Stormarn
Titelgewinn

Bargteheider sind Landesmeister im Tischtennis

Erster im Mixed, Zweiter im Einzel, Dritter im Doppel: Der Bargteheider Regionalligaspieler Constantin Velling gewann in Rendsburg einen kompletten Medaillensatz.

Erster im Mixed, Zweiter im Einzel, Dritter im Doppel: Der Bargteheider Regionalligaspieler Constantin Velling gewann in Rendsburg einen kompletten Medaillensatz.

Foto: Thomas Jaklitsch / HA

Constantin Velling und Ann-Kathrin Gericke holen Titel im Mixed. Sieker Andreas Escher überraschend auf dem Siegerpodest.

Rendsburg.  Regionalligaspieler Constantin Velling vom TSV Bargteheide war bei den Tischtennis-Landesmeisterschaften in Rendsburg mit einem kompletten Medaillensatz der erfolgreichste Stormarner. Der 20-Jährige, der als Jugendlicher Deutscher Mannschaftsmeister und zweimal norddeutscher Einzelmeister war, gewann mit Vereinskollegin Ann-Kathrin Gericke den Titel im Mixed. Im Doppel wurde er mit seinem älteren Bruder Christian Dritter, und im Einzel kam er bis ins Finale. Dort unterlag er Topfavorit Daniel Kleinert (TSV Schwarzenbek) mit 0:4 (8:11, 4:11, 7:11, 4:11).

Escher gewann gegen zwei Drittligaspieler

Die große Überraschung der Meisterschaften war aber Andreas Escher aus der zweiten Mannschaft des SV Siek, der nach einigen unerwarteten Siegen im Herren-Einzel die Runde der letzte Vier erreichte, ehe er gegen Velling mit 2:4 verlor und Dritter wurde.

„Für mich war das alles ein großer Spaß“, sagte der 38-Jährige, der im Sommer vom SV Friedrichgabe ins Sieker Oberligateam gewechselt ist, mit den Stormarnern derzeit ungeschlagen an der Tabellenspitze steht. Escher räumte auf dem Weg zu seiner ersten Medaille bei den Landesmeisterschaften gleich zwei Drittligaspieler aus dem Weg: Im Achtelfinale bezwang er seinen an Position zwei gesetzten Vereinskameraden Daniel Cords mit 3:1 (4:11, 11:9, 11:9, 11:6), eine Runde später den Schwarzenbeker Sören Wegner ebenfalls in vier Sätzen (9:11, 11:7, 11:6, 11:8). Velling war dann im Halbfinale allerdings zu stark: „Er hat härter und schneller gespielt und völlig verdient gewonnen“, sagte Escher.

Mittlerweile sei Escher etwas eingerostet

Der Rechtshänder hat nicht immer in der Oberliga gespielt, für den TSG Steinheim und DJK Sportbund Stuttgart war er einige Jahre sogar in der Zweiten Bundesliga aktiv. „Das liegt aber schon sechs, sieben Jahre zurück“, sagte Escher. „Mittlerweile bin ich etwas eingerostet – wobei ich zwischen den Jahren wieder etwas mehr trainiert habe.“

Escher hat auch beruflich mit Sport zu tun: Beim Deutschen Rollstuhl-Sportverband in Hamburg ist er seit August 2018 Referatsleiter für Sport und Kommunikation. Er engagiert sich aber schon sehr viel länger im Behindertensport: 2016 war er Co-Trainer der deutschen Tischtennismannschaft bei den Paralympics in Rio, betreute dort auch Stefanie Grebe, die bis vergangenen Sommer ebenfalls in Siek gespielt hat. „Ich hoffe, sie ist nicht gegangen, weil ich nach Siek gekommen bin“, sagte Escher lachend.

Till Rahberger holte in Rendsburg ebenfalls Edelmetall

Seinen Wechsel habe er noch nicht eine Sekunde bereut. „Ich habe selten in einem besseren Verein gespielt, bin dort toll aufgenommen worden“, sagte er. „Und auch sportlich läuft es gut. Hoffentlich können wir die Saison mit dem Aufstieg krönen. Für jüngere Mitspieler wie Till Rahberger wäre es auf jeden Fall gut, künftig in der Regionalliga gefordert zu werden.“

Rahberger holte in Rendsburg ebenfalls Edelmetall: An der Seite von Cords wurde er Zweiter im Doppel. Erst die favorisierten, neuen Landesmeister Kleinert/Moritz Spreckelsen aus Schwarzenbek beendeten im Finale mit einem 3:1 (11:9, 7:11, 11:4, 11:9) den Siegeszug der beiden Sieker.

Die Bargteheiderin Bianca Dahlke schaffte es dreimal aufs Siegespodest: Nach der knappen 2:3 (8:11, 11:8, 13:11, 9:11, 7:11)-Niederlage mit Leo Schultz im vereinsinternen Mixed-Finale gegen Velling/Gericke wurde sie an der Seite von Gericke auch Vize-Landesmeisterin im Damen-Doppel (2:3 gegen Miriam Ludwig/Anna Schüler aus Friedrichgabe) sowie nach einem 1:4 (11:13, 6:11, 7:11, 11:2, 4:11) im Halbfinale gegen die spätere Titelträgerin Michelle Weber (TSV Schwarzenbek) Dritte im Einzel.