Stormarn
Badminton

Trittaus Bundesligateam verliert Landesderby mit 3:4

Die Finnin Inalotta Suutarinen blieb diesmal ohne Matchgewinn.

Die Finnin Inalotta Suutarinen blieb diesmal ohne Matchgewinn.

Foto: Thomas Jaklitsch / HA

Badminton-Bundesligamannschaft bleibt trotz der Niederlage gegen BW Wittorf-Neumünster auf dem fünften Tabellenrang.

Trittau.  Die zweite Mannschaft des TSV Trittau hatte es vorgemacht und RW Wesel, den Tabellenführer der 2. Bundesliga Nord, mit 4:3 besiegt. Daran wollte sich wenige Stunden später Trittaus Erstligamannschaft ein Beispiel nehmen. Doch aus dem erhofften knappen Sieg im Landesderby gegen BW Wittorf-Neumünster wurde nichts: Ein missglückter Aufschlag von Inalotta Suutarinen im abschließenden gemischten Doppel war es schließlich, der die 3:4-Niederlage der Trittauer besiegelte. Weil es für die knapp Niederlage immerhin einen Punkt gab, und die beiden Verfolger 1. BC Beuel und SC Union Lüdinghausen ebenfalls verloren, bleiben die Stormarner vorerst auf Rang fünf.

Jonathan Persson: Einige hatten nicht ihren besten Tag

„Wir waren heute einfach nicht besser als der Gegner, haben den Sieg deshalb nicht verdient“, sagte der diesmal nicht eingesetzte Jonathan Persson. „Einige hatten leider nicht ihren besten Tag.“ Dabei ging es vielversprechend los: Sowohl Oskari Larkimo und Matthew Clare im Herren- als auch Inalotta Suutarinen und Jessica Hopton im Damendoppel starteten mit einem Satzgewinn. Obwohl Larkimo/Clare anschließend sogar mit 2:0 führten, gingen beide Paarungen leer aus, ebenso wie anschließend das zweite Herrendoppel mit Ary Trisnanto und Gergely Krausz. Persson: „Wir hatten eigentlich mindestens einen Punkt aus einem der Matches eingeplant.“

Alle drei Einzel enden 3:0 für Trittau

Nach glatten Dreisatzsiegen von Priskila Siahaya und Sergey Sirant gab sich zwar auch Krausz im Einzel keine Blöße und glich mit seinem Dreisatzsieg über Sebastian Schöttler zum 3:3-Zischenstand aus. Die große Spannung brachte das aber nicht mehr, da sich zeitgleich auf dem Parallelfeld das gemischte Doppel mit Suutarinen und Clare auf der Verliererstraße befand. 1:3 hieß es schließlich für die beiden Trittauer.

An der Zielsetzung ändere die knappe Niederlage aber nichts, sagte Jonathan Persson. „Wir haben jetzt zwar nicht den erhofften Schritt nach vorn, aber auch keinen großen Schritt nach hinten gemacht. Es bleibt dabei, wir wollen uns für Play-Offs qualifizieren, und dort möglichst ein Heimspiel haben.“ Um die Endrunde zu erreichen, müssen die Stormarner mindestens Sechster werden. Die ersten beiden Teams qualifizieren sich direkt für das Final Four, bei dem der Deutsche Meister ausgespielt wird. Die Mannschaften auf den Plätzen drei bis sechs machen in zwei Viertelfinalspielen die beiden anderen Teilnehmer unter sich aus, wobei der Dritte und Vierte jeweils vor heimischen Kulisse spielen dürfen. „Für unsere Zuschauer und den gesamten Verein wäre es toll, wenn wir das schaffen“, sagte Persson.

Stormarner glauben weiter an Play-Off-Qualifikation

Allzu viele schwächere Tage dürfen sich die Stormarner dann aber nicht mehr erlauben, zumal sie das Handicap haben, dass die beiden Leistungsträger Sirant und Krausz womöglich nicht in jedem Spiel dabei sein werden. Beide hoffen noch, sich für die Olympischen Spiele zu qualifizieren. Persson: „Das hat für sie natürlich Priorität. Ich bin trotzdem zuversichtlich, dass wir am Ende in den Play-Offs dabei sind.“

Gut möglich aber, dass die Trittauer nach dem nächsten Doppelspieltag am 8./9. Februar beim 1. BC Wipperfeld und TV Refrath erstmal nicht mehr unter den ersten Sechs stehen, denn die Gegner sind Tabellendritter und -zweiter.

Matchwinner für die zweite Trittauer Mannschaft waren David Jones und Alexander Mernke. Beide gewannen gegen den Spitzenreiter ihre Einzel, und waren auch im Doppel erfolgreich – Jones an der Seite von Nikolaj Persson, der wegen Klausurvorbereitungen auf einen Einsatz in der ersten Mannschaft verzichtete, und Mernke mit Partner Lasse Rathjens.

TSV Trittau – BW Wittorf-Neumünster, 1. Herrendoppel: Oskari Larkimo/Matthew Clare – Lucas Bednorsch/Bjarne Geiss 11:7, 12:10, 9:11, 6:11, 6:11; Damendoppel: Inalotta Suutarinen/Jessica Hopton – Nina Vislova/Lise Jaques 11:9, 8:1, 7:11, 8:11; 2. Herrendoppel: Ary Trisnanto/Gergely Krausz – Vitaly Durkin/Pawel Pietyja 11:8, 5:11, 14:15, 6:11; 1. Herreneinzel: Sirant – Bednorsch 11:7, 12:10, 11:2; Dameneinzel: Priskila Siahaya – Vievien Sandorhazi 12:10, 11:9, 11:9; 2. Herreneinzel: Krausz – Sebastian Schöttler 11:8, 11:9, 11:8; Gemischtes Doppel: Suutarinen/Clare – Vislova/Durkin 11:6, 9:11, 4:11, 6:11

TSV Trittau II – BV RW Wesel, 1. Herrendoppel: David Jones/Nikolaj Persson – Rowan Scheurkogel/Jona van Nieuwkerke 12:10, 11:2, 11:6; Damendoppel: Marina Korsch/Daniela Marcias Brandes – Ella Diehl/Maria Kuse 6:11, 5:11, 13:11, 11:9, 6:11; 2. Herrendoppel: Lasse Rathjens/Alexander Mernke – Jan Felix Matulat/Patrik Sanders 11:5, 11:7, 11:5; 1. Herreneinzel: Jones – Scheurkogel 11:9, 11:6, 7:11, 11:3; Dameneinzel: Macias Brandes – Diehl 6:11, 3:11, 5:11; Gemischtes Doppel: Korsch/ Rathjens – Kuse/van Nieuwkerke 11:8, 9:11, 8:11, 8:11; 2. Herreneinzel: Mernke – Sanders 11:3, 11:5, 12:10