Kein Training

Badminton: Trittauer gegen Fortführung der Bundesligasaison

Noch steht nicht fest, ob die Saison für Priskila Siahaya und ihre Mitspieler vom TSV Trittau vorbei ist.

Noch steht nicht fest, ob die Saison für Priskila Siahaya und ihre Mitspieler vom TSV Trittau vorbei ist.

Foto: Thomas Jaklitsch

Vereine im Unklaren, ob Playoff-Viertelfinalpartien und Final Four planmäßig stattfinden. Verband will bald Entscheidung treffen.

Trittau. Voraussichtlich Ende dieser Woche will der Deutsche Badminton-Verband entscheiden, ob die Saison in der 1. Bundesliga wie in allen anderen Spielklassen auch endgültig abgebrochen oder doch fortgesetzt wird. Noch stehen der ursprünglich für Mitte März geplante 17. und 18. Spieltag, die Playoff-Viertelfinalpartien und das Final Four aus.

Deutsche Spieler wären ein Wettbewerbsvorteil

Sabina Persson vom sechstplatzierten TSV Trittau plädiert für ein vorzeitiges Saisonende. „Es ist ja noch überhaupt nicht absehbar, wann die weltweiten Reisebeschränkungen aufgehoben werden. Ohne die kann kaum ein Team auf seine ausländischen Spieler zurückgreifen – dass wäre ein deutlicher Vorteil für Mannschaften wie Spitzenreiter 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim, die sich überwiegend deutsche Spieler leisten können“, so die Abteilungsleiterin.

Die Trittauer haben noch ein ganz anderes Problem: Selbst wenn sie aktuell schon in der Halle trainieren dürften, sie könnten nicht. Persson: „Zwei Drittel der Sporthalle des Gymnasiums, in der normalerweise unser Training und die Heimspiele stattfinden, werden derzeit von der Schule als normaler Unterrichtsraum genutzt. Ich wüsste nicht, wie wir uns unter diesen Voraussetzungen vernünftig auf die restlichen Bundesligaspiele vorbereiten sollten.“

Unterstützung von Sponsoren und Gemeinde fraglich

Auch ob Trittau kommende Saison überhaupt weiter in der 1. Bundesliga spielt oder dem Beispiel des TSV Freystadt und des Rekordmeisters 1. BV Mülheim folgt und sein Team aus dem Oberhaus zurück zieht, steht laut Persson noch nicht fest. Sie sagt: „Wir haben noch bis kommenden Freitag Zeit, verbindlich zu melden, wissen aber eigentlich noch gar nicht, ob die Gemeinde und unsere Sponsoren bereit oder wirtschaftlich in der Lage sind, uns weiterhin zu unterstützen.“

( tj )

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Sport