FUSSBALL

Schleswig-Holstein bricht Punktspielsaison ab

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Thomas Jaklitsch
Eichedes Tino Arp (2. v. l.) behauptet sich im Zweikampf gegen Tom Buhmann (Eutin 08). Beide Teams werden sich in dieser Saison wohl nicht mehr wiederbegegnen.

Eichedes Tino Arp (2. v. l.) behauptet sich im Zweikampf gegen Tom Buhmann (Eutin 08). Beide Teams werden sich in dieser Saison wohl nicht mehr wiederbegegnen.

Foto: Thomas Jaklitsch / Thomas JAKLITSCH

Die Pokalwettbewerb sollen zu Ende gespielt werden. Außerdem ruft der Fußball-Landesverband den „Derby-Cup“ ins Leben.

Ahrensburg.  In Schleswig-Holstein wird der Punktspielbetrieb der Fußballsaison 2020/21 in allen Spiel- und Altersklassen eingestellt. Das hat das Präsidium des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbands in einer außerordentlichen Sitzung beschlossen. Statt der Punktspiele soll ein „Derby-Cup“ ins Leben gerufen werden. Der Wettbewerb mit stark regionalem Anstrich auf freiwilliger Basis soll starten, sobald die Verfügungslage das wettkampfmäßige Aufeinandertreffen verschiedener Mannschaften erlaubt.

„Wir wollen damit Druck von unseren Vereinen nehmen und ihnen gleichzeitig die Möglichkeit bieten, schnellstmöglich in eine attraktive Wettbewerbsform zurückzukehren – mit vielen Lokalduellen, kurzen Wegen und getragen von der Freude über die Rückkehr auf die Fußballplätze“, sagt die für den Spielbetrieb verantwortliche SHFV-Vizepräsidentin Sabine Mammitzsch.

Alle Ergebnisse werden annulliert. Es gibt keine Auf- und Absteiger

Bezogen auf den Punktspielbetrieb der Saison 2020/21 hat sich das Verbands-Präsidium auf folgende Vorgehensweise geeinigt: Die bisher ausgetragenen Punktspiele in allen Alters- und Spielklassen werden annulliert, Auf- und Absteiger wird es nicht geben. Die Spielklasseneinteilungen der Saison 2020/21 werden für die Spielzeit 2021/22 übernommen. Ausgenommen hiervon sind Mannschaften, die in die Regionalligen aufsteigen. Verfahren zur Ermittlung von Aufsteigern in die Regionalligen werden unter Berücksichtigung der an einem Aufstieg interessierten Mannschaften von den zuständigen Ausschüssen erarbeitet.

Die Lotto-Pokalwettbewerbe der Herren und Frauen sollen zu Ende gespielt werden, sobald dies möglich ist, damit die bis zum aktuellen Zeitpunkt im Wettbewerb verbliebenen Mannschaften eine Chance haben, sich auf sportlichem Wege für die Teilnahme am DFB-Pokal in der Saison 2021/22 zu qualifizieren. Auch die Kreispokalwettbewerbe sollen nach Möglichkeit sportlich beendet werden.

Teilnahme am Alternativ-Wettbewerb ist freiwillig

Als attraktiver Ersatz für die nicht fortgeführten Punktspielrunden soll möglichst ab Anfang Mai ein „Derby-Cup“ als Alternativ-Wettbewerb zum regulären Spielbetrieb im Herren-, Frauen- und Jugendbereich starten. Die Teilnahme ist freiwillig, Vereine können auch weiterhin individuell Freundschaftsspiele verabreden. Mannschaften, die sich für den Wettbewerb anmelden, werden in Sechser-Gruppen mit anderen Teams aus dem Gebiet ihres politischen Kreises eingeteilt. Geplant sind einerseits Gruppen, die sich aus Mannschaften der Verbandsspielklassen (Oberliga, Landesliga, Verbandsliga und Kreisligisten, die sich freiwillig melden) zusammensetzen, sowie andererseits Gruppen mit Mannschaften aus den Kreisligen und Kreisklassen. In einer einfachen Runde werden die Gruppensieger ermittelt. Die Gruppensieger zweier einander zugeordneter Staffeln spielen den regionalen Derby-Sieger aus.

„Es ist uns bewusst, dass bei weiteren Lockerungen der Corona-Bekämpfungsmaßnahmen ein Zeitrahmen zur Verfügung stehen könnte, in dem die Beendigung einer ,einfachen Runde’ in einzelnen Spielklassen noch möglich wäre“, so Mammitzsch. „Im Präsidium sind wir allerdings mehrheitlich der Überzeugung, dass selbst das Ergebnis einer ,halben’ Serie angesichts der schwierigen Umstände kein adäquates sportliches Ergebnis darstellen würde, welches über Auf- und Abstieg entscheiden sollte.“

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