Turnier

In Siek gibt es bald wieder Tischtennis der Extraklasse

Regionalligaspieler Andreas Escher ist einer von drei Siekern beim Nordmasters. Auch der TSV Bargteheide ist mit drei Spielern vertreten.

Regionalligaspieler Andreas Escher ist einer von drei Siekern beim Nordmasters. Auch der TSV Bargteheide ist mit drei Spielern vertreten.

Foto: Thomas Jaklitsch

Die Nordmasters-Premiere findet entgegen Hoffnungen der Organisatoren ohne Zuschauer statt. 18 Topspieler aus dem Norden sind dabei.

Siek. Das für kommenden Sonntag (16. August) geplante erste Tischtennis-Nordmasters in der Sieker Mehrzweckhalle findet entgegen der Hoffnungen der Organisatoren nun doch noch ohne Zuschauer statt. „Die neue Corona-Landesveroordnung lässt Besucher im Hallensport leider noch nicht zu“, sagt Turnierleiter Stefan Meder aus Bargteheide, der die erste größere Sportveranstaltung der Region seit dem Lockdown gemeinsam mit der Tischtennisabteilung des SV Siek auf die Beine stellt.

„Das ist einerseits schade, weil wir aus unserer Sicht auf eine begrenzte Zahl von Zuschauern gut vorbereitet gewesen wären. Andererseits haben wir für die Bedenken der Entscheidungsträger natürlich Verständnis, weil die Infektionszahlen ja wieder nach oben gehen und die Sicherheit aller Beteiligten auch bei uns an oberster Stelle steht.“

Hartmut Lohse führt das Teilnehmerfeld an

Tischtennis-Fans können zwar nicht mittendrin, aber doch dabei sein: Die meisten Matches des Einladungsturniers werden als Livestream (Info auf www.nordmasters.de) zu sehen sein. 18 Spieler überwiegend aus der 2., 3. Bundes- und Regionalliga spielen mit – Meder spricht vom bestbesetzten Tischtennisturnier Norddeutschlands seit 20 Jahren. „Die Spieler können es kaum erwarten, dass es los geht. Die meisten befinden sich seit Mitte Mai im Training. Was fehlt, sind Wettkämpfe. Deshalb hat unser Turnier für viele eine große Bedeutung in der Saisonvorbereitung.“

Angeführt wird das Teilnehmerfeld von dem Ex-Sieker Hartmut Lohse (Hertha BSC Berlin) und Frederik Spreckelsen (TSV Schwarzenbek). Beide waren schon norddeutsche Meister, Spreckelsen gewann zu Jahresbeginn bei den Deutschen Meisterschaften sogar Bronze im Mixed. Drittligaaufsteiger TSV Bargteheide und der SV Siek stellen jeweils drei Spieler: Ole Markscheffel, Leon Abich und Constantin Velling vertreten die Bargteheider Farben, aus Sieks zweiter Mannschaft, die in die Regionalliga aufgestiegen ist, machen Andreas Escher, Till Rahberger und Massi Habib mit. Zudem sind noch drei weitere ehemalige Sieker dabei: Vereinslegende Wang Yansheng (VfL Bad Schwartau), Patrick Khazaeli (SC Poppenbüttel) und Sven Stürmer (Medizin Stralsund).

Organisatoren versprechen professionelles Umfeld

Lasse Staack (Preetzer TSV), Sören Wegner (TSV Schwarzenbek), Alexander Kellert (SC Poppenbüttel), Max Westphal (Germania Schnelsen), Mats Gaethje und Schleswig-Holsteins weibliches Ausnahmetalent Anna Schüler (SV Friedrichsgabe) komplettieren das Teilnehmerfeld.

Das Turnier beginnt um 10 Uhr und dauert bis etwa 18.30 Uhr. Gespielt wird an drei Tischen zunächst in drei Sechser-Gruppen. Die jeweils Erst- und Zweitplatzierten sowie die beiden besten Gruppendritten erreichen das Viertelfinale. Der Sieger erhält ein Preisgeld von 250 Euro. Für die Zweit-, Dritt- und Viertplatzierten bleiben noch 100, 75 und 25 Euro. „Wir werden versuchen, das Turnier künftig jedes Jahr am ersten Wochenende nach den Sommerferien auszutragen“, sagt Meder.

Die Organisatoren versprechen nicht nur Sport der Extraklasse, sondern auch ein professionelles Umfeld. Am heutigen Freitag treffen sie sich bereits mit Helfern zum Aufbau in der Halle. Meder: „Dann werden wir auch den Livestream vorbereiten und testen.“ Am Turniertag gibt es drei „Hygienebeauftragte“, die penibel auf die Einhaltung der Abstände und sonstiger Regeln achten. Bei jedem Match gibt es zwei Zählschiedsrichter – das kennt man sonst nur von hochkarätigen nationalen oder internationalen Wettkämpfen.

Nordmasters soll es bald auch für Spielerinnen geben

Meder glaubt, dass Vereine wie der SV Siek und der TSV Bargteheide von den beim Turnier gemachten Erfahrungen auch für die Mitte September beginnende Punktspielsaison profitieren können, sei es bei der Erstellung von Hygienekonzepten oder bei der Liveübertragung der Spiele im Internet. Meder: „Was Zuschauer in der Halle angeht, wird es wohl noch eine ganze Weile Beschränkungen geben. Deshalb sind Livestreams eine gute Sache. Bislang kennen sich damit aber nur die wenigsten aus.“

Am 23. August soll es das Nordmasters übrigens auch für die besten Damen des Nordens geben. Gespielt wird in Friedrichsgabe. Spielerinnen aus dem Kreisgebiet sind nicht dabei, dafür aber beispielsweise die sechsfache Olympiateilnehmerin Funke Oshonaike vom SC Poppenbüttel.