Amateurfussball

Ahrensburger TSV erwartet harte Landesliga-Saison

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Arne Bachmann
Zu den Stärken seiner Mannschaft gehört der Zusammenhalt, sagt Trainer Matthias Nagel. Kein Wunder: 29 Spieler des bisherigen Kaders sind geblieben.

Zu den Stärken seiner Mannschaft gehört der Zusammenhalt, sagt Trainer Matthias Nagel. Kein Wunder: 29 Spieler des bisherigen Kaders sind geblieben.

Foto: Ahrensburger TSV / HA

Fußballer wollen die Klasse halten. Zum Auftakt kommt an diesem Sonntag der TuS Berne auf den Stormarnplatz.

Ahrensburg.  So ein – auf den ersten Blick – defensives Saisonziel hat man vom Ahrensburger TSV lange nicht gehört: „Klassenerhalt“, sagt Trainer Matthias Nagel vor dem Auftakt in die Fußball-Landesliga. Hauptgrund für die neue Zurückhaltung ist aber nicht der Zustand seiner Mannschaft, sondern vielmehr der brutale Modus in den drei neu geschaffenen Elfer-Staffeln.

Bis zu drei von elf Teams müssen absteigen

Corona hat auch das Ligensystem gehörig durcheinandergewirbelt, nachdem es Saisonabbrüche, aber keine Absteiger gab. Nun will der Hamburger Fußball-Verband (HFV) innerhalb einer Spielzeit wieder Ordnung schaffen. Und dafür muss verschärft ausgesiebt werden. Bis zu drei von elf Teams pro Staffel werden am Saisonende in die Bezirksliga absteigen. Neben jeweils zwei festen Regelabsteigern müssen auch zwei der drei schlechtesten Drittletzten runter. Je nachdem, was in der Regional- und Oberliga passiert, ist auch ein nochmals vermehrter Abstieg möglich. „Ich hätte mir ein Übergangsjahr gewünscht“, sagt Nagel. „Nun wird es für viele sehr hart, zumal es ja auch nur 20 Saisonspiele gibt. Man kann also sehr schnell unten reinrutschen. Viele Clubs, die jetzt noch gar nicht damit rechnen, werden gegen den Abstieg kämpfen müssen.“

Stormarner wollen im gewohnt offensiven Stil spielen

Als Anwärter auf den Titel sieht Nagel den Eimsbütteler TV, SC Condor und Rahlstedter SC. Im besten Falle könne sich sein Team dahinter einordnen, im gesicherten Mittelfeld der kleinen Staffel. Dafür spricht, dass der ATSV seinen Kader erneut zusammengehalten hat. Stormarner dürften im gewohnt offensiven Stil spielen und können dabei auf die erprobten Abläufe vertrauen. Auch der erste Teil der Vorbereitung verlief gut.

Danach aber häuften sich die Probleme. Viele Spieler fehlten aus unterschiedlichen Gründen, die Folge war das frühe Pokal-Aus beim Düneberger SV (0:4). Auch zum Punktspielstart werden noch potenzielle Leistungsträger wie Bennet Gollin, Marc Misselhorn, Les Stewart und Jonas Vogler verletzt ausfallen. Marco Vogler steht nur noch als Standby-Spieler zur Verfügung. Das altbekannte Problem zwischen den Pfosten besteht weiterhin. Peter Grischke ist nach Verletzung ins Training eingestiegen, braucht aber noch Zeit. Niklas Issem zieht im Oktober für ein Studium nach Flensburg. Patrick Krysiak hat den Verein verlassen. Die Lösung soll noch kommen. „Wir sind dabei, einen Torwart zu verpflichten“, sagt Nagel.

Stürmer Benedikt Neumann-Schirmbeck ist neuer Kapitän

Neuer Kapitän ist Stürmer Benedikt Neumann-Schirmbeck (32), ansonsten bleibt vieles beim Alten. „Zu unseren Stärken gehört der Zusammenhalt“, sagt Nagel. „Auf dem Platz sind wir weiterhin sehr offensiv ausgerichtet, das ist auch die Philosophie der Mannschaft. Dadurch kassieren wir hinten den einen oder anderen Treffer, obwohl wir in der Abwehr gut besetzt sind.“

Auf eine ähnliche Spielweise setzt Ahrensburgs erster Gegner. Zum Auftakt (Sonntag, 15. August, 15 Uhr) kommt der TuS Berne auf den Stormarnplatz. „Das wird alles andere als ein Spaziergang“, warnt Nagel unter anderem vor Stürmer Marco Theis.

Im Laufe der Saison werden die Stormarner oft nach Hamburg fahren. Neben Berne und Nagels Favoriten-Trio spielen in der Landesliga 3 der SC Sternschanze, Hansa 11, Eintracht Lokstedt, SV Bergstedt und die Zweitvertretungen des SC Victoria und des HSV Barmbek-Uhlenhorst.

Voran Ohe startet schon am Freitag

In Staffel 2 spielen die beiden anderen Landesligaclubs aus dem Kreis (wir berichteten). Der FC Voran Ohe startet bereits am Freitag mit einem Heimspiel gegen den Klub Kosova (19.30 Uhr, Amselstieg) in seine Übergangssaison mit dem neuen Trainer Matthias Wulff und einigen neuen Spielern.

Für den Oststeinbeker SV geht es ähnlich wie für Ahrensburg in erster Linie um den Klassenerhalt. Das Team von Simon Gottschling tritt am ersten Spieltag ausnahmsweise am Sonntag zu Hause an. Zu Gast ist der benachbarte SC Vorwärts-Wacker Billstedt (15 Uhr, Meessen). Ein Sieg sei Pflicht, sagte Gottschling.

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