Fußball

Corona: Wer in Schleswig-Holstein jetzt aufsteigen darf

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Sabine Mammitzsch (l.) mit SHFV-Präsident Uwe Döring und der Vorsitzenden des Frauen- und Mädchenauschusses Gitta Grunau.

Sabine Mammitzsch (l.) mit SHFV-Präsident Uwe Döring und der Vorsitzenden des Frauen- und Mädchenauschusses Gitta Grunau.

Foto: Klaus Unger

SHFV-Präsidium trifft Entscheidung zur Wertung der Saison. In allen Spielklassen kommt sogenannte Quotientenregel zum Einsatz.

Ahrensburg/Kiel.  Zwei Wochen nach dem Beschluss, die Spielzeit abzubrechen, hat das Präsidium des Schleswig-Holsteinischen Fußball-Verbands (SHFV) jetzt auch entschieden, wie die Saison 2019/2020 gewertet wird. Wie erwartet, kommt in allen Spielklassen die sogenannte Quotientenregelung zum Einsatz. Dabei werden die Punkte jeder Mannschaft durch die Zahl der ausgetragenen Spiel geteilt.

Staffelsieger ist die Mannschaft, die auf die höchste Punktzahl pro ausgetragenem Spiel kommt. In der Oberliga Schleswig-Holstein führt das dazu, dass sich der bislang zweitplatzierte SV Todesfelde wegen eines weniger absolvierten Spiels am punktgleichen Spitzenreiter 1. FC Phönix Lübeck vorbeischiebt und Meister ist.

Ausstehende Pokalpartien werden kommende Saison gespielt

Außerdem wurde beschlossen, dass es keine Absteiger gibt und zumindest bei den Herren die ersten beiden Mannschaften jeder Staffel (bei Frauen und Jugendlichen jeweils nur der Meister) in die nächsthöhere Spielklasse aufsteigen.

Auch für das noch ausstehende Kreispokal-Finale zwischen den beiden Oberligateams des SV Eichede und Titelverteidiger SV Preußen Reinfeld wurde eine Lösung gefunden. Diese Partie sowie alle in anderen Kreisen noch ausstehenden Pokalpartien werden kommende Saison als vorgelagerte regionale Qualifikationsrunde für den SHFV-Lotto-Pokal gespielt. Die Sieger sind für den Landespokalwettbewerb qualifiziert.

Bargteheide und Hoisdorf steigen in Verbandsliga auf

„Wir haben nach den besten Lösungen für die Gesamtheit unserer Vereine gesucht und diese nach unserer Meinung nach auch gefunden“, sagt SHFV-Vizepräsidentin Sabine Mammitzsch. „Da wir keine sportliche Entscheidung mehr herbeiführen konnten, war es uns wichtig, bei Auf- oder Abstieg keine Mannschaften zu benachteiligen.“

„Unsere Entscheidungen werden dazu führen, dass manche Spielklassenebenen mehr Mannschaften umfassen als bisher“, so Verbandspräsident Uwe Döring. Wie man damit umgehe, werde man erst abschließend beantworten können, wenn klar sei, wann wieder gespielt wird.

Bei der Ermittlung der Aufsteiger gibt es übrigens eine kleine Einschränkung: Berücksichtigt werden nur Mannschaften, die mindestens 50 Prozent der durchschnittlich absolvierten Spiele der Staffel absolviert haben. Diese Regelung führt landesweit in nur einer Staffel zu einem anderen Ergebnis auf den Aufstiegsplätzen – in der Kreisklasse B Süd-Ost 2: Dort hat die dritte Mannschaft des SV Hamberge bislang alle ihre Spiele gewonnen und somit den besten Punktekoeffizienten. Aufsteigen dürfen die Hamberger aber nicht, da andere Mannschaften teilweise doppelt so viele Spiele absolviert haben.

SV Eichede setzt auf Aufstiegsrecht für Staffelsieger

Zumindest beim SV Eichede hofft man darauf, dass der Norddeutsche Fußballverband ebenso wie der SHFV verfährt und Staffelsiegern das Aufstiegsrecht gewährt. Denn dann würden die A-Junioren von Cheftrainer Thomas Runge als Oberligameister kommende Saison in der Regionalliga Nord spielen. „Die Mannschaft hätte das verdient, sie steht seit dem dritten Spieltag an der Tabellenspitze“, sagt der Vereinsvorsitzende Olaf Gehrken. „Wir werden auf einen möglichen Aufstieg gut vorbereitet sein, verfügen für die kommende Saison über einen sehr guten Kader.“

Fest steht dagegen, dass aus der TSV Bargteheide und TuS Hoisdorf in der Kreisliga Süd die beiden Aufstiegsplätze belegen, somit künftig in der Verbandsliga Süd spielen.

Weitere Stormarner Teams auf Aufstiegsplätzen: VfL Rethwisch, VfR Todendorf (Kreisklasse A Süd-Ost); SV Hamberge II, SSV Pölitz II (Kreisklasse B Süd-Ost 2); Roter Stern Kickers Ahrensburg (Kreisklasse B Süd 1); Rümpeler SV, SC Union Oldesloe (Kreisklasse C Süd 2)

( tj )

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