Amateurfußball

Preußen Reinfeld will in der Oberliga bleiben

| Lesedauer: 5 Minuten
Arne Bachmann
So startet der SV Preußen Reinfeld in die neue Saison (hinten, v. l.): Mark Heinze, Lasse Czeschel, Christian Biermann, Nikita Bojarinow, Paul Treichel, Mika Czeschel, Florian Wurst, Alaa Nader, Phillip Hackbarth, Trainer Pascal Lorenz (Mitte, v. l.), Co-Trainer Dennis Sauer, Trainer Jan-Christian Hack, Torwarttrainer Dominik Lindtner, Kristof Rönnau, Christoph Böckelmann, Jonathan Marschner, Justin Cloppatt, Patrick Ellenberger, Jan-Henrik Schmidt, Betreuer Rainer Bohnstengel, Niclas Hinselmann, Marcel Dankert (vorn, v. l.), Tim Vogel, Marvin Zimmermann, Maximilian Grimm, Luis Mickeleit, Daniel Marco, Dominik Möller und Keita Izawa.

So startet der SV Preußen Reinfeld in die neue Saison (hinten, v. l.): Mark Heinze, Lasse Czeschel, Christian Biermann, Nikita Bojarinow, Paul Treichel, Mika Czeschel, Florian Wurst, Alaa Nader, Phillip Hackbarth, Trainer Pascal Lorenz (Mitte, v. l.), Co-Trainer Dennis Sauer, Trainer Jan-Christian Hack, Torwarttrainer Dominik Lindtner, Kristof Rönnau, Christoph Böckelmann, Jonathan Marschner, Justin Cloppatt, Patrick Ellenberger, Jan-Henrik Schmidt, Betreuer Rainer Bohnstengel, Niclas Hinselmann, Marcel Dankert (vorn, v. l.), Tim Vogel, Marvin Zimmermann, Maximilian Grimm, Luis Mickeleit, Daniel Marco, Dominik Möller und Keita Izawa.

Foto: SV Preußen Reinfeld

Fußballer aus der Karpfenstadt starten am Sonntag beim VfB Lübeck II in die Saison. Noch ist das Team nicht bei 100 Prozent

Reinfeld.  Die Generalprobe begann mit einem ordentlichen Patzer. Im Testspiel gegen den VfR Neumünster kassierte der SV Preußen Reinfeld nach zwei Minuten ein selbst verschuldetes Gegentor. Entscheidend und auch bezeichnend für den Trainer war aber weniger das Missgeschick an sich, als vielmehr die Reaktion darauf: „Wir haben uns nicht beirren lassen und im Gegenzug den Ausgleich gemacht“, lobt Pascal Lorenz seine Fußballmannschaft. „Das spiegelt die aktuelle Moral wider.“

Die robuste und disziplinierte Mannschaft hat sich auch fußballerisch entwickelt

Vor dem Oberligastart am Sonntag, 22. August, beim VfB Lübeck II (14 Uhr, Bei der Lohmühle) ist es aber nicht nur die mentale Stärke, die auf eine erfolgreiche Saison der Karpfenstädter hoffen lässt. Die seit jeher robuste und disziplinierte Mannschaft hat sich auch fußballerisch entwickelt. „Wir kreieren immer wieder Torchancen und sind bissig in der Verwertung. Da sind wir ein ganzes Stück weitergekommen“, sagt Lorenz. Das zeigte sich nicht zuletzt im Test gegen Neumünster, der nach dem frühen Aussetzer noch 4:1 für Reinfeld endete.

Es lief nicht immer rund in diesem Sommer. Einige interessante Testspiele mussten ausfallen, weil der Kreispokalwettbewerb nachgeholt wurde. Dort taten sich die Reinfelder gegen klassentiefere Gegner schwer und blieben im Finale gegen den SV Eichede (0:4) chancenlos.

