an der Lorenz vieles auszusetzen hatte, zeigten die Karpfenstädter allerdings die wohl beste halbe Stunde seit langer Zeit. Auf das frühe Gegentor durch Timo Havemann (4. Minute) antworteten Ben Bäßler (7., 27.), Marcel Möller (10.), Philipp Bosbach (14.) und Dennis Lie (31.) mit fünf Treffern binnen 24 Minuten. „Das war wunderbar“, sagte Lorenz. Doch dann „haben wir mehr als zwei Gänge zurückgeschaltet und den Gegner zu Toren eingeladen. Wir hätten es deutlich konzentrierter und konsequenter zu Ende spielen und etwas für das Torverhältnis tun müssen“, so Lorenz weiter. Der vierte Saisonsieg geriet trotz der Büchener Treffer von Philipp Tastekin (36.) und Niclas Rau (84.) niemals in Gefahr. Das zwischenzeitliche 6:2 erzielte Christian Biermann (52.).

SV Eichede geht erstmals in der Saison nicht als Sieger vom Platz

In der Tabelle verkürzte der Oberliga-Absteiger den Rückstand auf den amtierenden Meister SV Eichede II. Nach vier Startsiegen musste die U23 der Steinburger beim 3:3 (0:1) bei Eutin 08 den ersten Punktverlust hinnehmen. Mit etwas zeitlichem Abstand könne er sich mit dem Ergebnis anfreunden, sagte SVE-Trainer Sebastian Fojcik. „Wir hatten die größeren Kraftreserven und haben nach der schwachen ersten Halbzeit im zweiten Durchgang mit hoher Intensität agiert. Ein Sieg wäre möglich gewesen. Aber natürlich ist man auch zufrieden, wenn man dreimal zurückliegt und dreimal zurückkommt.“

Auf jeden der drei Treffer von Eutins überragendem Stürmer Leon Dippert (14., 52., 65.) fanden die Stormarner eine Antwort. Zweimal glich Kevin Öz aus (51., 64.). Am Ende war es der eingewechselte Leon Nagorny, der bei einem Handelfmeter die Verantwortung übernahm und zum Endstand verwandelte (82.).

Der bisher beste Torschütze muss mit Knöchelverletzung raus

Eichedes bislang bester Torschütze Timon Henk (drei Saisontreffer) ging in Eutin leer aus – und muss möglicherweise noch länger auf sein viertes Saisontor warten. Nachdem er ohne Gegnereinwirkung umgeknickt war, wurde Henk in der 74. Minute mit stark geschwollenem Knöchel ausgewechselt. Eine Diagnose steht noch aus. Fojcik: „Wir hoffen, dass es halb so schlimm ist. Ein langer Ausfall wäre sehr bitter.“

( aba )

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