Stormarn
Fussball

Viel Lob für den Stadtwerke-Ahrensburg-Cup

Christoph Böckelmann (l., SV Preußen Reinfeld) im Zweikampf mit Torjäger Mihai Bitez vom Ahrensburger TSV.

Christoph Böckelmann (l., SV Preußen Reinfeld) im Zweikampf mit Torjäger Mihai Bitez vom Ahrensburger TSV.

Foto: Henrik Bagdassarian

Das Hallenfußballturnier des Ahrensburger TSV hat mittlerweile einen hohen Stellenwert. Oberligist SC Victoria verteidigt seinen Titel.

Ahrensburg. Der Verweis auf den Running-Gag-Klassiker „Dinner for One“ wird beim jährlichen Hallenfußballturnier des Ahrensburger TSV selbst zum Running Gag. „Same procedure as last year“, sagte Matthias Nagel, bevor er zum vierten Mal in Folge dem SC Victoria den Pokal überreichte. Die Oberligafußballer aus Hamburg setzten sich im Finale gegen ihren Klassenkonkurrenten TSV Sasel verdient mit 3:1 durch.

Lob auch von den Trainern der teilnehmenden Clubs

Während auf der Siegerliste alles beim Alten bleibt, entwickelt sich der Stadtwerke-Ahrensburg-Cup beständig. Hatte sich bei den ersten Auflagen trotz des stets hochklassigen Teilnehmerfelds das Zuschauerinteresse noch in Grenzen gehalten, war die Tribüne der Heimgartenhalle diesmal gut besetzt. Zudem begann das Finale sogar überpünktlich, im Gegensatz zu vielen anderen Hallenturnieren, die oftmals deutlich verspätet enden.

„Wir sind sehr zufrieden“, sagte Nagel, der gemeinsam mit Volker Reinhard für die Organisation verantwortlich zeichnete. „Das Turnier hat mittlerweile einen guten Charakter und hohen Stellenwert. Das sieht man auch daran, mit was für einer starken Truppe Victoria jedes Jahr aufläuft. Es macht Spaß, diese Oberligisten und dazu die lokalen Größen zu sehen.“ Auch von den Trainern der teilnehmenden Clubs gab es Lob: „Alles war gut geregelt, mit den Abläufen kann man sehr zufrieden sein“, sagte Aydin Taneli, Coach des SSC Hagen Ahrensburg. Kevin Bothstede vom TSV Bargteheide meinte: „Wir waren das erste Mal und gern dabei. Die Organisation war top.“

Alle Stormarner Teams überstanden die Vorrunde

Beim ATSV war die Freude besonders groß, dass unter den diesmal fünf Oberligaclubs erstmals ein Fünftligist aus Stormarn dabei war. „Wir hatten es schon beim SV Eichede versucht. Schön, dass es jetzt mit Preußen Reinfeld geklappt hat“, sagte Nagel. Die Karpfenstädter sicherten sich mit zwei Siegen aus drei Spielen den Gruppensieg vor Gastgeber ATSV, hatten dann aber Pech, im Viertelfinale auf den holprig gestarteten TSV Sasel zu treffen. Co-Trainer Pascal Lorenz, der Chefcoach Michael Clausen vertrat, resümierte: „ Wir haben eine ganz gute Gruppenphase gespielt, aber im entscheidenden Spiel viele einfache Fehler gemacht und sind mit unserer schlechtesten Turnierleistung rausgeflogen. Sasel hat es aber auch gut gemacht.“ Für die Reinfelder war das erste Wiedersehen seit Beginn der Winterpause. Patrick Schröder, der zuletzt ein halbes Jahr in Berlin gespielt hatte, gab dabei sein Comeback. „Es sollte Spaß machen, ein lockerer Aufgalopp sein“, sagte Lorenz. Die Vorbereitung auf die Rest-Saison beginnt beim SV Preußen am 20. Januar.

Alle fünf Clubs aus Stormarn überstanden die Vorrunde, fast alle schieden wie Reinfeld im Viertelfinale aus. Der Ahrensburger TSV bezwang in seiner Gruppe die Oberligisten Reinfeld und Meiendorfer SV. „Wir waren schon sicher im Viertelfinale, haben das letzte Gruppenspiel gegen Rahlstedt dann unglücklich verloren und sind deshalb auf Victoria getroffen“, sagte Co-Trainer Jan Fricke, der die sportliche Leitung von Nagel übernahm. „Die Leistung war gut, das Ergebnis ist zu hoch ausgefallen.“ Die Gastgeber vergaben drei gute Torchancen gegen den später zum besten Keeper gewählten Hendrik Rabe, unterlagen letztlich mit 0:3.

