Stormarn

Fußballtraining wieder möglich – Vereine reagieren verhalten

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Körperkontakt zwischen den Spielern, wie hier im Kopfballduell, ist im Training untersagt.

Körperkontakt zwischen den Spielern, wie hier im Kopfballduell, ist im Training untersagt.

Foto: Thomas Jaklitsch / Thomas JAKLITSCH

Viele Plätze sind von den Verwaltungen noch gesperrt. Eichede startet nicht vor dem 1. Juli mit Übungseinheiten auf dem Rasen.

Stormarn.  Diese Nachricht kommt für viele Vereine überraschend: In Schleswig-Holstein ist ab sofort wieder Fußballtraining möglich – allerdings unter strengen Auflagen. Wer den Übungsbetrieb wieder aufnehmen möchte, müsse die üblichen Abstands- und Hygienevorschriften beachten, teilt der Schleswig-Holsteinische Fußballverband mit. Die wichtigsten Regeln: Der Sport muss kontaktfrei durchgeführt werden, der Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Beteiligten ist zu wahren, insbesondere bei der gemeinsamen Nutzung von Sportgeräten sind Hygienemaßnahmen einzuhalten.

Reinfelds Trainer Lorenz ist noch skeptisch

„Ich bin skeptisch, ob unter diesen Voraussetzungen ein vernünftiges Training möglich ist“, sagt Pascal Lorenz, Chefcoach der Oberligafußballer des SV Preußen Reinfeld. „Klar, wir können uns auf den Platz stellen und Bälle hin- und her spielen. Aber wie sinnvoll ist das? Auch vor dem Hintergrund, dass die Saison erst Anfang September starten soll.“

SV Siek will sich in Video-Vorstandssitzung beraten

Ein anderes Problem: In vielen Orten sind die Plätze von der Verwaltung noch gar nicht freigegeben. In Siek beispielsweise soll dies frühestens am 10. Mai passieren. „Wir werden uns am kommenden Montag in einer Video-Vorstandssitzung mit dem Thema befassen“, sagt Klaus Unger, Vorsitzender des SV Siek. „Vor allem die Jüngsten sind natürlich heiß darauf, dass es wieder losgeht. Aber wie die Trainer dafür sorgen sollen, dass die „Lütten“ die Abstandsregel einhalten, weiß ich nicht.“

Beim SV Eichede haben sich die Verantwortlichen schon festgelegt: Vor dem 1. Juli wird es kein Training auf dem Platz geben. Bis dahin bietet der Verein zumindest seinen Oberligafußballern die Möglichkeit, in einer der drei physiotherapeutischen Partner-Praxen in Ahrensburg, Bad Oldesloe und Trittau unter Anleitung in Kleingruppen dreimal pro Woche zu trainieren – sozusagen als Vorbereitung auf die Saisonvorbereitung.

( tj )

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