Stormarn
Sportlerwahl

Junge Hoisdorferin holt Goldenes Reitabzeichen

Emilia Jensen (PS Granderheide) mit Wallach Resümee im U25-Finale mit Pferdewechsel beim 61. Deutschen Dressur-Derbys in Hamburg.

Emilia Jensen (PS Granderheide) mit Wallach Resümee im U25-Finale mit Pferdewechsel beim 61. Deutschen Dressur-Derbys in Hamburg.

Foto: Franziska Sack / HA

Für Dressurreiterin Emilia Jensen war 2019 ein ganz besonderes Jahr. Jetzt ist sie als Sportlerin des Jahres in Stormarn nominiert.

Hoisdorf.  Müsste sich Emilia Jensen auf den sportlich emotionalsten Moment des abgelaufenen Jahres festlegen, steht die feierliche Übergabe des Goldenen Reitabzeichens anlässlich des in Hamburg-Klein Flottbek ausgetragenen Deutschen Dressur-Derbys ganz oben auf der Liste der Ereignisse. Die seinerzeit 18 Jahre alte Dressurreiterin des PS Granderheide sprach damals von „Gänsehautfeeling pur“ – und sagte gegenüber dem Abendblatt: „Von der ganzen Atmosphäre war ich derart überwältigt, dass ich das Prozedere lediglich wie in Trance erlebt habe.“

Direkt vor der Verleihung des Goldenen Reitabzeichens erlebte Jensen vor großer Kulisse im Derby-Park die Siegerehrung des U-25-Finals mit Pferdewechsel. Lautstark unterstützt von der Familie und den mitgereisten Freunden, die auf der Tribüne saßen, erreichte sie als jüngste von drei Starterinnen in der entscheidenden Endrunde den dritten Rang. „Es war schon immer mein Traum, einmal das Finale beim Derby reiten zu dürfen“, sagte sie direkt im Anschluss an das Turnier. „Wirklich gerechnet habe ich damit aber selbst in meinen kühnsten Träumen nicht.“

Jetzt geht es erst einmal nach Neuseeland

Das goldene Reitabzeichen erhielt die Pferdesportlerin des PS Granderheide für zehn Siege in der schweren S-Klasse. Dass die heute 19-Jährige die Vorgaben der Deutschen Reiterlichen Vereinigung innerhalb von noch nicht einmal zwei Jahren und nur mit dem Hannoveraner Wallach Resümee erfüllt hat, ist für sie praktisch das I-Tüpfelchen auf einer steil nach oben verlaufenden Reitkarriere.

Auf dem Weg zu weiteren Erfolgen legt Emilia Jensen nun aber eine kurze Pause ein: Nach bestandenem Abitur zieht es sie zunächst zum Arbeiten ins Ausland. Für einen Work-and-travel-Aufenthalt hat sie sich Neuseeland ausgesucht. Ihre für mehrere Monate geplante Rundreise durch den im Pazifik liegenden Inselstaat beginnt in Auckland. Die weiteren Stationen der Tour lässt die 19-Jährige sich noch weitgehend offen.

Emilia Jensen will sich auf Sportpsychologie spezialisieren

Etwas anderes ist aber sicher: Nach ihrer Rückkehr nach Deutschland will die Pferdesportlerin in Hamburg Psychologie studieren – und sich später auf Sportpsychologie spezialisieren. Ein Studienplatz Anfang April ist ihr bereits zugesagt. Ob die Hoisdorferin rechtzeitig zurück sein wird oder ob sie doch mehr Zeit als geplant in Neuseeland verbringt, bleibt abzuwarten.

2019 erlebte die junge Hoisdorferin noch einen weiteren sportlichen Höhepunkt. Bei den in Bad Segeberg ausgetragenen Landesmeisterschaften gewann Jensen mit Resümee den Dressurwettbewerb der jungen Reiter/U25. In drei Wertungsprüfungen kam sie auf 217,99 Punkte und lag damit am Ende hauchdünn vor der lange führenden Hamburgerin Vivien Köcher mit Reine Freude.

Vorzeitig wechselte sie zu den Jungen Reitern

Anfang 2018 wechselte Jensen von den Junioren – mit Befürwortung des Pferdesportverbands Schleswig-Holstein und der damaligen Trainerin Brigitte Hahn – ein Jahr früher als vorgesehen zu den Jungen Reitern.

Es war die richtige Entscheidung: Bei ihrem ersten Auftritt in der neuen Altersklasse bei den Landestitelkämpfen 2018 in Bad Segeberg sicherte sie sich auf Anhieb die Vizemeisterschaft.

Ihren Wallach Resümee ritt früher die Schwester

Jensen trainiert überwiegend zu Hause – mit Unterstützung der Familie. Vor rund vier Jahren übernahm sie den Wallach von ihrer älteren Schwester Philippa, die bis dahin mit Resümee bei Dressurprüfungen bis zur Klasse S angetreten war.

Emilia Jensens geschicktes Händchen im Umgang mit Pferden zahlte sich aus. Die Bindung zu Resümee wurde zusehends enger, das gegenseitige Vertrauen Schritt für Schritt größer.

So können Sie abstimmen:

Bei den Männern hat eine aus Funktionären des Kreissportverbands Stormarn und Sportjournalisten der regionalen Zeitungen zusammengesetzte Jury den Triathleten Udo van Stevendaal vom SV Großhansdorf, den Karatekämpfer Corre Ahnsehl von der TSV Reinbek und den Leichtathleten Tim Rummelhagen von der LG Reinbek-Ohe nominiert.Bei den Frauen stehen Judokämpferin Miriam Butkereit vom TSV Glinde, das Triathlontalent Julia Bröcker vom VfL Oldesloe sowie die Dressurreiterin Emilia Jensen vom PS Granderheide zur Auswahl.Bei den Mannschaften können sich sich die Leser zwischen den Schwimmerinnen der SG Stormarn Barsbüttel, den B-Jugend-Handballerinnen des TSV Bargteheide und den Leichtathletik-Senioren des Teams Stormarn entscheiden.

Nun sind Sie, liebe Leserinnen und Leser, aufgerufen, ihre Stimmen abzugeben. Mitmachen ist einfach: In jeder Kategorie müssen Sie einen Kandidaten auswählen, dessen Namen in Druckbuchstaben auf eine frankierter Postkarte notieren und an den Kreissportverband Stormarn (Lübecker Straße 35, 23843 Bad Oldesloe) schicken. Die Teilnahme ist auch per E-Mail an die Adresse info@ksv-stormarn.de oder unter www.ksv-stormarn.de auf der Internetseite des Kreissportverbands möglich. Einsendeschluss ist der 31. Januar 2020. Die Bekanntgabe der Sportler des Jahres erfolgt am Freitag, 21. Februar, anlässlich einer Veranstaltung im Foyer der Sparkasse Holstein in Bad Oldesloe.