Stormarn
Tischtennis

Sieker bejubeln ersten Saisonsieg

Rimas Lesiv hatte allen Grund zur Freude: Er gewann in Hannover beide Einzel.

Rimas Lesiv hatte allen Grund zur Freude: Er gewann in Hannover beide Einzel.

Foto: Thomas Jaklitsch / HA

Tischtennisherren klettern nach 6:3 bei Hannover 96 in der 3. Bundesliga Nord auf den Vorletzten Tabellenrang.

Hannover.  Die Tischtennisherren des SV Siek können ja doch noch gewinnen. Das bislang sieglose Schlusslicht feierte zum Rückrundenauftakt der 3. Bundesliga Nord bei Aufsteiger Hannover 96 mit 6:3 seinen ersten doppelten Punktgewinn in dieser Saison, schob sich damit in der Tabelle am TSV Schwarzenbek vorbei auf den vorletzten Rang.

„Das war ein superwichtiger, fast schon überlebensnotwendiger Sieg“, sagte Abteilungsleiter Stefan Zilz. „Ich freue mich für die Jungs, dass sie nach dieser nicht so schönen Hinrunde gleich im ersten Spiel des neuen Jahres so ein Erfolgserlebnis hatten.“

Teammanager: „Noch haben wir nichts erreicht“

Auch Teammanager Klaus Bergmann reagierte erleichtert: „Ich habe immer an die Mannschaft geglaubt und gewusst, dass sie stark genug ist, um den Klassenerhalt zu schaffen.“ Bergmann mahnt aber auch: „Bei aller Freude: Noch haben wir nichts erreicht. Wir müssen in den nächsten Spielen an diese Leistung anknüpfen und – ganz wichtig – in den Duellen mit den direkten Konkurrenten punkten.“ Der Spielplan meint es aber gut mit den Stormarnern: Sechs der noch ausstehenden acht Partien sind Heimspiele. „Keine Reisestrapazen, die eigenen Zuschauer im Rücken, gewohnte Bedingungen in der Halle, das ist schon ein Vorteil und kann am Ende ausschlaggebend sein“, sagte Bergmann.

Dem Gegner fehlten zwei Leistungsträger

In Hannover hatten die Stormarner aber auch das Glück, das dem von vielen als Abstiegskandidat Nummer eins gehandelten Gegner, der allerdings eine überraschend starke erste Saisonhälfte gespielt hat, mit Dominik Jonack und Richard Hoffmann gleich zwei Stammkräfte fehlten. Beide waren beim 5:5 in der Hinrunde immerhin an vier Hannoveraner Punkten beteiligt. Bergmann: „Das war für den Gegner schon eine extreme Schwächung.“

So fiel es aber auch nicht allzu sehr ins Gewicht, dass die Sieker ebenfalls nicht in Bestbesetzung antraten: Für den noch im Urlaub weilenden Daniel Cords boten sie Mateusz Dzikowski aus der in der Oberliga Nordost an der Tabellenspitze stehenden zweiten Mannschaften auf, der diesmal aber nichts Zählbares beisteuerte. Gegen Heye Köpke konnte er bei einer 2:1-Satzführung selbst einen 5:1-Vorsprung im vierten Spielabschnitt nicht zum Matchgewinn nutzen.

Wiecek siegt nach Abwehr eines Matchballes

Bergmann: „Dafür haben Valentin Nad Nemedi, Adrian Wiecek und Rimas Lesiv richtig starke Leistungen gezeigt.“ Nad Nemedi und Wiecek gewannen ihr Doppel und zudem im oberen Paarkreuz drei von vier Einzeln. Wiecek wehrte dabei gegen Maximilian Dierks sogar einen Matchball ab. Lesiv setzte zwar im Doppel seine Misserfolgsserie (zehn Matches, zehn Niederlagen) fort, im Einzel bezwang er jedoch Max Kulins und Köpke und ist mit einer Bilanz von 9:7 der einzige Sieker, der bislang mehr Matches gewonnen als verloren hat. Das hatte dem Neuzugang, der vor seinem Wechsel im vergangenen Sommer nach Siek bislang nie höher als in der Oberliga gespielt hat, kaum einer zugetraut.

Hannover 96 – SV Siek, Doppel: Carlo Rossi/Maximilian Dierks – Adrian Wiecek/Valentin Nad Nemedi 11:7, 3:11, 10:12, 10:12; Heye Köpke/Max Kulins – Rimas Lesiv/Mateusz Dzikowski 11:8, 11:5, 11:7; Einzel: Rossi – Nad Nemedi 11:4, 11:8, 12:10; Dierks – Wiecek 15:13, 13:15, 11:6, 11:13, 8:11; Köpke – Dzikowski 11:8, 6:11, 7:11, 11:8, 11:2; Kulins – Lesiv 12:10, 5:11, 2:11, 5:11; Rossi – Wiecek 11:6, 9:11, 9:11, 9:11; Dierks – Nad Nemedi 6:11, 11:9, 11:7, 9:11, 5:11; Köpke – Lesiv 12:14, 10:12, 10:12