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Kreispokal: SV Hamberge dreht das Topspiel

| Lesedauer: 5 Minuten
Arne Bachmann
Spannendes Spiel im Fußball-Kreispokal: Der SV Hamberge trat der SG Elmenhorst/Tremsbüttel gegenüber: Marek Jasek (l., SV Hamberge) und Stefan Timm ( SG Elmenhorst/Tremsbüttel) lieferten sich ein hautnahes Duell.

Spannendes Spiel im Fußball-Kreispokal: Der SV Hamberge trat der SG Elmenhorst/Tremsbüttel gegenüber: Marek Jasek (l., SV Hamberge) und Stefan Timm ( SG Elmenhorst/Tremsbüttel) lieferten sich ein hautnahes Duell.

Foto: Henrik Bagdassarian

Die Verbandsligafußballer gewinnen beim Trainerdebüt gegen SG Elmenhorst/Tremsbüttel 2:1. Tangstedt schießt 16 Tore

Hamberge.  Es war das Topspiel der ersten Kreispokalrunde in Stormarn, und zumindest dramaturgisch wurde das Duell zwischen dem SV Hamberge und der SG Elmenhorst/Tremsbüttel den Erwartungen gerecht: Ein Platzverweis und ein verschossener Elfmeter vermieste den Gästen den Wettbewerb, während die Fußballer aus Hamberge beim Debüt von Trainer Kambis Tafazoli über eine erfolgreiche Wende jubeln durften. Durch ein 2:1 (0:1) in der Begegnung der beiden Verbandsligisten ist der SVH in das Achtelfinale eingezogen.

„In der zweiten Halbzeit hatten wir eine viel bessere Körperspannung“, sagte Tafazoli voller Lob über die Leistungssteigerung seiner Mannschaft. Der neue Coach meinte aber auch: „Es war insgesamt nicht so ein gutes Spiel.“

Viele Spieler hatten urlaubsbedingt Trainingseinheiten verpasst

Vor allem im ersten Durchgang war den Hausherren die schwierige Vorbereitungsphase anzumerken, in der zahlreiche Spieler urlaubsbedingt viele Trainingseinheiten verpasst hatten. Jan-Ole Hansen (12. Minute) brachte die Spielgemeinschaft früh in Führung.

Turbulenter wurde es im zweiten Durchgang, als Hamberge mit dem Ausgleichstreffer von Tobias Behrens (47.) einen Start nach Maß erwischte. In der 70. Minute dann der wohl mitentscheidende Platzverweis: Gästekapitän Mathis Hansen zog die Notbremse und sah dafür glatt Rot. „Dann wurden wir immer stärker, die Einstellung war eine andere“, sagte Tafazoli.

Der Siegtreffer fiel wie schon der Ausgleich nach einer Standardsituation. Neuzugang Marcel Dankert (kam vom SV Preußen Reinfeld) traf zum 2:1 (79.). Die Gäste hätten aber noch die Verlängerung erzwingen können. Der aus Trittau zurückgekehrte Stürmer Alexander Agné übernahm in der 83. Minute die Verantwortung, als es Foulelfmeter für die SG gab – und scheiterte an Hamberges Keeper Patrick Dombrowski.

Die beiden letzten Tests des TSV waren ausgefallen

Agnés Ex-Verein TSV Trittau zeigte bei seinem ersten Pflichtspiel seit dem gefeierten Verbandsliga-Aufstieg noch ungewohnte Ladehemmungen. Die 80-Tore-Offensive der vergangenen Saison beließ es beim klaren Außenseiter TSV Zarpen (Kreisklasse A) bei einem 3:0 (1:0).

„Man hat gemerkt, dass wir lange nicht gespielt haben“, sagte Trainer Matthias Räck. Die beiden letzten Tests des TSV waren ausgefallen. Zudem habe seine Mannschaft mit den Platzverhältnissen zu kämpfen gehabt. „Der Boden war steinhart. Der Ball ist gesprungen, als hätte man ihn auf Asphalt geprallt“, sagte der Gästetrainer.

