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Hamburg-Liga: Hoisbütteler rutschen auf Rang drei ab

Jens Dening (l.) setzt sich gegen Maximilian Ladiges (TSV Uetersen) durch, war mit fünf Treffern bester Werfer seiner Mannschaft.

Jens Dening (l.) setzt sich gegen Maximilian Ladiges (TSV Uetersen) durch, war mit fünf Treffern bester Werfer seiner Mannschaft.

Foto: Thomas Jaklitsch / HA

23:26 gegen Uetersen - Handballern des THB Hamburg 03 ist die Lockerheit der Hinrunde abhandengekommen.

Ammersbek. Neun Siege und ein Unentschieden aus den elf Spielen der Hinrunde, aber jetzt schon drei Niederlagen aus den ersten vier Rückrundenpartien – die Handballer des THB Hamburg 03 sind drauf und dran, sich um ihre gute Ausgangsposition im Kampf um den Aufstieg in die Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein zu bringen.

Dritte Niederlage im vierten Rückrundenspiel

Die Tabellenführung in der Hamburg-Liga sind die Ammersbeker schon seit einer Woche los, nach dem 23:26 (13:15) gegen den TSV Uetersen ist die Spielgemeinschaft aus Hoisbütteler SV und SV Bergstedt sogar nur noch Tabellendritter. „Wir haben es jetzt nicht mehr selbst in Hand. Aber vielleicht liegt uns die Verfolgerrolle besser als die des Gejagten“, sagte Trainer Lukas Paetzel.

Die Lockerheit und Unbekümmertheit, die seine Mannschaft in der ersten Saisonhälfte ausgezeichnet habe, sei im Moment weg, so der Coach. „Ich werde jetzt versuchen, im Training darauf einzuwirken, dass die Jungs wieder Spaß am Handball bekommen.“

Hoisbütteler wollen weiter um den Aufstieg mitspielen

Von ihrem Saisonziel, um den Titel mitzuspielen, wollen die Ammersbeker trotz der aktuellen Schwächephase aber nicht abrücken. Paetzel: „Die Spitzengruppe liegt eng beisammen. Noch fünf Teams können sich Hoffnungen machen, am Ende ganz oben zu stehen. Wir gehören dazu und haben ja schon gezeigt, dass wir jeden Gegner schlagen können.“

Tatsächlich haben die Hoisbütteler mit Ausnahme des neuen Tabellenzweiten TuS Esingen, gegen den es im bislang einzigen Aufeinandertreffen ein 23:23 gab, in dieser Saison schon gegen alle Staffelrivalen gewonnen. Gegen die HTS/BW96 Handball gingen zwar beide Punktspiele verloren, dafür entschieden die Hoisbütteler das Duell mit den Halstenbekern im Viertelfinale des Hamburger Pokalwettbewerbs für sich (wir berichteten).

Nur Torwart Sönke Bergmann überzeugte

Gegen Uetersen boten die Ammersbeker eine ihrer schwächsten Saisonleistungen. Von Torwart Sönke Bergmann abgesehen hatte kein Spieler Normalform. Nach gutem Start mit schneller Zwei-Tore-Führung häuften sich vor allem im Angriff die Fehler. Paetzel: „Die Deckungsleistung fand ich ganz ok. Aber es fehlten das schnelle Spiel nach vorn und somit die fünf sechs einfachen Tore, die wir damit sonst eigentlich immer erzielen.“

Außerdem vermisste der Coach generell die Durchschlagskraft im Angriff. „Die Gegner sind jetzt etwas besser auf uns eingestellt, als es noch in der Hinserie der Fall war. Da ist uns diesmal wenig eingefallen“, sagte Paetzel.

Den Paraden ihres Schlussmanns vor allem in der zweiten Halbzeit verdankten es die Gastgeber, dass sie dennoch lange auf ein zählbares Resultat hoffen durften. Bis zum 21:22 (53. Minute) blieben die Hausherren auf Tuchfühlung, erst dann konnte sich der Gegner absetzen. Paetzel: „Unterm Strich geht das Ergebnis in Ordnung, Uetersen war an diesem Tag einfach besser als wir.“

Jens Dening weiter bester Torschütze der Hamburg-Liga

Zumindest in einer Tabelle liegen die Hoisbütteler noch vorn: Rückraumspieler Jens Dening verteidigte dank seiner fünf Treffer seine Führung in der Hamburg-Liga-Torschützenliste. Mit 92 Treffern liegt der wurfgewaltige Rechtshänder torgleich mit Markus Hallenbach (SC Alstertal-Langenhorn) auf Platz eins. Die weiteren Torschützen gegen Uetersen waren Robin Rasch (4), Dominik Hübert, Luc Melvin Hoffmann (je 3), Robin Lehfeld, Björn Person (je 2), Tim Fischer, Malte Paetzel, Julius Frahm und Lukas Bergmann (je 1).

Am kommenden Sonnabend (15. Februar) in der Partie bei der HSG Pinnau (19 Uhr, Fahltskamp) wollen die Stormarner zurück in die Erfolgsspur. Paetzel: „Das ist wieder so ein unangenehmer Gegner. Aber wir werden uns gut vorbereiten und für das Spiel einiges einfallen lassen.“