Trainer ist mit den zwei Monaten Vorbereitung zufrieden

Seither aber hat der SVP seine Partien alle deutlich gewonnen und auch sonst Fortschritte gemacht. „Mit den zwei Monaten Vorbereitung bin ich insgesamt sehr zufrieden“, sagt Lorenz. „Wir haben an vielen Dingen gearbeitet, die wir verbessern und verändern wollten. Wir hatten Zeit, unsere Spielidee umzusetzen.“

Japanischer Neuzugang Keita Izawa schon spielberechtigt

Aufholbedarf sieht der Coach noch im Umschaltspiel nach Ballverlusten – und in der Schlussphase der Partien. „Wir verlieren ab der 70. Minute die Struktur. Das ist sicher auch eine Kraftfrage“, sagt Lorenz. „Es wird noch dauern, bis wir bei 100 Prozent sind.“ Trotzdem habe die Arbeit gefruchtet. Viel Input sei das für seine Schützlinge gewesen. „Sie nehmen das aber immer besser auf und setzen es gut um.“ Auch die Neuzugänge machen auf sich aufmerksam. Zuletzt kam die überraschende Verpflichtung von Keita Izawa hinzu und völlig überraschend liegt die Spielerlaubnis für den Japaner bereits vor. Nachdem der 23-Jährige leicht angeschlagen mit dem Training aussetzen musste, ist aber fraglich, ob er in Lübeck schon auflaufen wird. Lorenz: „Wir müssen aufpassen, dass wir ihn nicht verheizen.“

Der aus der Jugend des TSV Trittau verpflichtete Alaa Nader konnte seine Offensivqualitäten mehr als nur andeuten, erzielte zuletzt auch schon mehrere Tore. Mittelfristig könnte sein großes Plus seine Einzigartigkeit im Reinfelder Kader sein. „Er macht Laufwege, die andere nicht machen. Das hilft uns, hinter die gegnerische Abwehrkette zu kommen“, sagt Lorenz. „Dazu ist er unheimlich engagiert und wissbegierig.“

Mittelfeldmann Nikita Bojarinow wird nach langer Verletzungspause aber noch Zeit benötigen

Mittelfeldmann Nikita Bojarinow soll mit seiner Erfahrung vorangehen, wird nach langer Verletzungspause aber noch Zeit benötigen, um zu alter Robustheit und Spritzigkeit zurückzufinden. Ob der vom SV Eichede verpflichtete Marvin Zimmermann regelmäßig das Tor hüten darf, ist noch nicht entschieden. Die Alternative heißt Daniel Marco. Routinier Sebastian Simmich steht für absolute Notfälle bereit.

Mehrere potenzielle Stammkräfte fehlen allerdings noch, darunter die Innenverteidiger Jonathan Marschner (Folgen einer Hüft-OP), Christoph Böckelmann (Knorpelschaden) und Timo Schwartz (Verletzung an der Patellasehne). Auch Spielmacher Dennis Lie, Tim Vogel und Mark Heinze laborieren noch an unterschiedlichen Beschwerden. Benjamin Pirch und Philipp Bosbach sind gegen den VfB Lübeck II beruflich verhindert.

Pascal Lorenz sieht Eichede und Todesfelde als Favoriten

Im Schatten des Stadions an der Lohmühle wartet eine junge und talentierte Mannschaft zum Auftakt auf die Reinfelder, die in der Woche darauf ihr erstes Heimspiel gegen den PSV Neumünster bestreiten. Beide Gegner zählt Lorenz zu dem breiten Verfolgerfeld in der Oberliga Süd. „Ich sehe die Süd-Staffel als die deutlich stärkere an, wir werden um die Punkte ordentlich kämpfen müssen.“ Hinter seinen Favoriten SV Eichede und SV Todesfelde gehe es sehr ausgeglichen zu, glaubt Lorenz. „Lübeck II, der PSV und der Oldenburger SV sind sicherlich als sehr gut einzuschätzen, aber am Ende kann von den Verfolgern jeder jeden schlagen.“

Läuft es also perfekt, wäre sogar Rang vier und somit der Einzug in die Aufstiegsrunde möglich – der einfachste Weg zum Saisonziel Klassenerhalt. Wird es Platz fünf bis neun, geht es in der Abstiegsrunde gegen die Teams aus der unteren Tabellenhälfte der Nord-Staffel.

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