Auszeichnung

Stormarner Sporttalente werden mit 5000 Euro gefördert

| Lesedauer: 4 Minuten
Henrik Bagdassarian
Hanna Tendam (RFV Hoisbüttel) will kommendes Jahr bei den Junioren-Europameisterschaften in Frankreich starten.

Hanna Tendam (RFV Hoisbüttel) will kommendes Jahr bei den Junioren-Europameisterschaften in Frankreich starten.

Foto: Henrik Bagdassarian

Stiftungen der Sparkasse und des Kreissportverbandes unterstützen fünf Nachwuchsathleten aus Sparten Voltigieren, Schwimmen und Karate.

Bad Oldesloe.  Kaum Wettkämpfe und Trainingseinheiten nur unter Einhaltung strenger Hygieneregeln: Das stark durch die Corona- Pandemie reduzierte Sportjahr 2020 hat bei den leistungsorientierten jugendlichen Sportler im Kreis Stormarn für weitaus mehr Frust- als Erfolgsmomente gesorgt.

Die fünf Talente sind Mitglieder in drei Vereinen

Vereinzelt gab und gibt es aber auch positive Schlagzeilen. So wie diese: Die Stiftungen der Sparkasse Holstein und der Kreissportverband Stormarn unterstützen im kommenden Jahr wieder fünf Nachwuchs-Athleten mit insgesamt 5000 Euro. Die Abendblatt-Regionalausgabe Stormarn stellt die jungen Sportler vor, die den Förderpreis erhalten.

Hanna Tendam, Voltigiererin (RFV Hoisbüttel): Das jüngste Lob ihrer Trainerin dürfte bei Hanna Tendam runtergegangen sein wie Öl. „Auch ohne einen einzigen Wettkampf bestritten zu haben, hat Hanna sich im Training in diesem Jahr enorm weiterentwickelt“, sagt Ruth Jückstock von der Voltigierabteilung des Reit- und Fahrvereins aus dem Ammersbeker Ortsteils Hoisbüttel. „Die Qualifikation für die im kommenden Jahr in Frankreich geplanten Europameisterschaften der Junioren ist für Hanna somit eine enorm große, aber durchaus lösbare Herausforderung“.

Die erste Phase des coronabedingten Lockdowns im Frühjahr nutzte die 17 Jahre alte Vize-Landesmeisterin von 2019, um in den eigenen vier Wänden intensiv an der Körperspannung und Muskelkraft zu arbeiten. Ihre derzeit hervorragende Form verdankt Hanna nicht nur dem eigenen eisernen Willen, sondern auch den Schwestern Ruth und Ines Jückstock, die in der Voltigierabteilung mit viel Herzblut seit rund 30 Jahren die Fäden ziehen.

Corre Ahnsehl, Karatekämpfer (TSV Reinbek): Bei dem knappen Angebot an Wettkämpfen, die dieses Jahr ausgetragen wurden, präsentierte sich Corre Ahnsehl von seiner besten Seite: Bei den Hamburg Open stand der 16 Jahre deutsche Vize-Einzelmeister von 2019 im Teamwettbewerb der Jungen ganz oben auf dem Treppchen. Goldenes Edelmetall sicherte er sich ebenfalls im Einzelwettbewerb in seiner Gewichtsklasse (bis 55 Kilogramm) bei den international besetzten Berlin Open.

Jeweils eine Silbermedaille holte Corre beim U18-Euro-Cup in der österreichischen Gemeinde Maria Alm sowie beim U18-Randori im hessischen Wald-Michelbach. Der junge Reinbeker steigt kommendes Jahr in den Junioren-Bundeskader auf.

Cara Krumpmann, Karatekämpferin (TSV Reinbek): Von den Qualitäten der 16-jährigen Cara Krumpmann ist Timo Stieger-Fleischer restlos überzeugt. „Sie ist eine leidenschaftliche und intelligente Kämpferin, die ihre Gegnerin gern von Beginn an unter Druck setzt“, sagt der Vereinscoach der TSV Reinbek, der zugleich auch Landestrainer ist. Bei den Hamburg Open gewann das blonde Karatetalent im U16-Teamwettbewerb die Goldmedaille, Silber holte sie im Einzel.

Für kommendes Jahr hat Cara mit dem erreichen des U18-Endkampfes bei den Deutschen Meisterschaften ein festes Ziel vor Augen. Stieger-Fleischer: „Ohne wenn und aber - das Potenzial dafür hat sie.“

Elea Linka, Schwimmerin (SG Stormarn Barsbüttel): Die 19 Jahre alte Freiwasserschwimmerin der SG Stoba rückt zu Beginn des neuen Jahres – innerhalb des Bundeskaders des Deutschen Schwimm-Verbands – in den Nachwuchskader 1 auf. Elea Linka zählt somit zu den Kandidatinnen mit einer mittel- bis langfristigen Perspektive für die Integration in die Nationalmannschaft der Frauen.

In diesem Jahr sorgte Elea bei den Mittelrhein-Meisterschaften in Gummersbach-Lantenbach für eine große Überraschung, als sie über die Zehn-Kilometer-Distanz in der offenen Klasse im knappen Finish Team-Weltmeisterin Sarah Köhler (SG Frankfurt) auf Platz zwei und die bereits für die Olympischen Spiele 2021 in Tokio (Japan) qualifizierte Finnia Wunram (SC Magdeburg) mit rund einer Minute Vorsprung auf Rang drei verwies. Eine zweite Goldmedaille sicherte sie sich über 5000 Meter.

Hannah Gätjen, Schwimmerin (SG Stormarn Barsbüttel): Wie Teamkameradin Elea Linka zählt auch die 14-jährige Hannah Gätjen kommendes Jahr – als Mitglied des Nachwuchskaders 2 – zur Bundesauswahl des Deutschen Schwimm-Verbands. Zu Recht: Bei den Mittelrhein-Meisterschaften sicherte sie sich im Wettbewerb des Jahrgangs 2006 jeweils den Titel über die 2500- und 5000-Meter-Strecke.

Hannah, Elea Linka und Corre Ahnsehl erhalten bereits im zweiten Jahr hintereinander die Fördermittel. „Bei der Unterstützung junger Sportler legen wir Wert auf Nachhaltigkeit“, sagt Luise Paulsen von den Stiftungen der Sparkasse Holstein. „Deshalb unterstützen wir ein junges Talent auf seinem erfolgreichen Weg gern mehr als einmal.“

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Sport