Stormarn
Basketball

Bargteheider TSV verliert Abstiegskrimi

Steffen Hönicke (r., TSV Bargteheide) setzt sich gegen Younes Ibouchoukene (Bramfelder SV) durch

Steffen Hönicke (r., TSV Bargteheide) setzt sich gegen Younes Ibouchoukene (Bramfelder SV) durch

Foto: Henrik Bagdassarian / HA

Basketball: Gegen den Bramfelder SV kassieren die „Bees“ eine 68:72-Niederlage. Am Wochenende kommt der Tabellenzweite.

Hamburg.  Der knappen 68:72 (25:38)-Auswärtsniederlage seiner Basketballherren gegen den Bramfelder SV hat Said Ghalamkarizadeh vom TSV Bargteheide auch eine positive Seite abgewinnen können. „Es gibt Niederlagen, aus denen eine Mannschaft mental gestärkt hervorgeht. Die verlorene Partie gegen Bramfeld zähle ich zu dieser Kategorie“, sagte der Coach nach dem missglückten Auftritt gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt in der Zweiten Regionalliga Nord.

Trainer gibt Schiedsrichtern nicht die Schuld

Ghalamkarizadeh: „Vom Einsatz her braucht die Mannschaft sich nichts vorzuwerfen. Zweimal haben die Spieler sich in die Partie zurückgekämpft und sind – das rechne ich ihnen hoch an – in kniffligen Situationen bemerkenswert ruhig geblieben.“

Für die Zuschauer in der Sporthalle am Gropiusweg wurde mehr als einmal offensichtlich: Bei groben Unsportlichkeiten der Gastgeber drückten die Unparteiischen schnell mal ein Auge zu, während sie körperbetonte Aktionen der “Bees“ nicht nur einmal mit anderen Maßstäben ahndeten.

„Die Schuld an der Niederlage tragen aber nicht die Schiedsrichter. Ein Spiel gewinnt oder verliert immer noch die Mannschaft“, sagt Ghalamkarizadeh. „Wir hatten dennoch phasenweise Schwierigkeiten, uns auf das Spiel zu konzentrieren und unseren Rhythmus zu finden. Das machte sich vor allem im zweiten Viertel bemerkbar.“

Stormarner konnten sich nicht aus Abstiegszone befreien

Nach dem Seitenwechsel stellte Bargteheides Trainer auf Zonenverteidigung um. Von schnellen Spielern wie Steffen Hönicke oder Jacob Gäde forderte er in der Halbzeitpause mehr Fastbreaks. Ghalamkarizadeh: „Im dritten Viertel haben wir mehr und mehr die Kontrolle übernommen, auch weil die Mannschaft ihren Körpergrößenvorteil besser ausgespielt und mehr Rebounds unter beiden Körben geholt hat.“

Vincent Beckmann war nicht nur aufgrund seiner 22 erzielten Punkte bester Bargteheider Akteur auf dem Spielfeld. „Vincent hat vielleicht seine beste Leistung im Trikot der ,Bees’ abgeliefert“, sagt Ghalamkarizadeh. „In der Rückrunde entwickelt er sich immer mehr zum Leistungsträger. Er ist ein toller Spieler und ein klasse Charakter, der seinen Weg noch gehen wird.“ Der 19-Jährige ist zwar in Bargteheide aufgewachsen, trug aber vor seinem Wechsel zu Saisonbeginn zu den „Bees“ nie das Trikot einer Mannschaft des TSV. Mit Steffen Hönicke (17 Zähler) und Nikolas Schümann (10) punkteten zwei weitere Bargteheider zweistellig. Die weiteren Zähler für die Stormarner erzielten Fabian Kleveman (6), Jacob Gäde (5), Lukas Fleischhauer (3), Drazen Bogicevic, Gerrit Reimers (je 2) und Tobias Schümann (1).

Dass die Stormarner weiterhin auf dem elften Tabellenplatz stehen und sich nicht aus der Abstiegszone befreien konnten, ärgert den Coach. Mit einem Erfolg in Bramfeld hätten die Bargteheider den Sprung auf einen Nichtabstiegsplatz geschafft.

Tabellenrang neun bedeutete den Klassenerhalt

„Dann müssen wir eben kommendes Wochenende gegen die zweite Mannschaft von EBC Rostock etwas Zählbares holen, auch wenn die Aufgabe gegen den Tabellenzweiten sicherlich keine leichte sein wird“, sagt der Coach. Beginn der Partie am Sonnabend, 22. Februar, in der Sporthalle am Louise-Zietz-Weg ist um 17 Uhr.

Die Punkte für den Ligaverbleib müssen die Bargteheider allerdings nicht gegen Spitzenteams wie Rostock, sondern gegen andere Mannschaften holen. Deshalb stehen die Stormarner spätestens eine Woche später unter Zugzwang, wenn sie am 29. Februar auswärts auf den Tabellenfünften TuS Ebsdorf treffen. Weitere sieben Tage später (7. März) steigt in der Sporthalle des Gymnasiums Bargteheide dann das Kellerduell gegen Schlusslicht TSV Kronshagen.

Tabellenrang neun würde für die Bargteheider am Saisonende den sicheren Klassenerhalt bedeuten. „Drei Absteiger bei lediglich elf Mannschaften in der Liga sind eigentlich Wahnsinn“, sagt Ghalamkarizadeh. „Aber auch daran können wir als Mannschaft nichts ändern sondern müssen die Herausforderung sportlich bewältigen.“