Stormarn
Hallenfußball

Eichede will bei Hallenmasters wieder ins Halbfinale

Das Hallenmasters in der Kieler Sparkassen-Arena beginnt um 17.45 Uhr mit einer bunten Eröffnungsshow.

Das Hallenmasters in der Kieler Sparkassen-Arena beginnt um 17.45 Uhr mit einer bunten Eröffnungsshow.

Foto: Thomas JAKLITSCH

Stormarner Oberligafußballer spielen am Sonnabend in Kiel vor 8500 Zuschauern um Schleswig-Holsteins Hallenfußball-Krone.

Kiel.  Denny Skwierczynski ist ein Freund des Hallenfußballes, und ganz besonders des Hallenmasters. „Hallenfußball ist eine schöne Abwechselung und das Hallenmasters ein tolles Event, das bundesweit einzigartig ist“, sagte er. Nirgendwo sonst habe man als Amateurfußballer die Chance, vor 8500 Zuschauern zu spielen. Umso mehr freut es den Trainer des SV Eichede, dass sein Oberligateam bei der 22. Turnierauflage an diesem Sonnabend in der Kieler Sparkassen-Arena wieder mit von der Partie ist.

Trainer Skwierczynski: „Das Hallenmasters ist bundesweit ein einzigartiges Ereignis“

Vergangenes Jahr hatten sich die Stormarner erstmals seit 2009 nicht qualifiziert, diesmal schafften sie es auf den buchstäblich letzten Drücker. Am letzten Hinrundenspiel der Oberliga schoben sich die Eicheder noch am Oldenburger SV vorbei, ergatterten damit den achten und letzten Startplatz. Eichede wurde in eine Vorrundengruppe mit den beiden Regionalligisten Heider SV und SC Weiche Flensburg sowie Oberliga-Spitzenreiter SV Todesfelde gelost. „Auf wen man in der Vorrunde trifft, spielt aber nur eine untergeordnete Rolle. Denn alle qualifizierten Mannschaften haben eine hohe Qualität.“

Heide, Weiche Flensburg und Todesfelde sind die Vorrundengegner

Skwierczynski fährt mit einem guten Gefühl nach Kiel. Eichedes erster Hallenauftritt in diesem Winter zwischen den Jahren beim Confima-Cup des FC Dornbreite ging zwar daneben – die Stormarner schieden sang- und klanglos in der Vorrunde aus. Vergangenes Wochenende beim ebenfalls in der Lübecker Hansehalle ausgetragenen Martin-Redetzki-Gedächtnis-Cup habe sich seine Mannschaft aber stark verbessert gezeigt, sagte der Trainer. Der SVE schrammte nur knapp am Turniersieg vorbei. Im Endspiel gegen den 1. FC Phönix Lübeck gab es nach zweimaliger Führung eine 3:5-Niederlage nach Neunmeterschießen. Seitdem haben die Stormarner noch zweimal in einer Soccerhalle trainiert.

Stormarner standen in Kiel zweimal im Halbfinale

Skierczynski sieht seine Mannschaft deshalb gut präpariert – auch wenn einige technisch starke Spieler wie Jonathan Stöver, Evgenij Bieche oder Fynn Rathjen fehlen. „Zudem gibt es natürlich auch Dinge, die man nicht trainieren kann und die am Sonnabend vielleicht eine wichtige Rolle spielen. Wir haben viele junge Spieler in unseren Reihen, die zum ersten Mal beim Hallenmasters dabei sind und noch nie vor einer so großen Kulisse gespielt haben“, sagte Skwierczynski. „Ich hoffe, sie lassen sich davon nicht zu sehr beeindrucken. Denn auch wenn wir in der Gruppe nicht gerade der Favorit sind, wollen aber trotzdem den maximalen Erfolg und zumindest das Halbfinale erreichen“, sagte Skwierczynski.

Das ist den Eichedern in der 21-jährigen Turniergeschichte bislang erst zweimal gelungen – in den Jahren 2010 und 2016. Einzig verbliebener Spieler, der damals schon dabei war, ist Torge Maltzahn. Er ist mit bislang sieben Teilnahmen auch Eichedes Hallenmasters-Rekordspieler und zählt auch diesmal wieder zum Kader.

SVE-Mannschaft wird von 300 Fans unterstützt

Skwierczynski stand in der Sparkassen-Arena ebenfalls schon einige Male an der Bande – als Trainer des VfB Lübeck. Zweimal erreichte er mit den Hansestädtern sogar das Finale. „Zum Turniersieg hat es leider nicht gereicht“, sagte er. 2015 gab es eine sensationelle 1:2-Niederlage gegen den krassen Außenseiter TuS Hartenholm, ein Jahr später folgte ein 3:5 nach Neunmeterschießen gegen gegen Weiche Flensburg. Zum Siegerteam gehörte damals übrigens ein heutiger Eicheder – Hendrik Ostermann.

Auch bei Eichedes Anhängern ist das Interesse am Hallenfußballspektakel, das um 17.45 Uhr mit einer bunten Eröffnungsshow beginnt, groß. Der Verein hat fast 300 Tickets abgesetzt. „Wir mussten sogar noch Karten nachordern, weil das erste Kontingent vergriffen war“, sagte der Vereinsvorsitzende Olaf Gehrken.