Lucas Hildbrand (22.), Darijo Kramer (77.) und Marcel Bannenberg (83.) trafen für die Trittauer, die in der nächsten Runde auf den Titelverteidiger SV Eichede treffen – wie so oft in der jüngeren Vergangenheit. Räck reagierte mit Sarkasmus auf das Los. „Ich bin sehr begeistert“, sagte er ironisch. „Das Ziel Halbfinale können wir somit kaum erreichen. Eichede ist genau der Gegner, den man nicht haben will.“

Alle Verbandsligisten folgten in das Achtelfinale

Mit Oberligist SV Eichede (12:0 bei Roter Stern Kickers) und den Landesligaclubs Preußen Reinfeld (kampflos) sowie SSC Hagen Ahrensburg (6:1 beim SV Großhansdorf) waren die drei höchstklassigen Clubs bereits frühzeitig in die zweite Runde eingezogen. Abgesehen von der ausgeschiedenen SG Elmenhorst/Tremsbüttel und dem TuS Hoisdorf, der noch nicht im Einsatz war, folgten nun alle Verbandsligisten in das Achtelfinale.

Am deutlichsten machte es der WSV Tangstedt beim 16:0 (6:0) gegen den Tralauer SV. Janik Jensen (11., 18., 32.), Justin Jäger (12.) und Robbie Schlichting (13., 38.) sorgten gegen den B-Klasse-Club schon im ersten Durchgang für klare Verhältnisse. Nach dem Seitenwechsel fielen die Tore praktisch im Minutentakt. Kai-Lorenz Bosse (51.), Diyar Asif (55., 56., 84.), Tarek Abdalla (60., 65.), Mika Könemann mit einem lupenreinen Hattrick (68., 73., 75.) und Jarno Könemann (88.) schraubten das Ergebnis in die Höhe.

Immerhin halb so hoch setzte sich der TSV Bargteheide beim SSV Großensee (A-Klasse) durch. Beim 8:0 (4:0) trafen Jan Luca Schulz (4., 10., 47.), Florian Henk (18., 63.), Luca Maximilian Schulz (37.), Jakob Henk (75.) und Lennart Richter (86.).

Teuer verkaufte sich C-Klasse-Club Rümpeler SV beim 0:3 (0:1) gegen den VfL Oldesloe. Lange blieb es bei der knappen Führung des Favoriten durch Timo Clasen (16.). Erst Erik Balschun (77.) und Jonas Nielsen per Eigentor (90.) machten alles klar.

Der STV Bad Oldesloe gewinnt gegen den VfL Rethwisch

Im Duell zweier Kreisligisten gewann der SVT Bad Oldesloe mit 4:2 (3:0) gegen den VfL Rethwisch. Caner Aslangiray (17.) und Veysel Kara (20., 31.) brachten die Gastgeber auf die Siegerstraße. Später traf Bilal Abressi Touré (74.) zum zwischenzeitlichen 4:1. Rethwisch verkürzte durch Clemens Kopp (64.) und Malte Gienow-Broers (85.).

Rethwischs Staffelrivale Bargfelder SV brauchte beim Brunsbeker SV (Kreisklasse C) mehr als eine Hälfte Anlaufzeit. Erst nach dem Seitenwechsel sorgten Jonas Röhrs (54.), Carsten Rüder (61.), Victor Janelt (69., 71.) und Florian Kuhlmeier (85.) für den 5:0-Sieg.

Zwei Partien der ersten Pokalrunde stehen noch aus. Am Dienstag, 2. August, empfängt der Delingsdorfer SV (A-Klasse) den Verbandsligisten TuS Hoisdorf (20 Uhr, Lohe). Am Mittwoch, 10. August, trifft JuS Fischbek (C-Klasse) auf den Kreisligisten FC Ahrensburg (19.30 Uhr, Lohe). Das Achtelfinale wird am 30. August und 1. September ausgetragen.

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