Stormarn
Leichtathletik

Reinbeker sprintet zum Hürdentitel

„Technisch war der Lauf nicht sehr sauber“, sagte Tim Rummelhagen (LG Reinbek-Ohe) nach seinem Sieg über 60 Meter Hürden.

„Technisch war der Lauf nicht sehr sauber“, sagte Tim Rummelhagen (LG Reinbek-Ohe) nach seinem Sieg über 60 Meter Hürden.

Foto: Henrik Bagdassarian / HA

Tim Rummelhagen gewinnt bei Landesmeisterschaften in Hamburg seinen ersten Titel in der Altersklasse U20.

Hamburg. Der U20-Titelgewinn über 60 Meter Hürden bei den in Hamburg ausgetragenen gemeinsamen Leichtathletik-Landesmeisterschaften der Hansestadt und Schleswig-Holstein war für Tim Rummelhagen am Ende das i-Tüpfelchen eines gelungenen Saisonauftakts. „Wichtiger als der Titel ist, dass ich in der neuen Altersklasse auf Anhieb abgeliefert habe und mit meiner Leistung zufrieden bin“, sagt der 17 Jahre alte Hürdenspezialist der LG Reinbek-Ohe. 8,38 Sekunden über bedeuten für Rummelhagen nicht nur persönliche Bestzeit, sondern gleichzeitig auch die Qualifikation für die Deutschen U20-Hallenmeisterschaften, die am Wochenende 15./16. Februar in Neubrandenburg ausgetragen werden.

Der Hürdenspezialist qualifiziert sich für die Deutschen Meisterschaften

In der Leichtathletik-Halle an der Krochmannstraße reichten dem jungen Reinbeker zudem 22,32 Sekunden über 200 Meter, um auch noch das DM-Ticket für die längere von zwei Sprint-Distanzen zu lösen. Am Ende fehlte dem dunkelhaarigen Stormarner eine Zehntelsekunde zum Doppelerfolg – nur Matteo Ciuchini (22,22 Sekunden) vom Hamburger SV war noch schneller. „Die Silbermedaille geht schon in Ordnung, meine ganze Konzentration galt von Beginn an dem Hürden-Rennen“, sagt der 17-Jährige mit einem Lächeln.

Bis Ende des vergangenen Jahres bestritt Rummelhagen seine Wettkämpfe noch in der Altersklasse U18. Die Herausforderung in der nächst höheren Altersstufe bereitet ihm wenig Probleme, auch wenn sich die Höhe der Hürden nun verändert hat (99 statt 91 Zentimeter). Rummelhagen sagt aber selbstkritisch: „Technisch war der Lauf in Hamburg nicht sehr sauber, da ist mit Sicherheit noch eine Menge Luft nach oben.“

Trainer: „Tim läuft noch mit angezogener Handbremse“

Sein Trainer sieht noch eine andere Baustelle: „Auch wenn Tim die für einen Hürdenläufer passende hochgewachsene Statur und nötige Grundschnelligkeit mitbringt, habe ich manchmal das Gefühl, dass er quasi mit angezogener Handbremse läuft“, sagt Gunnar Weitschat. „Speziell daran werden wir in den nächsten Trainingseinheiten intensiv arbeiten.“

Bei den am kommenden Wochenende, 19./20. Januar, an gleicher Stelle ausgetragenen Landesmeisterschaften der Jugend U18 und der Erwachsenen plant Rummelhagen einen Start über 200 Meter bei den Männern. „Wettkampferfahrung ist für einen jungen Leichtathleten enorm wichtig, davon werde ich später profitieren“, sagt der Reinbeker. In der Hamburger Leichtathletikhalle wird er auch noch einmal über 60 Meter Hürden an den Start gehen. Da Wettkämpfe in dieser Disziplin in der Region selten angeboten werden, soll ein Einlagelauf den Hürdenspezialisten aus Hamburg und Schleswig-Holstein – außer Konkurrenz – eine Art Trainingseinheit unter Wettkampfbedingungen ermöglichen.

Ahrensburger Clemens Müller-Rahmel wird Zweiter im Dreisprung

Neben Tim Rummelhagen schafften es bei den gemeinsamen Landestitelkämpfen noch einige weitere Stormarner aufs Podest: Clemens Müller-Rahmel vom Ahrensburger TSV sicherte sich im U20-Dreisprung-Wettbewerb gleich mit dem ersten Versuch und einer Weite von 12,63 Metern die Silbermedaille. Platz zwei belegte in der Altersklasse W15 auch Hochspringerin Yuna Onoiwa. Die 14-Jährige vom SV Großhansdorf meisterte die Höhe von 1,45 Metern ohne Fehlversuch, scheiterte dann aber dreimal an 1,50 Meter. Vereinskamerad Moritz Hoeppner reichten 1,55 Meter im Hochsprung-Wettbewerb der Altersklasse M15 für den Gewinn der Bronzemedaille.

Zweimal Edelmetall sicherte sich in der Altersklasse W14 Lisa Baumann vom Ahrensburger TSV: Die 13-Jährige gewann Silber über 60 Meter (8,45 Sekunden) und Bronze im Kugelstoßen (9,48 Meter). In der gleichen Altersstufe gelang Felona Lemenkühler vom SV Großhansdorf im Weitsprung mit 4,57 Metern die drittbeste Leistung.

Briana Severon aus Barsbüttel holt vier Medaillen

Leichtathleten des Barsbütteler SV, der dem Hamburger Leichtathletik-Verband angeschlossen ist, stockten ihre Trophäensammlung um sieben weitere Medaillen auf. Allen voran Briana Severon, die in der Altersklasse W15 viermal auf dem Treppchen stand: Hamburger Meisterin wurde sie über 60 Meter Hürden (9,83 Sekunden) – vor Vereinskameradin Nele Erdmann (10,04 Sekunden) auf Rang zwei – sowie über 300 Meter (45,47 Sekunden). Mit dem letzten Versuch holte Briana zudem silbernes Edelmetall im Weitsprung (5,19 Meter), Dritte wurde sie im Kugelstoßen (9,61 Meter). In der jüngeren Altersstufe W14 räumte Larissa Lorenz zweimal Silber ab: über 60 Meter Hürden (9,89 Sekunden) und im Weitsprung (4,48 Meter). Die Barsbüttelerin Stella Westpfahl freute sich über einen zweiten Platz im W14-Kugelstoß-Wettbewerb (8,30 Meter).