Tischtennis

Sieks Reserve feiert gelungenes Regionalligadebüt

Vier Matches, vier Siege – Neuzugang Michael Zibell hinterließ bei seinem Einsatz für die Sieker einen überzeugenden Eindruck.

Vier Matches, vier Siege – Neuzugang Michael Zibell hinterließ bei seinem Einsatz für die Sieker einen überzeugenden Eindruck.

Foto: Thomas Jaklitsch

Die zweite Tischtennis-Herrenmannschaft gewinnt gegen TTC Düppel mit 8:4. Im zweiten Spiel folgt ein 3:9 gegen die Füchse Berlin.

Siek. „An so krumme Ergebnisse muss man sich erstmal gewöhnen“, sagte Stefan Zilz, Tischtennis-Sportwart des SV Siek, nach dem starken Debüt der zweiten Mannschaft in der Regionalliga Nord. Mit 8:4 besiegte der Aufsteiger den TTC Düppel. So ein Resultat wäre unter normalen Umständen gar nicht möglich gewesen. Doch in Zeiten vorn Corona ist einiges anders: Aktuell müssen die Tischtennisspieler auf die Austragung der drei Doppel verzichten, dafür werden alle zwölf Einzel ausgespielt – unabhängig davon, ob eine Mannschaft zwischenzeitlich bereits als Sieger feststeht. Zudem finden die Begegnungen ohne Zuschauer statt.

Fünfsatz-Matches gingen an den Gegner

„Das ist schade, die Tischtennis-Fans der Region haben ein Spiel auf hohem Niveau verpasst“, sagte Zilz. Auch in der zweiten Partie gegen die favorisierten Füchse Berlin schlugen sich die Sieker achtbar. Am Ende stand es zwar 3:9 – allerdings hätte die Niederlage auch knapper ausfallen können. Doch alle fünf Fünfsatz-Matches gingen an den Gegner. Matthias Bluhm fehlten gegen Diego Hinz im Schlussabschnitt beim Stand von 9:9 nur noch zwei Punkte zum Sieg, Spitzenspieler Mateusz Dzikowski führte gegen Thomas Englert im fünften Durchgang sogar mit 5:4, verlor dann etwas den Faden und machte überhaupt keinen Punkt mehr. „Trotzdem war das insgesamt ein erfreulicher Start“, urteilte Zilz. Ausschnitte aus beiden Partien sollen demnächst auf dem YouTube-Kanal der Sieker Tischtennisabteilung zu sehen sein.

Was sind die wichtigsten Erkenntnisse der ersten beiden Spiele? Sieks zweite Mannschaft ist in der neuen Spielklasse konkurrenzfähig. Vor allem Mateusz Dzikowski und Andreas Escher im oberen Paarkreuz werden es aber schwer haben, zu punkten – das ist insbesondere für den Polen etwas Neues. Bislang eilte Dzikowski von Sieg zu Sieg. Vergangene Saison gewann er 27 seiner 29 Matches, war damit bester Spieler der Oberliga Nordost und somit maßgeblich an Titelgewinn und Aufstieg beteiligt. Zilz: „Diesmal trifft er ausnahmslos auf starke Gegner, weil alle Mannschaften oben richtig stark besetzt sind. Aber er wird sich noch steigern.“ Auch das wurde deutlich: Mit Michael Zibell ist den Siekern eine Top-Verpflichtung gelungen. Der Neuzugang vom Staffelrivalen SC Poppenbüttel feierte mit zwei ungefährdeten Siegen gegen die Düppeler Emil Hu (3:1) und Johannes Heise (3:0) einen starken Einstand und bestätigte den guten Eindruck auch im Spiel gegen die Füchse, in dem er zwei weitere Siege gegen Daniel Bartels (3:1) und Diego Hinz (3:1) folgen ließ. Den dritten Punkt holte Till Rahberger, der auch gegen Düppel zweimal erfolgreich war. Mannschaftsführer Massi Habib (2), Bluhm und Dzikowski holten die übrigen Punkte. „Schade, dass es nach dem guten Auftakt jetzt nicht gleich nahtlos weitergeht“, sagte Zilz. Stattdessen müssen die Sieger fast anderthalb Monate pausieren, ehe die beiden nächsten Heimauftritte gegen den TSV Lunestedt (17. Oktober) und die Sportfreunde Oesede (18. Oktober) folgen.

Die Partie des Drittligateams wird verlegt

Auf eine längere Pause muss sich auch Sieks erste Mannschaft einstellen: Das für kommenden Sonnabend geplante Saisonauftaktspiel der Stormarner in der 3. Bundesliga Nord gegen den SV Union Velbert II wurde auf Bitten der Stormarner verlegt. Grund: Sieks russischer Neuzugang Konstantin Chernov erhält wegen Corona kein Visum für Deutschland. „Außerdem müssten unsere beiden Litauer Rimas Lesiv und Matas Vilkas nach ihrer Rückkehr in ihre Heimat in eine 14-tätige Quarantäne“, sagte Teammanager Klaus Bergmann.

Die Partie soll nun am 22. November nachgeholt werden – in der Hoffnung, dass sich die Situation bis dahin entspannt. Es dürfte nicht die einzige Spielverlegung bleiben. Bergmann: „Wir sind ja nicht die einzige Mannschaft in der Staffel, die ausländische Spieler in ihren Reihen hat und von den Reisebeschränkungen betroffen ist.“