Stormarn
Wettbewerb

Bei Turnier in Ahrensburg ist Tischtennis Familiensache

Der Tischtennissport ist ein Teil des Familienlebens (v. l.): Jan-Ole, Bernt und Finn Penderak von der TTG 207.

Der Tischtennissport ist ein Teil des Familienlebens (v. l.): Jan-Ole, Bernt und Finn Penderak von der TTG 207.

Foto: Henrik Bagdassarian / HA

Für die Penderaks ist der Winterwettbewerb der TTG 207 ein Pflichttermin. Organisatoren erwarten 1400 Teilnehmer.

Ahrensburg.  Bei den Penderaks ist Tischtennis eine Familiensache. Mit wenigen Ausnahmen: Vater Bernt übernimmt in diesem Jahr bei der 51. Auflage des internationalen Tischtennis-Winterturniers der TTG 207 – nicht ganz freiwillig – die Statistenrolle. Mit einem Augenzwinkern sagte der 52-Jährige: „Da meine Frau Anja zwischen den Jahren Geburtstag hat, will ich als vorbildlicher Ehemann diesmal nicht den ganzen Tag an der Platte stehen.“

Jan-Ole rechnet sich Chancen auf Gesamtsieg aus

Vor eineinhalb Jahren wechselte der ehemalige Tischtennis-Regionalligaspieler vom VfB Lübeck gemeinsam mit seinen Söhnen Jan-Ole (21) und Finn (17) zur TTG 207, einer Spielgemeinschaft aus Ahrensburger TSV und SV Großhansdorf.

Bernt Penderak startet für die 2. Herrenmannschaft der TTG in der Hamburg-Liga. Jan-Ole und Finn gehen in der Verbandsoberliga auf Punktejagd – und kämpfen beim Winterturnier am heutigen Montag im Wettbewerb der Junioren A (ab 13 Uhr, Sporthalle Am Heimgarten) um einen der vorderen Plätze.

Jan-Ole rechnet sich gute Chancen auf den Gesamtsieg aus, für seinen jüngeren Bruder ist das Erreichen des Halbfinals das erklärte Ziel. Fest steht: Einer der beiden Penderaks wird sein Vorhaben verfehlen, da es aufgrund der Setzliste bereits im Viertelfinale zum direkten Duell der beiden kommen könnte.

Ehemaliger Spieler des SV Siek setzt sich durch

Bei den Herren A hatten Spieler aus dem Kreis wie schon in den beiden Vorjahren nichts mit dem Turniersieg zu tun. Als Stolpersteine in der zweiten Runde erwiesen sich dabei Akteure des TuS Germania Schnelsen: Benjamin Krüger vom SSC Hagen Ahrensburg unterlag Patrick Wienefeld mit 0:3-Sätzen. Mit dem gleichen Ergebnis zog Vereinskamerad Benjamin Winter gegen Harun Bozanoglu den Kürzeren. Der dritte Stormarner im Bunde, Lokalmatador Jan-Ole Penderak, verlor knapp mit 2:3 gegen Kamiar Laurentio.

Dafür setzte sich am Ende ein ehemaliger Spieler des SV Siek durch: Hartmut Lohse (Hertha BSC Berlin) bezwang Daniel Kleinert (TSV Schwarzenbek) in einem packenden Finale mit 3:2. „Vor 25 Jahren war ich das erste Mal und danach regelmäßig beim Winterturnier dabei. Ich treffe alte Freunde und Bekannte wieder, es ist wie eine große Familie“, sagte der 35-Jährige, der für die Berliner in der Dritten Liga startet.

Auch wenn bei der 51. Auflage der bundesweit zu den größten Jugendturnieren zählenden Veranstaltung – sie dauert vier Tage – die Organisation bis kurz vor Schluss reibungslos ablief, gab es hinter den Kulissen ungewohnte Probleme. Die Organisatoren Torben Günther und Jan Rundshagen lagen am dritten Tag aufgrund eines Virusinfekts flach und mussten die Gesamtleitung abgeben. „Mittlerweile ist das Organisationsteam so hervorragend eingespielt, dass es den einen oder anderen Ausfall kompensieren kann. Das ist sehr beruhigend“, sagte Günther gegenüber dem Abendblatt.

Viertägiges Turnier ist logistische Herausforderung

Eine Konsequenz hatten die beiden Ausfälle dennoch: Tischtennis gespielt wird am heutigen Abschlusstag nur noch in der Sporthalle des Eric-Kandel-Gymnasiums – und nicht, wie zunächst geplant, auch in der Sporthalle der Selma-Lagerlöf-Schule.

Für das 51. Winterturnier rechnen die Organisatoren mit 1400 Teilnehmern. Das wären rund 100 mehr als im Vorjahr. Ein viertägiges Turnier erweist sich aber immer wieder als eine logistische Herausforderung. Das Jahr über werden die Tischtennisplatten in verschiedenen Sporthallen in Ahrensburg und Großhansdorf zwischengelagert und müssen zeitnah zu den Spielstätten transportiert und aufgestellt werden.

Helfer müssen Urkunden, Pokale, Medaillen, Sach- und Geldpreise rechtzeitig vor den jeweiligen Siegerehrungen in die entsprechenden Sportstätten bringen. Gleiches gilt für die für den Spielbetrieb nötigen Utensilien. Sie müssen auf die jeweiligen Spielstätten verteilt, deren Kantinen zudem mit Lebensmitteln ausgestattet werden. Damit diese stets frisch an Ort und Stelle eintreffen, werden sie über Nacht zentral in einem Kühlwagen aufbewahrt.