TSV Bargteheide schaffte den Sprung ins Viertelfinale

Kreisligist TSV Bargteheide, der sich eine Woche zuvor an gleicher Stelle zum Futsal-Kreismeister gekrönt hatte, schaffte den Sprung ins Viertelfinale durch ein überraschendes 2:1 im letzten Gruppenspiel gegen Sasel. Gegen Bramfeld mussten sich die Stormarner dann knapp geschlagen geben. Trainer Bothstede sagte: „Es war für uns eine Umstellung, nach normalen Hallenfußball-Regeln zu spielen, weil wir zuletzt immer nur an Futsal-Turnieren teilgenommen haben. Ärgerlich, dass wir rausgeflogen sind, aber Bramfeld war ein starker Gegner.“

Der TuS Hoisdorf (ebenfalls Kreisliga) hatte sich trotz zweier Niederlagen als einer der beiden besten Gruppendritten für die Runde der letzten Acht qualifiziert und verpasste eine Überraschung gegen den klassenhöheren SSC Hagen Ahrensburg nur knapp. „Wir wollten die Vorrunde überstehen, das ist uns gelungen. Wir sind nicht so die Hallen-Spezialisten, deshalb ist das Ergebnis für uns okay“, sagte Trainer Yilmaz Ince, der in der Winterpause acht Spieler aus der eigenen A-Jugend in seinen Kader befördert hat.

Zu einem Titel reicht es für den SSC Hagen

Als bester Teilnehmer aus dem Kreis schaffte der SSC Hagen den vierten Platz – zu mehr reichte es nicht, weil gleich zwei Neunmeterschießen verloren gingen. Im Halbfinale unterlagen die Schlossstädter vom Punkt nach torloser Partie mit 1:3 dem TSV Sasel. Im Neunmeterschießen um Platz drei behielt Bramfeld mit 5:4 die Oberhand.

Aydin Taneli, für den es der erste Einsatz als Hagen-Coach war, sagte: „Die Jungs haben die taktischen Vorgaben gut umgesetzt. Es ist gut zu sehen, dass sie Lust haben, Neues zu erlernen. Im Halbfinale hätten wir etwa eine Minute vor Schluss eine Überzahlsituation besser ausspielen müssen, dann wären wir wohl im Finale gewesen.“ Zu einem Titel reicht es für den Verbandsligaclub dann doch: Brian Techen war mit sechs Treffer bester Torschütze des Turniers.

Zum zweiten Mal wurde am Vormittag der SchlossMedia-Cup für unterklassige Mannschaften ausgespielt. Die Drittvertretung des TSV Sasel setzte sich im Finale mit 4:1 gegen den TSV DUWO 08 durch. Den dritten Platz belegte der von seinen Anhängern lautstark unterstützte VSG Stapelfeld. Für den FC Ahrensburg, SV Siek, SSC Hagen Ahrensburg II und Ahrensburger TSV II war nach der Vorrunde Schluss.

Alle Ergebnisse, Vorrunde, Gruppe A: SV Preußen Reinfeld – Rahlstedter SC 3:1, Ahrensburger TSV – Meiendorfer SV 3:1, SV Preußen Reinfeld – Ahrensburger TSV 1:2, Rahlstedter SC – Meiendorfer SV 0:1, Meiendorfer SV – SV Preußen Reinfeld 2:4, Rahlstedter SC – Ahrensburger TSV 2:1; Gruppe B: TSV Sasel – Walddörfer SV 0:2, SSC Hagen – TSV Bargteheide 4:1, TSV Sasel – SSC Hagen 3:1, Walddörfer SV – TSV Bargteheide 1:4, TSV Bargteheide – TSV Sasel 2:1, Walddörfer SV – SSC Hagen 2:6; Gruppe C: SC Victoria – TuS Hoisdorf 2:1, TuS Berne – Bramfelder SV 1:2, SC Victoria – TuS Berne 3:0, TuS Hoisdorf – Bramfelder SV 2:4, Bramfelder SV – SC Victoria 0:0, TuS Hoisdorf – TuS Berne 3:2 Viertelfinale: SV Preußen Reinfeld – TSV Sasel 1:4, SSC Hagen – TuS Hoisdorf 2:1, SC Victoria – Ahrensburger TSV 3:1, TSV Bargteheide – Bramfelder SV 2:3; Halbfinale: TSV Sasel – SSC Hagen 3:1 (0:0) nach Neunmeterschießen, SC Victoria – Bramfelder SV 4:2; Neunmeterschießen um Platz drei: SSC Hagen – Bramfelder SV 4:5; Finale: SC Victoria – TSV Sasel 3:1